Jahresausblick 2021

Das steht im neuen Jahr bei Sozialem, Kulturamt und im Baubereich an

Das Konstanzer Rathaus
Bild: MTK / Dagmar Schwelle

Die Planungen sind vorbehaltlich der anstehenden Haushaltsberatungen.

Soziales, Bildung, Sport und Kulturamt

Handlungsprogramm Pflege

Das Handlungsprogramm Pflege & mehr soll die Versorgung bis ins hohe Alter in den kommenden Jahren zukunftsfähig aufstellen. 2020 hat der Auftakt im Konzil stattgefunden. Im neuen Jahr sollen Arbeitsgruppen gebildet werden. Die Themenfelder sind:

  • zu Hause leben mit Unterstützung,
  • 24-Stunden-Pflege ambulant und stationär,
  • Sorge tragen in Nachbarschaft und Quartier,
  • Gewinnung von MitarbeiterInnen,
  • altersgerechtes Wohnen.

Konstanz Internationale Stadt

Im Januar 2020 gab es die Zusage über einen Zuschuss in Höhe von 76.000 Euro aus dem Förderprogramm „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“ durch das Sozialministerium, im Februar folgte der Auftaktworkshop und im Juli schloss sich der Selbstcheck-Workshop im Rahmen des Modellprojekts „Weltoffene Kommune“ der Bertelsmann Stiftung und der Phineo gAG an. Voraussichtlich Ende 2021 soll die Entwicklung des Konzeptes abgeschlossen sein. Bis dahin werden die Ergebnisse aus den verschiedenen Veranstaltungen zu einem Handlungskonzept ausgearbeitet und ein Monitoringsystem konzipiert.

Raumteiler

Mit dem Projekt Raumteiler soll zusätzlich Wohnraum für Menschen akquiriert werden, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind. Konstanzer Eigentümer können soziale Verantwortung übernehmen und dabei mit der Stadt kooperieren. Sie erhalten Anreize und Sicherheit, wenn sie Wohnraum für entsprechende Zielgruppen zur Verfügung stellen. Die Benachteiligten erhalten ein sicheres Zuhause und sozialpädagogische Begleitung. Durch die Zusammenführung des Projekts Wohnraumakquise des Sozial- und Jugendamtes, der Wohnraumversorgung für Wohnungslose beim Bürgeramt und der Initiative Konstanz 83 in eine gemeinsame Organisationsform entstehen sinnvolle Synergien. Grundlage wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen den genannten Stellen über gemeinsame Vorgaben, Kriterien, Handlungsoptionen etc. sein, die 2021 auf den Weg gebracht werden soll.

Ausbau Kindertagesbetreuung

Auch der Ausbau der dringend benötigten Kitaplätze schreitet gut voran. Im Jahr 2021 wird der neue Waldkindergarten seinen Betrieb aufnehmen und weiteren 20 Kindern eine naturnahe Betreuungs- und Bildungsmöglichkeit bieten. Ebenso werden 2021 die neuen Krippengruppen in der Kita Bruder Klaus und der Kita Cherisy in Kooperation mit der kath. Kirche bzw. der Neuen Arbeit e.V. an den Start gehen. Die größte neue Einrichtung wird im nächsten Jahr im Paradies entstehen. Dort wird das ehemalige Technologiezentrum in weiten Teilen zur neuen Kita Grenzbach mit einer Betreuungskapazität für ca. 80 Kinder im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt ertüchtigt und im Herbst 2021 erstmalig Kinder zur Bildung und Betreuung aufnehmen.

Digitalisierung an Schulen

Die Digitalisierung der Schulen wird auch 2021 weiter vorangetrieben. Nachdem zum Jahreswechsel vom Land bereitgestellte Corona-Soforthilfsmittel in Höhe von rund 685.000 € für 1.320 Tablets als Verleihgeräte und diverse Komponenten für Fernlernunterricht verausgabt wurden, kann nun die notwendige Medienentwicklungsplanung zum Abruf der Digitalpaktmittel mit den Schulen weiter vorangebracht werden. Die drei noch ausstehenden Grundschulen werden in den Sommerferien verkabelt. Erste Hardwarebeschaffungen (Endgeräte und Präsentationseinheiten) werden im Grundschulbereich zur Ausschreibung vorbereitet. Im Grundschul- und im weiterführenden Schulbereich bildet der Ausbau der WLAN-Netze den nächsten Aufgabenschwerpunkt.

Betreuung von Grundschülern

Ab dem Jahr 2025 können auch Grundschulkinder von einem gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz ausgehen. Die Stadt Konstanz bereitet sich rechtzeitig darauf vor und treibt deshalb die Konzeptentwicklung gemeinsam mit den 11 Konstanzer Grundschulen und den Kernzeitbetreuungseinrichtungen voran. Zukünftig sollen alle Konstanzer Grundschulkinder die Chance haben, optimal und verlässlich, ganztags und ganzjährig gefördert und betreut zu werden.
Außerdem wird der Bau der neuen Oberstufe der Gemeinschaftsschule abgeschlossen sein. Auch die Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule schreitet voran. Sobald das Raumprogramm feststeht, können die Planungen für den Erweiterungsbau vorangetrieben werden.

Turm zur Katz

Im Frühjahr startet der Turm zur Katz mit einer Doppelausstellung im Bereich Fotografie ins neue Jahr. Anschließend daran gibt es über den Sommer erneut ein Gastspiel im Turm zur Katz: Eine Kooperationsausstellung von Fachbereichen der HTWG und der Universität Konstanz widmet sich einem brandaktuellen Thema. Den Jahresabschluss bildet die Fortsetzung, des erfolgreichen Formats „Illokonstanz“, das international renommierte Illustratoren nach Konstanz holt.

Förderpreis Junge Kunst!

Alle zwei Jahre vergibt die Stadt Konstanz den „Förderpreis Junge Kunst!“ an junge Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Musik, Bildende Kunst und Literatur. Im Jahr 2021 ist es wieder so weit: Am 25. September wird der Preis vergeben. Für den Gewinner oder die Gewinnerin in der Kategorie Bildende Kunst ist mit dem Preis eine Ausstellung im Gewölbekeller verbunden, diese wird voraussichtlich bis Anfang Januar 2022 zu sehen sein.

Erweiterung der Schänzle-Halle

Im Sommer 2021 startet der Bau zur Erweiterung der Schänzle-Sporthalle. Der Neubau soll zwei Hallen beherbergen, eine kleinere Gymnastikhalle im Erdgeschoss und eine größere Halle für den Schul- und Vereinssport im Obergeschoss. Mit der Fertigstellung des Rohbaus wird bis zum Sommer 2022 kalkuliert. Mit dem Innenausbau soll laut Planung ab dem dritten Quartal 2022 begonnen werden. Anschließend folgen die Außenanlagen bis zum zweiten Quartal 2023. Die Fertigstellung ist bis zum Frühjahr/ Sommer 2023 geplant.

Überarbeitung der Sportförderrichtlinien

Die Sportförderrichtlinien bilden die Grundlage für die Förderung des organisierten Sports in Konstanz. Gemeinsam mit den Vereinen, dem Stadtsportverband, der Politik und der Verwaltung erarbeitet, sind diese seit 2001 ein transparentes und verlässliches Hilfsmittel für die Verteilung der Sportfördermittel. Die Richtlinien wurden zuletzt formal 2018 überarbeitet. Für das Jahr 2021 ist eine generelle Überarbeitung der Richtlinien gemeinsam mit den Sportvereinen und der Politik vorgesehen. Die Umsetzung der neuen Richtlinien erfolgt im Jahr 2022.

Projekte beim städtischen Hochbau

Auf rund 50 Mio. Euro beläuft sich das Maßnahmenbudget, welches das Hochbauamt aktuell bearbeitet. Amtsleiter Thomas Stegmann gab in der Sitzung des Technischen und Umweltausschusses im Dezember einen Überblick über die Maßnahmen und Planungen in den ersten Monaten des neuen Jahres und zog ein positives Fazit, trotz der Einschränkungen durch Corona: „Sämtliche geplanten Projekte konnten in diesem Jahr begonnen werden und liegen im Zeitplan.“
Größtes Projekt der aktuell im Bau befindlichen Projekte ist die Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule mit 28,5 Mio. Euro. Es folgt der Neubau der Oberstufe der Gemeinschaftsschule mit 10 Mio. Euro vor dem Neubau der Kindertagesstätte Allmannsdorf für 5 Mio. Euro. Der Neubau des Campingplatzes Litzelstetten ist mit einer halben Mio. Euro veranschlagt und die Neugestaltung der Konzil-Mole mit 150.000 Euro. Für den laufenden Bauunterhalt sind 4,5 Mio. Euro und im Klimabudget für CO2-Einsparmaßnahmen 1 Mio. Euro reserviert.

Geplante Projekte 2021

Auf knapp 20 Mio. Euro belaufen sich die Projekte, die für 2021 geplant sind. Dazu zählen der Erweiterungsbau an der Schänzle-Halle für 5,25 Mio. Euro und der Einbau der LED-Beleuchtung für eine halbe Mio. Euro, die Sanierung der Berchenschule (zweiter Bauabschnitt) für 2 Mio. Euro, der Neubau zur Erweiterung der Grundschule Wollmatingen für 4,75 Mio. Euro, das Grenzbachareal mit Kita und Café Mondial (Neuvermietung) für 600.000 Euro, der Anbau und die Sanierung des Bürgerhauses in Dettingen für 2,7 Mio. Euro, die Sanierung des Dachs der Wallgutschule für 1 Mio. Euro, der Fensteraustausch an der Grundschule Stephan für 750.000 Euro sowie die Neuverpachtung des Konzils aufgrund des Pächterwechsels, der Einbau des Aufzugs am Werkstattgebäude des Theaters für 100.000 Euro, der energetisch bedingte Austausch der Fenster an der Theodor-Heuss-Realschule sowie die Sanierung der Fassaden an der Schule am Buchenberg für jeweils über 1 Mio. Euro.
In Planung befindet sich der zweite Teil der Schulsanierungen für die Grundschule Haidelmoos sowie das Suso- und das Ellenrieder-Gymnasium, wofür rund 1,2 Mio. Euro angesetzt sind. Hinzu kommen die Machbarkeitsstudie für die geplante Suso-Sporthalle mit einem Investitionsvolumen von 15 Mio. Euro, die Erweiterung der Grundschule Allmannsdorf für 2,5 Mio. Euro, die Erweiterung Geschwister-Scholl-Schule für 6,5 Mio. Euro, die geplante Wartehalle am Bahnhofsplatz für eine halbe Mio. Euro sowie der erste Teil für den Neubau der Feuerwehrgerätehäuser in den Ortschaften für 7 Mio. Euro. 

Baustellen des Tiefbauamtes 2021

Insgesamt neun Schwerpunktprojekte stehen auf der Liste des Tiefbauamtes. Ganz oben stehen die Realisierung des Bahnhofplatzes, aber auch die Planungen für das Brückenquartier. Kleinere Maßnahmen sind die Erschließung des Baugebietes Paradies II sowie die Sanierung des Suso-Steigs.
Noch im Bau sind die Sanierung der Fürstenbergstraße, die Arbeiten an den Grünanlagen in der Gustav-SchwabStraße, der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle am Sternenplatz Ost sowie die Sanierung der Fahrradspindel am Bärengraben.
Die Arbeiten am Bahnhofsplatz und am LAGO-Knoten sollen nach der Genehmigung des Haushaltes gemeinsam ausgeschrieben werden. Der Baubeginn ist für den Herbst 2021 vorgesehen. Das Tiefbauamt kalkuliert mit rund zweieinhalb Jahren Bauzeit.
Für das geplante Brückenquartier müssen zunächst die Flächen erschlossen werden. Das erfordert zugleich die Koordination mit den benachbarten Baustellen. Als Baubeginn ist ebenfalls der Herbst 2021 vorgesehen. Die Arbeiten nehmen voraussichtlich zweieinhalb Jahre in Anspruch. Zunächst beginnt die Planung für die Schaffung von Reisebusflächen am Busbahnhof.
Die Arbeiten für die Anbindung an die Bundesstraße und den Busbahnhof sollen nach der Genehmigung des Haushaltes ausgeschrieben werden.
Für den Bebauungsplan Paradies II ist die Planung fertiggestellt. Die Ausschreibungsunterlagen sollen im Januar 2021 veröffentlicht werden. Die Vergabe und der Bau der Erschließungsmaßnahme sollen 2021 erfolgen.
Im Rahmen der Sanierung der Fürstenbergstraße kann, nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts in 2020, der zweite Abschnitt bis voraussichtlich Mai 2021 abgeschlossen und dem Verkehr übergeben werden. In der Gustav-Schwab-Straße konnten die Straßenarbeiten Ende 2020 abgeschlossen werden und damit vier Monate früher als geplant, sodass im kommenden Frühjahr die vorgesehenen Bäume gepflanzt und die Grünflächen angelegt werden können.
Am Bärengraben laufen die Betonsanierungsarbeiten für die Fahrradspindel. In der mehrmonatigen Bauzeit werden die defekten Betonelemente und die Entwässerung saniert, der Fahrbelag erneuert und neue Absturzsicherungen angebracht. Anschließend folgen die Arbeiten am Suso-Steig, an dem die stark beschädigten Betonpfeiler saniert werden. Als Bauzeit sind hier vier Monate angesetzt.
Für den neuen Stadtteil Hafner werden die Arbeiten für die Infrastruktur koordiniert. Dazu gehören Bodenuntersuchungen, die Entwässerungsplanung, die Wärmeversorgung sowie die Planung der Straßenquerschnitte und der Stromleitungstrasse.
In Zusammenarbeit mit den Entsorgungsbetrieben werden 2021 die bereits begonnenen Kanal- und Straßenbauarbeiten in die Königsbaustraße fortgeführt. Für die Arbeiten in der Ruppaner Straße und in der Hoheneggstraße beginnen die Planungen im ersten Halbjahr 2021, bevor ab Jahresmitte mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Klimaschutz 2021

Einen Ausblick darauf, was in puncto Klimaschutz für das Jahr 2021 geplant ist, gibt der städtische Klimaschutzbericht. Der dritte Bericht wird dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit in der Ratssitzung am 28. Januar vorgestellt. In der Ausgabe am 3. Februar wird er außerdem im Amtsblatt erscheinen. Alle Klimaschutzberichte sind online unter www.konstanz.de/stadtwandel abrufbar.