Dank Ökostromkunden: 440.000 Euro für nachhaltige Energieprojekte

Stadtwerke nehmen neue Photovoltaik-Anlagen in Betrieb

Die neue Solaranlage im Pfeiferhölzle (Foto: Stadtwerke Konstanz)

Im Jahr 2020 haben Ökostromkunden der Stadtwerke Konstanz einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz geleistet: dank ihrer Entscheidung für den Tarif „SeeEnergie ÖkostromPlus“ oder einen Sondervertrag mit Grüner Strom-Label wurden Investitionen von rund 440.000 Euro durch die Stadtwerke Konstanz in nachhaltige Energieprojekte angestoßen. „Im Tarif ÖkostromPlus fließt ein Cent pro verbrauchter Kilowattstunde direkt in Energieprojekte wie beispielsweise den Ausbau und die Integration von erneuerbaren Energien in der Region“, erklärt der Produktverantwortliche Gordon Appel von den Stadtwerken. „Zusammen mit den Einnahmen der Sondervertragskunden konnten 2020 Zuschüsse von fast 58.000 Euro vergeben werden, die weitere Investitionen angestoßen haben.“ So war es dank dieser Zuschüsse etwa möglich, Photovoltaik (PV)-Anlagen auf städtischen Liegenschaften wie der Humboldt Sporthalle und dem Kunstdepot zu errichten und in Elektroladesäulen zu investieren. Außerdem floss ein Teil der Gelder in Förderprogramme wie zum Beispiel die Kühlgeräte-Förderung für Haushalte mit niedrigem Einkommen in Kooperation mit dem Caritasverband Konstanz e.V. oder in das Elektrofahrrad-Förderprogramm.

Zweckbestimmte Fördermittel
Der Tarif ist vom Grüner Strom Label e.V. (GSL) zertifiziert. Der unabhängige Verein vergibt das Gütesiegel „Grüner Strom“ für Ökostrom mit Doppelnutzen: Neben dem Bezug von 100 Prozent Ökostrom aus physikalischer Lieferung garantiert das Label Investitionen in Energiewende-Projekte. Es ist in Deutschland das einzige Gütesiegel für Ökostrom, das von führenden Umwelt und Verbraucherverbänden getragen wird. Der Förderbeitrag der Kunden fließt in den sogenannten „GSL-Fördertopf“. Diese Fördermittel werden zweckbestimmt für konkrete Projekte verwendet. „Die Kundinnen und Kunden tun also gleich in zweierlei Hinsicht Gutes: Sie beziehen zu hundert Prozent sauberen Ökostrom und unterstützen direkt die Energiewende vor Ort“, freut sich Gordon Appel. „Wir wollen diesen Weg gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden auch in Zukunft weitergehen und Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, alternative Mobilität und Energieeffizienz voranbringen.“

Neue Photovoltaik-Anlagen
Im Dezember 2020 und Frühjahr 2021 haben die Stadtwerke insgesamt sechs neue PV-Anlagen ans Netz genommen, die zusammen circa 300 Megawattstunden (MWh) Strom liefern. Das entspricht dem mittleren Verbrauch von rund 100 Drei-Personen-Haushalten mit einem jährlichen Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden (KWh). Durch die neuen PV-Anlagen können gemäß Berechnungen des Umweltbundesamtes (2020) etwa 180 Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden werden. Fünf Anlagen davon wurden mit Mitteln aus der GSL-Förderung realisiert. Insgesamt wurden mit GSL-Fördermitteln in Höhe von rund 100.000 Euro für die fünf Anlagen Investitionen von rund 290.000 Euro ausgelöst. Die Gesamtinvestition bei allen sechs Anlagen beträgt circa 315.000 Euro.

Info GSL:
Der Grüner Strom Label e.V. ist Pionier der Zertifizierung von Ökostrom in Deutschland. Seit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998 hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, mit dem Gütesiegel für mehr Transparenz im Ökostrommarkt zu sorgen. Garantiert wird Ökostrom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Ein fester Betrag pro Kilowattstunde fließt in den Ausbau erneuerbarer Energien und innovative Energiewende-Projekte. Die Kriterien des Grüner Strom-Labels werden von einem unabhängigen Institut geprüft. Gegründet wurde das Grüner Strom-Label von führenden Umwelt-, Verbraucher- und Friedensorganisationen.

Info neue PV-Anlagen:
Die neuen PV-Anlagen befinden sich auf dem Kunstdepot, auf der Humboldt Sporthalle, im Kuhmoosweg, dem Pfeiferhölzle, der Jungerhalde sowie in der Schiffstraße. Vier Anlagen liefern den Strom direkt an die Eigentümer, bei einem Mehrfamilienhaus wird das Mieterstrommodell umgesetzt und ein Objekt wurde mit einer Volleinspeisung in das öffentliche Stromnetz realisiert.

(Erstellt am 25. Februar 2021)