LET’S ALLY – Das Festival Female Artists – Digital

Eine Information des Theater Konstanz

Bild: Theater Konstanz

Den Internationalen Frauentag am 8. März nimmt das Theater Konstanz in seiner ersten Spielzeit zum Anlass, ein Festival in der Stadt zu etablieren, das mit unterschiedlichen Formaten gesellschaftliche Fragen und/oder visionäre Antworten in den Fokus nimmt. Der Pandemie geschuldet weicht es in den digitalen Raum aus und bietet ein vielfältiges und kostenloses Festival-Programm für alle an.

In der ersten Ausgabe des Festivals steht das Thema Female Artists ins Zentrum. Die zugewiesenen Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft beeinflussen, wie Künstlerinnen sich äußern können, wie ihre Kunst wahrgenommen wird und wie sie beruflich existieren. Oft stehen der künstlerischen Arbeit von Frauen einschränkende kulturelle Vorstellungen, familiäre Zwänge, gesellschaftliche Konventionen und ökonomische Interessen entgegen. Könnte alles auch anders sein? LETʼS ALLY sucht nach Utopien, nach Visionen, nach einem solidarischen Miteinander – in Kunst und Diskurs. LETʼS ALLY ist Programm: Wir wollen uns gegenseitig inspirieren, miteinander auseinandersetzen und in jedem Fall verbünden. Letʹs ally!
 
 
Samstag, 6. März
 
20.00 – 21.00 Stream auf Website, im Anschluss Live-Nachgespräch, kostenlos
Care Affair
von Frauen und Fiktion
 
Das Kollektiv Frauen und Fiktion lädt zu einem glamourösen Abend der Sorgetragenden ein; zu einer Feier fürsorglicher Figuren jenseits klarer Geschlechterrollen. Aus Gesprächen mit Menschen, die professionell und/oder privat Fürsorge-Arbeit leisten, kreieren Frauen und Fiktion zusammen mit ihren Kompliz*innen sinnliche Bilder fürsorglicher Tätigkeiten wie körperliche Pflege, 'Nein' sagen, zuhören, geduldig sein, ernähren, kurz: sich kümmern. Sie setzen die Attribute Sicherheit, Verbundenheit und Geborgenheit in einer glamourösen Kostümshow so hot in Pose, dass wir wieder realisieren, wie grundlegend wichtig sie sind.
In Care Affair hinterfragen Frauen und Fiktion, warum Fürsorge traditionellerweise an den biologischen, gebärfähigen Körper gebunden ist. Sie imaginieren fürsorgliche Gemeinschaften jenseits einer kapitalistischen Verwertungslogik und stellen reale Geschichten des Gelingens vor.
 
Von und mit: Gregor Schuster, Jonas Mahari, Marilyn Nova White und Geraldine Schabraque
Konzept und Recherche: Frauen und Fiktion (Anja Kerschkewicz, Eva Kessler, Felina Levits, Paula Reissig)
Textfassung: Anja Kerschkewicz, Eva Kessler und Anngret Schulze
Inszenierung: Anja Kerschkewicz und Felina Levits
Gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung, Claussen-Simon-Stiftung
 
21.15 – 22.00 Live-Nachgespräch über Zoom
Im Anschluss an den Stream von Care Affair bieten wir ein Live-Nachgespräch mit Frauen und Fiktion über Zoom an.
Der Zoom-Link wird am 6. März um 20 Uhr veröffentlicht.
 
22.00 – 23.59 Live-DJ-Set auf Website und youtube
DJane Beatzn vereint ihre bengalischen Wurzeln mit Kamillentee, HipHop und Latin Sounds. Seppl, ihre liebevolle Ramschware aus Ungarn, ist mit in da House – Live aus Berlin!
 
 
Sonntag, 7. März
 
14.00 – 16.00, JTK-Workshop über Zoom
Let’s board the Allyship
Das Junge Theater Konstanz stellt in einem Workshop die Frage nach den Möglichkeiten von Zusammenhalt unter Frauen. Ob in der Schule, am Arbeitsplatz, im Alltag oder im Internet, wir wollen von euch wissen: Wie können wir uns gegenseitig unterstützen? Was können Strategien und Ideen sein, um Frauen* um uns herum zu empowern? Wir wollen keine Ellenbogen ausfahren, um voran zu kommen! Wir wollen Allianzen schließen!
Für alle ab zwischen 14 und 99 Jahren.
Anmeldung unter: junges-theater@konstanz.de
 
 
ab 18.00, Stream
Ein Zimmer für sich allein
Szenische Lesung nach Virginia Woolf

 
Liebe Virginia,
ich wünschte ich könnte dir sagen, dass die Dinge sich zum Guten entwickelt haben. Das wir jetzt an einem anderen Punkt stehen und du dir keine Sorgen um die Zukunft machen musst. Ich wünscht ich könnte dir sagen, dass Frauen genug Geld verdienen für sich selbst und für ihre Kinder und wir jetzt selbstständiger sein können. Ich wünschte ich könnte dir sagen, dass Professor X jetzt endlich aufgehört hat so zornig zu sein, aber aus irgendeinem Grund ist er es immer noch. Und ich wünschte ich könnte dir sagen, dass wir endlich auch ein Zimmer für uns alleine haben. Haben wir aber nicht. Aber wir arbeiten daran. Elfriede, Sybille und all die anderen geben sich große Mühe. Es war nichts umsonst.
In Liebe, die anderen Virginias!
 
PS: Mittlerweile darf keiner mehr den Rasen von Cambridge betreten, auch Männer nicht – auch eine Form von Gleichberechtigung.
 
20.00 – 21.00 Stream auf Website
Care Affair
von Frauen und Fiktion
 
  
Montag, 8. März, der Internationale Frauentag
 
den ganzen Tag Instagram-Takeover, @theaterkonstanz
Am Internationalen Frauentag kapert die Band von REVOLution den Instagram-Account vom Theater Konstanz. Ihr erhaltet Einblicke in den Alltag der Band und ihre Vorbereitung auf den ganz, ganz großen Auftritt. Lampenfieber, Spaß, Ausrasten, Streitereien, Party – alles ist möglich in einer Band und ihr seid live dabei. Stay tuned! #probentagebuch
 
Ab 12.00 Audio-Beitrag, Website
Pop macht Feminismus einfach. Aber Feminismus ist nicht einfach.
von Fatima Moumouni
Fatima Moumouni tritt mit ihrer Spoken Word Poetry auf verschiedensten Bühnen im deutschsprachigen Raum auf und schreibt Prosa, Lyrik und Rap. Außerdem leitet sie Schreib- und Rassismus-Sensibilisierungsworkshops.
 
Ab 10:00 Uhr Special-Podcast „Warten auf ...“, Website und Audio-Streaming-Portale
Julika Funk, Leiterin der Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz, im Gespräch mit Kristina Hänel, Medizinerin aus Gießen, die sich für die Abschaffung des Abtreibungsparagrafens 291a einsetzt.
 
20.00 – 21.00 Stream auf Website
Care Affair
von Frauen und Fiktion
Beschreibung siehe oben 

(Erstellt am 22. Februar 2021)