770.000 Euro für Modellquartier Christiani-Wiesen

Bundesministerium gibt "Nationale Projekte des Städtebaus 2018/19" bekannt – Insgesamt 140 Millionen Euro für innovative Vorhaben der Stadtentwicklung an 35 Städte und Kommunen vergeben

Die Stadt Konstanz erhält eine Bundesförderung in Höhe von 770.000 Euro für die Entwicklung des Modellquartiers Christiani-Wiesen im Rahmen der Zukunftsstadt Konstanz. Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, hat heute 35 neue „Nationale Projekte des Städtebaus 2018/19“ vorgestellt, die mit insgesamt rund 140 Millionen Euro vom Bund gefördert werden. Die Stadt Konstanz erhält die Förderung für die Erarbeitung innovativer Konzepte zur nachhaltigen Entwicklung der Christiani-Wiesen sowie der Weiterentwicklung des LexiKONs, einem digitalen planerischen Werkzeugkoffer. Das Ziel „Smart Wachsen: Qualität statt Quadratmeter“ soll dabei weiterhin konkrete Anwendung finden. In der Begründung des Bundesminsterium heißt es laut Mitteilung, dass das Projekt „innovative Lösungen für den Wohnungsneubau birgt und ein vorbildlicher Beitrag für Flächensparsamkeit und die Entwicklung von übertragbaren digitalen Werkzeugen der Rahmenplanung ist“.
 
Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland hatten sich mit 118 Projekten beworben. Zu den geförderten Projekten gehören zukunftsweisende Vorhaben im Bereich der Stadtentwicklung. „Mit der Förderung bekommt die Zukunftsstadt Konstanz und damit die nachhaltige Quartiersentwicklung einen enormen Schub. Wir danken dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat für die Unterstützung und Bestätigung unserer Arbeit. Wir freuen uns auf die weitere intensive Zusammenarbeit mit den Hochschulen, der Bürgerschaft, den Baugruppen und –genossenschaften am flächeneffizienten Quartier der Zukunft“, freut sich Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn über die Förderzusage aus Berlin. Oberbürgermeister Uli Burchardt ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass das Projekt Zukunftsstadt nach der intensiven Bürger- und Akteursbeteiligung im bisherigen Prozess mit dieser Förderung gewürdigt wird.“
 
„Egal ob mit der Entwicklung eines Stadtquartiers oder der Umgestaltung eines öffentlichen Platzes – mit vielen interessanten Projekten zeigen die Städte und Gemeinden auf, wie Herausforderungen in der Stadtentwicklung auf innovative Weise gelöst werden können.  Wir unterstützen sie dabei und setzen damit wichtige Impulse im Städtebau, die sowohl für Metropolen als auch für strukturschwache Regionen Vorbildcharakter haben“, wird der Bundesinnenminister bei der Bekanntgabe zitiert.
 
Von dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus profitieren investive und konzeptionelle Vorhaben mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher Qualität, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen sowie Projekte mit hohem Innovationspotenzial und Vorbildwirkung.
 
Die Förderentscheidung des Ministeriums orientiert sich an der Empfehlung einer interdisziplinär besetzten Jury unter Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs Marco Wanderwitz. Der Jury gehörten neben Abgeordneten des Deutschen Bundestags Experten unterschiedlicher Fachrichtungen an.