Ein neuer Freizeit-Treffpunkt am Webersteig

Uferabschnitt auf Höhe der Strandbar wird bis Ende Juni 2021umgestaltet

Ein Uferabschnitt des Webersteigs wird probeweise für ein Jahr zum Treffpunkt am Seerhein umgestaltet.

Besonders im Sommer zieht es viele Menschen nach draußen und ans Wasser. Insbesondere der Herosé-Park ist als städtischer Treffpunkt bei jungen Menschen beliebt. Als Alternative wird bis Juni 2021 probeweise ein etwa 90 Meter langer Uferabschnitt des Webersteigs auf Höhe der Seezeit-Strandbar für ein Jahr zu einem Aufenthaltsort am Wasser umgestaltet.
 
Mit der zeitweiligen Veränderung des Ufers an der Strandbar wird ein neuer attraktiver Treffpunkt in Kon-stanz entstehen. Das nördliche Ufer des Seerheins im Bereich zwischen Herosé-Park und Bodenseeforum wurde bereits vor Jahren freiraumplanerisch umgestaltet und hat sich zum beliebten Aufenthaltsort entwickelt. Das südliche Ufer des Seerheins im Bereich Weber- und Winterersteig hingegen wird bislang als Erschließungsstraße und vom Parkverkehr genutzt. Die längs zur Fahrtrichtung parkenden Fahrzeuge versperren den Blick auf den Seerhein und die gegenüberliegende Stadtsilhouette. Große Asphaltflächen und fehlende Möblierung luden deshalb kaum zum Flanieren und Verweilen ein.
 
Den Beschluss zur Umgestaltung fasste der Technische und Umweltausschuss am 15. April 2021. Bereits in der Vergangenheit war die Aufwertung dieses Freiraums mehrmals Gegenstand von Anträgen verschiedener Fraktionen und wurde auch im Zusammenhang mit dem geplanten Umbau der Strandbar durch das Studierendenwerk Seezeit mehrfach diskutiert.
 
Einfaches Konzept und geringe Kosten
Das Gestaltungskonzept des Amts für Stadtplanung und Umwelt sieht vor, die vorhandenen 16 Längsparkplätze an der Uferkante entfallen zu lassen. Stattdessen soll an dieser Stelle mit einfachen Mitteln und geringem finanziellen Aufwand Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden. Zur verkehrlichen Entlastung des neuen Ortes am Wasser wird die Durchfahrt für Kfz zwischen der Brauneggerstraße und der Paul-und-Gretel-Dietrich-Straße – anders als heute – nur noch in eine Richtung möglich sein. Für FahrradfahrerInnen bleibt die beidseitige Durchfahrt möglich. Die Gestaltungselemente sollen den temporären Charakter der Maßnahme unterstreichen. So werden vorhandene Stadtmöbel der Technischen Betriebe Konstanz (TBK) genutzt, um den Ort zu beleben. Die Sitzbänke und Abfallkörbe werden auf den bestehenden Belag geschraubt und können bei Bedarf später anderenorts wiederverwendet werden. Mit Pioniergehölzen und Gräsern bepflanzt, sollen auch die Pflanzkübel den „Pop-Up“-Charakter des Uferabschnitts am Seerhein betonen. Ergänzend wird ein temporäres Pflanzbeet, eingefasst aus Stammhölzern und bunter Blühstreifeneinsaat, Farbe auf die Fläche bringen und ein Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten bieten. Die Benutzung des bestehenden Gehwegs an der Uferkante wird weiterhin uneingeschränkt möglich sein und auch der Zugang zu den Bootsliegeplätzen wird nicht beeinträchtigt werden.
 
Die temporäre Maßnahme könnte damit das Potential für eine bereits im Handlungsprogramm Freiraum thematisierte langfristige Aufwertung des gesamten Weber- und Winterersteigs als Freiraum am Wasser verdeutlichen und wird bereits kurzfristig das gegenüberliegende Ufer am Herosé-Park vom sommerlichen Nutzungsdruck entlasten. Die Arbeiten werden von den TBK durchgeführt.