Amtsblatt ist bei den Bürgern angekommen

Ergebnisse der aktuellen Bürgerbefragung liegen vor

© Hajo Dietz

Das Anfang 2018 eingeführte Amtsblatt wird bereits von circa zwei Dritteln der Befragten gelesen. Das geht aus der elften Bürgerbefragung hervor, die die Stadt in Kooperation mit der Universität durchführt. Themenbereiche der Umfrage waren das Konziljubiläum, die Lebensqualität, die Digitalisierung, das Amtsblatt, Umzugswünsche sowie das Urlaubsverhalten der Bürgerinnen und Bürger.
 
Das Amtsblatt ist zwar noch nicht allen Konstanzerinnen und Konstanzern bekannt, wird aber bereits in vielen Haushalten gelesen: Rund ein Viertel der Befragten liest es regelmäßig, 38 Prozent sind gelegentliche AmtsblattleserInnen. Über 90 Prozent der Leserinnen und Leser beziehen das Amtsblatt als gedruckte Ausgabe. 38 Prozent der Befragten lesen das Amtsblatt nicht – als Grund dafür gab davon knapp die Hälfte an, es nicht zu kennen. Je rund ein Viertel der NichtleserInnen gab wiederum an, das Amtsblatt nicht zu erhalten oder kein Interesse daran zu haben.
 
Der Großteil der Befragten nimmt Konstanz als Konzilstadt wahr und hat das Konziljubiläum zum Anlass genommen, etwas über die Geschichte der Stadt zu lernen. Rückblickend bewertet die Mehrheit den Umfang und die Ausgaben der im Rahmen des Jubiläums begangenen Anlässe als passend und gut: Die Zustimmung hat im Vergleich zur Befragung 2013 deutlich zugenommen. Im Rahmen der Befragung sind zudem viele Vorschläge eingegangen, wie die Erinnerung an das Konzil lebendig gehalten werden könnte, z.B. durch Kennzeichnung historischer Orte, Ausstellungen oder regelmäßige Veranstaltungen.
 
Wie die Befragungsergebnisse zeigen, sind die Konstanzer Strandbäder bei den Bürgerinnen und Bürgern sehr beliebt. Drei Viertel der Befragten waren im Sommer 2018 mindestens einmal in einem der fünf Strandbäder schwimmen. Besonders beliebt sind das „Hörnle“, das Strandbad Wallhausen und das Rheinstrandbad. Die meisten KonstanzerInnen können „ihr“ Strandbad zu Fuß oder per Fahrrad erreichen und die wenigsten brauchen mehr als 20 Minuten für die Strecke in das bevorzugte Bad.
 
Den Umfrageergebnissen ist auch zu entnehmen, dass das ehrenamtliche Engagement in der Konstanzer Bevölkerung ausgeprägt ist: Rund zwei Drittel sind ehrenamtlich aktiv. Auch die Angaben zur Lebenszufriedenheit sind erfreulich: Wie der Zehnjahresvergleich zeigt, liegt diese stabil auf einem sehr hohen Niveau. So beurteilten 2018 85 Prozent der Befragten die Lebensqualität als überwiegend gut oder sehr gut, 2008 waren es mit insgesamt 78 Prozent hier noch sieben Prozentpunkte weniger.
 
Die Bürgerbefragung wird seit 2008 als Kooperationsprojekt der Stadt Konstanz und der Universität durchgeführt. Prof. Dr. Thomas Hinz vom Arbeitsbereich Empirische Sozialforschung an der Universität Konstanz leitet das Forschungsprojekt, das als Langzeitbeobachtung des sozialen Wandels in der Kommune angelegt ist und von der Stadt Konstanz gefördert wird. Die gewonnenen Daten basieren auf einer repräsentativen Stichprobe der Konstanzer Bürgerschaft, an der aktuellen Befragung nahmen über 1.200 KonstanzerInnen teil. Die ausführlichen Befragungsergebnisse sowie eine Sonderbericht zum Thema „Digitalisierung“ ist auf konstanz.de/buergerbefragung abrufbar.