Theater Konstanz für zu Hause

Seit dem 20.3.20 bietet das Theater Konstanz auf seiner Homepage einen besonderen Service an: Theater Konstanz für zu Hause.

Bild: Theater Konstanz / Ilja Mess

Das Theater Konstanz kommt direkt ins Wohnzimmer. Zu sehen gibt es Mitschnitte von Inszenierungen sowie Schauspielerinnen und Schauspieler, die aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen.

Gestartet wird mit dem Mitschnitt von „Junge Hunde“ nach dem gleichnamigen Roman von Christoph Nix in der Theaterfassung und Regie von Oliver Vorwerk. Wir schreiben das Jahr 1968 – ein weiterer sinnloser, brutaler Krieg schockiert die Welt: der Vietnamkrieg. Es beginnt zu rumoren. Die Jugend erwacht. Sie schließt sich zusammen und verändert die Welt. Aber in der ländlichen Gegend, in der der 15-jährige Menz aufwächst, kommt zunächst wenig an von den Revolutionen in den Zentren. Dabei hat Menz so viele Fragen: Haben die gleichen Züge, die ihn in die Schule der nächsten Kleinstadt bringen, auch Juden nach Auschwitz deportiert? Warum sind in der Schule noch immer Lehrer, die begeistert bei den Nazis mitgemacht haben? Warum erzählt einem Niemand vom Kommunismus?

Ebenfalls ab heute kann man Harald Schröpfer zuhören – falls man schon 18 Jahre alt ist –, wenn er aus „Gymnasium der Wollust – Ein erotisches Kaleidoskop der Weltliteratur mit Texten von Schlegel bis Schnitzler, Bürger, Baudelaire und Rilke“ liest. Und Dan Glazer liest „Psyche“ von Hugo von Hofmannsthal.

In den nächsten Tagen kann man sich auf die Lesungen von Sarah Siri Lee König („Weiße Nächte“ von Fjodor Dostojewksi), Odo Jergitsch („Wie ich es sehe“ von Peter Altenberg) und Antonia Jungwirth („Ein Hungerkünstler“ von Franz Kafka) freuen.
 
Ab Dienstag ist dann auch die Aufzeichnung des Wohnzimmerkonzertes des Jungen Theater Konstanz auf der Theater-Homepage zu finden.
www.theaterkonstanz.de