Bürgerbefragung 2020

Der Trend geht zur Nachhaltigkeit

Konstanz: Blick vom Münster auf den See
Bild: MTK / Dagmar Schwelle

Nicht nur unser Energieverbrauch oder die Art, wie wir uns fortbewegen, beeinflussen unseren CO2-Fußabdruck. Mit 42 % entfällt der größte Teil der persönlichen Klimabilanz auf den Bereich Konsum (jährlicher Pro-Kopf-Durchschnitt in Deutschland laut Umweltbundesamt, Stand 06/2020). Je nach Produktionsbedingungen bedeutet der Kauf neuer Waren einen hohen Ressourcenverbrauch und Müll.

Beim Thema Konsum sind die Konstanzerinnen und Konstanzer bereits zunehmend klimafreundlich unterwegs, wie die Ergebnisse der Konstanzer Bürgerbefragung 2020 zeigen. Über 1.000 Personen nahmen an der Online-Befragung teil. Das Kaufverhalten der befragten Bürgerinnen und Bürger hat sich dahingehend geändert, dass bewusster und zurückhaltender konsumiert wird. Zudem haben die Teilnehmenden häufiger auf regionale Produkte zurückgegriffen bzw. bei regionalen Händlern eingekauft.

Es ist denkbar, dass Einschränkungen und Initiativen während der Corona-Pandemie zum veränderten Kaufverhalten beigetragen haben. So z. B. die Schließungen im Einzelhandel für Waren außerhalb des täglichen Bedarfs, das Gebot, Einkäufe vorausschauender zu planen, um die höhere Ansteckungsgefahr bei täglichen Einkäufen zu verringern, sowie die Initiative, regionale Geschäfte vor Ort zu unterstützen („support your local business“).

In der Umfrage sollten die Teilnehmenden auch bewerten, für wie wichtig sie verschiedene Themen in der Konstanzer Kommunalpolitik erachten. Mit 47 % zählen die städtischen Klimaschutzmaßnahmen zu den vier Themen, die am häufigsten als „sehr wichtig“ eingestuft wurden (weitere 36 % der Befragten befanden sie für „eher wichtig“). Auch viele weitere Themen wurden für wichtig befunden, die auf den Klimaschutz einzahlen, so z. B. der Ausbau von Fahrradwegenetz und -infrastruktur, der Ausbau des ÖPNV, die Schulbausanierung oder die Verringerung des Autoverkehrs in der Innenstadt.