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Luftaufnahme von Konstanz (Foto: Peter Allgaier)
Bild: Peter Allgaier

Städtebauliche Entwicklungskonzepte

Konzepte zur Entwicklung von Gewerbe, Einzelhandel und Vergnügungsstätten

Nachdem der Gemeinderat bereits im Mai 2015 grünes Licht gab für die Behörden- und Öffentlich­keits­beteiligung zu den Entwürfen der Konzepte zur Entwicklung der Gewerbe­flächen, des Einzel­handels sowie der Vergnügungs­stätten, wurden die drei Werke mit ihren engen Wechsel­wirkungen auf räumlicher und planungs­recht­licher Ebene im Oktober 2018 zusammen als „städtebauliche Entwicklungs­konzepte" im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr. 11 Baugesetzbuch verabschiedet.

 
Die Verfügbarkeit von erschlossenen und planungsrechtlich gesicherten Industrie- und Gewerbeflächen für innerstädtische Betriebsverlagerungen und mögliche Ansiedlungsfälle stellt eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche, zukunftsorientierte kommunale Gewerbeflächenpolitik. Jedoch sind aufgrund der geographischen Lage freie Gewerbeflächen in Konstanz jedoch knapp.
 
Für die im Entwurf des Gewerbe­flächen­konzeptes vorgeschlagene Um­nutzung des Verkehrslandeplatzes als zusätzliche Flächenoption mussten vertiefende Fach­gutachten (s.u.) angefertigt, sowie eine Alternativen­prüfung durchgeführt werden. Durch einen gemeinsam mit der Luftfahrtbehörde entwickelten „Flächen­kompromiss" unter Beibehaltung der Lande­platz­funktion, wurden auch hierzu in gleicher Sitzung die Weichen zur künftigen Entwicklung vom Gemeinderat gestellt. Dabei können sowohl die Interessen der Lande­platz­nutzer, als auch die wirtschaft­lichen Interessen der Stadt berück­sichtigt werden.
 
Doch auch wenn am Verkehrslandeplatz mittelfristig 5,6 Hektar und am Hafner langfristig rund 12 Hektar Nettobauland zur Verfügung gestellt werden sollen, ist der gutachterlich ermittelte Flächenbedarf bis 2030 durch das geplante Angebot nicht vollständig zu decken. Vor diesem Hintergrund wird im Gewerbeflächenkonzept (3,9 MB) eine noch stärkere Ausrichtung auf flächen­effiziente Betriebsformen, ein engeres Branchenprofil sowie die regionale Kooperation festgeschrieben.
 
Das zeitgleich verabschiedete Einzelhandelskonzept (7,3 MB)sichert die bisherige räumliche Steuerung des Einzelhandels auf Basis einer Aktualisierung. Die Steuerung der Einzelhandels­nutzungen erfolgt künftig über Festlegungen zu den zentralen Versorgungsbereichen der Stadt sowie über eine für Konstanz spezifische Sortiments­liste. Damit sollen das städtebauliche Gefüge, die Funk­tions­fähigkeit der zentral­örtlichen Versorgungsbereiche sowie die ver­braucher­nahe Versorgung gesichert werden.
 
Im Vergnügungsstättenkonzept (5,6 MB)schließlich erfolgt über die Ausweisung von Zulässigkeits­bereichen eine ebenfalls ortsspezifische räumliche Steuerung der An­sied­lung von Vergnügungs­stätten. Diese sind als regelmäßig zulässige Nutzungen im gesamten Stadtgebiet ausgeschlossen und nur im abge­grenzten Zulässig­keits­bereich Gewerbegebiet Oberlohn sowie im zentralen Versorgungsbereich Innen-/ Altstadt ausnahms­weise zulässig, in letzterem jedoch kein Rotlichtgewerbe.

Gewerbeflächenkonzept

Einzelhandelskonzept

Vergnügungsstättenkonzeption

Ratsbeschluss vom 25.10.2018

"Die Stadt Konstanz muss wegen ihrer besonderen Lage und ihres dynamischen Wachstums noch früher als andere Städte eine Lösung finden, wie mehr Menschen auf weniger Raum leben möchten." - so Uli Burchardt, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz. Um gemeinsam mit den BürgerInnen, der Wissenschaft und allen am Stadtentwicklungsprozess Beteiligten Lösungen für eine nachhaltige und flächensparende Konstanzer Stadtentwicklung zu finden, wurde 2016 das Projekt "Zukunftsstadt Konstanz" initiiert. Nach der erfolgreichen Teilnahme an den ersten beiden Phasen des bundesweiten Förderprogramms "Zukunftsstadt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde das Projekt 2019 in das Förderprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) aufgenommen.