Radbeauftragter

Herr
Gregor Gaffga
Amt für Stadtplanung und Umwelt
Telefon +49 7531 900-2994

Eichhornstraße (Foto: Stadt Konstanz)

Eichhornstraße

Die Radverkehrsführung entlang der Eichhornstraße in Richtung Strandbad Horn soll verbessert werden.

Die Eichhornstraße ist für den Bus-, Rad- und Kfz-Verkehr wichtig, da sie eine der wenigen Verbindungen von der Innenstadt und Petershausen zur Therme, dem Strandbad Horn und dem Bodenseestadion darstellt. Während in einigen Abschnitten bereits Verbesserungen umgesetzt wurden, bietet die Radverkehrsführung in anderen Abschnitten noch Verbesserungspotential. Hierzu laufen verschiedene Planungen:

Abschnitt 1: Mainaustraße bis Hebelstraße

Die Markierung von Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn wäre möglich, wenn die Pkw-Parkplätze entfallen. Weiterhin wird diskutiert, die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu beschränken. Im Rahmen der Lärmaktionsplanung wird untersucht, ob in diesem Abschnitt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen angeordnet werden kann. Nach Vorliegen der Ergebnisse der Lärmaktionsplanung wird zum weiteren Vorgehen in diesem Abschnitt der Eichhornstraße entschieden.

Abschnitt 2: Hebelstraße bis Klinik Rosenau

Die Fahrbahnmarkierungen in diesem Straßenabschnitt waren erneuerungsbedürftig. Die Erneuerung der Fahrbahnmarkierungen wurde dazu genutzt, deutlich breitere Fahrradschutzstreifen zu markieren. Im Herbst 2020 wurden die Schutzstreifen mit an Einmündungen rot eingefärbten Furten markiert. Im Rahmen der Lärmaktionsplanung wird geprüft, ob auch in diesem Abschnitt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen angeordnet werden kann.

  
Abschnitt 3: Klinik Rosenau bis Waldhaus Jakob

© Stadt Konstanz 

Derzeit werden Radfahrende auf einen Weg im Wald geführt, welcher für das sommerliche Radverkehrsaufkommen mit vielen Kinderanhängern zu schmal ist. Zudem ist er unbeleuchtet und Winterdienst ist nicht möglich. Auf einem Abschnitt der Eichhornstraße besteht ein Radfahrverbot.
Nach Abwägung verschiedener Varianten beabsichtigt die Verwaltung, das Radfahren in diesem Abschnitt künftig auch auf der Fahrbahn zu ermöglichen. Zu diesem Zweck sollen ab der Einmündung Hermann-Hesse-Weg ein breiter Radfahrstreifen stadtauswärts sowie ein Schutzstreifen stadteinwärts markiert werden. Der nötige Platz auf der Fahrbahn wird gewonnen, indem der entsprechende Straßenabschnitt für Kfz als Einbahnstraße Richtung Mainaustraße ausgewiesen wird. Es handelt sich um eine zunächst einjährige Testphase. 

Präsentation der Online-Informationsveranstaltung am 15.03.2021

Die Planungen im Detail

Auf einem Teil der östlichen Eichhornstraße ist das Radfahren aus Gründen der Verkehrssicherheit verboten: Die Fahrbahn ist sehr schmal und die Strecke kurvenreich. Insbesondere bei Überholvorgängen wären Radfahrende gefährdet. Parallel zur Straße existiert ein Waldweg, der für den intensiven Radverkehr im Sommer (u.a. zahlreiche Kinderanhänger) stellenweise zu schmal ist. Außerdem weicht die wassergebundene Decke bei Nässe auf und ist nicht mehr komfortabel zu befahren. Zusätzliches Konfliktpotential besteht, wo die Fahrbahn gequert werden muss, um auf den Waldweg zu kommen.
 
In den vergangenen Jahren wurden zur Verbesserung der Situation für Radfahrende verschiedene Varianten diskutiert, von denen die aus Sicht der Verwaltung beste Variante jetzt als einjährige Testphase umgesetzt werden soll.
  

zwischen Hermann-Hesse-Weg und Waldhaus Jakob.
Geplante Querschnittsaufteilung in der östlichen Eichhornstraße

Da die Verbreiterung und Asphaltierung des straßenparallelen Weges im Wald aus Naturschutzgründen schwierig umsetzbar und mit hohen Kosten verbunden wäre, soll das Radfahren auf ganzer Länge der Eichhornstraße auf der Fahrbahn ermöglicht werden. Zwischen Hermann-Hesse-Weg und Waldhaus Jakob, wo heute ein Radfahrverbot besteht, soll in Fahrtrichtung stadtauswärts ein großzügiger Radfahrstreifen zum Schutz der Radfahrenden markiert werden. Stadteinwärts soll ein Schutzstreifen das Radfahren erleichtern. Möglich wird dies durch die Einrichtung einer Einbahnstraße für den Kfz-Verkehr, der künftig im betreffenden Abschnitt nur noch stadteinwärts fahren kann. Die Einbahnstraßenregelung soll in der Jakobstraße am Rand des Lorettowaldes (Abzweig der Straße „Seehalde“) beginnen und bis zur Einmündung des Hermann-Hesse-Weges in die Eichhornstraße reichen. Zum Schutz der RadfahrerInnen ist in diesem Abschnitt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h geplant. Der Radweg im Wald darf von RadfahrerInnen weiter benutzt werden.
  
 

künftige Erreichbarkeit Therme und Strandbad Horn

Die Erreichbarkeit der Kliniken Schmieder, der Firma Christiani, der Therme sowie des Alpsteinweges, Hermann-Hesse-Weges und der Straße „Zur Torkel“ bleibt durch die Regelung unverändert. Ebenso unverändert bleibt die Führung der Buslinie 5. Veränderungen gibt es bei der Erreichbarkeit des Strandbades Horn und des Bodenseestadions: Eine Zufahrt wird künftig von der Mainaustraße nicht mehr über die Eichhornstraße, sondern nur noch über die Hermann-von-Vicari-Straße und Jakobstraße möglich sein. Die Rückfahrt wird nur über die Eichhornstraße zur Mainaustraße möglich sein, nicht mehr nach Norden über die Jakobstraße. Die Wegweisung zur Therme und zum Strandbad Horn wird entsprechend angepasst.
Die Maßnahme soll im Sommer 2021 zunächst als einjährige Testphase umgesetzt werden. Nach Auswertung der Auswirkungen wird über den Fortbestand der veränderten Erschließung entschieden.
  
Die Verwaltung informiert am 15.03.2021 online in einer Informations-Veranstaltung über die Planungen und beantwortet Fragen von BürgerInnen. Im Rahmen der Präsentation wird auch auf die heute vorhandenen und künftig zu erwartenden Verkehrsstärken eingegangen.

Testphase Einbahnregelung östliche Eichhornstraße

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) - nach Themen sortiert

Fußverkehr

Wie wird die Sicherheit der Fußgänger in der umgestalteten Eichhornstraße gewährleistet? Dort gibt es Verbesserungsbedarf, vor allem was Querungshilfen angeht.
Für die Eichhornstraße sowie für die von der Maßnahme betroffenen Straßen werden unter Berücksichtigung der neuen Verkehrssituation Verbesserungsvorschläge entwickelt.
In der Hermann-von-Vicari-Straße existieren auf beiden Straßenseiten Gehwege.
Derzeit wird das Handlungsprogramm Fußverkehr erarbeitet, das ggf. Verbesserungsbedarf aufzeigen wird. 

Wie profitieren Menschen zu Fuß von der neuen Verkehrsregelung?
In Höhe Büscheläcker bzw. der Villa Schmieder wird die Querungsstelle in den Wald klarer markiert. Hiervon profitieren auch Menschen zu Fuß. Durch die neuen Radverkehrsführung auf der Fahrbahn der östlichen Eichhornstraße werden deutlich weniger Radfahrende auf dem Weg im Wald unterwegs sein, sodass sich hier die Konflikte Fuß- / Radverkehr reduzieren. In der Jakobstraße, wo es keine separaten Gehwege hat, wird künftig Autoverkehr hauptsächlich in einer Fahrtrichtung unterwegs sein. Dadurch haben Menschen zu Fuß am Fahrbahnrand mehr Platz.

Unfälle

Wie ist das heutige Unfallgeschehen?
Im entsprechenden Abschnitt der Eichhornstraße hat die Polizei in den vergangenen drei Jahren einzelne Unfälle mit Fahrradbeteiligung aufgenommen, allerdings ist in den meisten Fällen keine Ursache in der Infrastruktur auszumachen. Lediglich an einer Stelle des Weges im Wald zeigt sich eine Häufung von drei Fahrradunfällen in drei Jahren. An einer abschüssigen Stelle stürzten drei Radfahrer*innen in einer Kurve auf der wassergebundenen Wegedecke. Anlass der Planung ist allerdings nicht das Unfallgeschehen, sondern die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für Rad- und Fußverkehr.

Klimaschutz

Die Einbahnstraßenregelung führt zu einer Verlängerung der Fahrstrecke um maximal 1,1 km. Erhöht das nicht den CO2-Ausstoß und widerspricht den Zielen des Klimaschutzes?
Die geplante Verkehrsführung soll insbesondere die Radverkehrssituation und Sicherheit in der Eichhornstraße zwischen der Rosenau und dem Waldhaus Jakob verbessern. Es wird erwartet, dass dadurch der Anteil am Radverkehr steigt und der MIV-Anteil sinkt, was zur Senkung des CO2-Ausstoßes und so zum Erreichen der Ziele des Klimanotstandes beitragen soll. Die Länge von Umwegen hängt entscheidend davon ab, von wo im Stadtgebiet jemand mit dem Kfz zum Hörnle fährt und kann je nach Startpunkt auch kürzer als 1,1 km sein.

Temporäre Lösung

Warum wird die Lösung nicht auf die Sommertage beschränkt, wenn der Radverkehr zum Strandbad besonders stark ist? 
Die Stecke wird im gesamten Jahr von Radfahrenden, u.a. auch von PendlerInnen genutzt. Radfahrende wollen nicht nur an besonders heißen Tagen mit besonders viel Verkehr in Richtung Hörnle sicher unterwegs sein, sondern das ganze Jahr über.
Zudem führt der Bodenseeradweg durch die Jakob- und die Eichhornstraße. Es ist also mindestens im Sommerhalbjahr durchgehend mit RadtouristInnen zu rechnen.

Warum wird die Regelung nicht zeitlich begrenzt?
s.o.
Vorgesehen ist zunächst eine Testphase ab dem Sommer 2021. Im Anschluss daran wird entschieden, ob die Regelung dauerhaft bestehen bleibt oder angepasst werden muss.

Anhand welcher Kriterien wird über Erfolg oder Misserfolg des Tests entschieden?
Ein Misserfolg liegt vor, wenn die Leistungsfähigkeit des Straßensystems an irgendeiner Stelle im Verkehrssystem aufgrund der Maßnahme nicht mehr oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand gewährleistet werden kann.

Lärm

Die H.v.Vicari Straße ist Tempo 30 Zone und schon jetzt stark belastet. Es müsste durch die Maßnahme noch mehr Verkehr sein. Die Lärmbelästigung steigt. Was macht man damit?
Eine Steigerung der Lärmbelästigung gegenüber dem Bestand wird erst bei einer Zunahme von 3 dB(A) wahrnehmbar. Das wäre bei Verdoppelung der Verkehrsstärke der Fall, was hier aber nicht geschehen wird (+11% an Werktagen). Die Hermann-von-Vicari-Straße muss zwar zusätzlichen Verkehr in Richtung Hörnle aufnehmen, wird aber vom Verkehr in Gegenrichtung entlastet. Die Jakobstraße wird an Werktagen um ein Drittel des bisherigen Verkehrs entlastet.

Umwege

Wie lang sind die Umwege mit dem Kfz und wieviel Zeitaufwand muss man einplanen?

Aktuell:
·         Sternenplatz – Hörnle: 2,6 km, 5 Min.
·         Zähringerplatz – Hörnle: 2,6 km, 6 Min.
·         Hörnle – Maria-Hilf: 2,1 km, 5 Min.
Künftig:
·         Sternenplatz – Hörnle: 3,7 km, 9 Min.
·         Zähringerplatz – Hörnle: 3,3 km, 9 min
·         Hörnle – Maria Hilf: 3 km, 6 Min.

Ruhender Verkehr

Sind Anpassungen an der Parkplatzkennzeichnung bzw. Anzahl der Parkplätze in der Hermann-von-Vicari-Straße vorgesehen?
Änderungen in der H.-v.-Vicari-Straße sind nach heutiger Einschätzung nicht erforderlich. Die Situation wird beobachtet.

Soll das Parken außerhalb der gekennzeichneten Flächen in der HvV-Straße untersagt werden?
Die Regelung zum Parken wird vor Einrichtung der neuen Verkehrsregelung in der Eichhornstraße nochmal überprüft. 

Ist die Hermann-von-Vicari-Straße zu schmal für mehr Verkehr?
Die Fahrbahn ist mit 5,70 Fahrbahnbreite neben 1,80 m Parkstreifen ausreichend breit. Auch bei größeren Verkehrsstärken an warmen Sommer-Wochenenden ist die Fahrbahnbreite ausreichend. 

Behindern die Parkplätze in der Hermann-von-Vicari-Straße nicht die Sicht und stellen eine Gefahr für Radverkehr dar?
Nein, sie sind so verteilt, dass die Sichtbeziehungen nicht verhindert sind. Dennoch wird die Anordnung der Parkplätze vor Umsetzung der Maßnahme nochmal überprüft. Die polizeiliche Unfallstatistik weist keine Fahrrad-Unfälle in der Hermann-von-Vicari-Straße aus, die auf parkende Autos zurückzuführen wären. 

Wieviel Stellplätze hat der Parkplatz Hörnle? Wo kann man im Umfeld parken und wie viel kostet es?
Parkplatz Horn: 250 PKW, 42 Motorräder
Jakobstraße: ca. 112 Parkplätze
H.-Hesse-Weg/ Zur Torkel: ca. 89 Parkplätze
Parkhaus Therme: 193 PKW, 58 Motorräder
Eselswiese: ca. 164 Stellplätze (Bedarfsparkplatz)

Alle Stellplätze bisher ohne Höchstparkdauer

Parkgebühren derzeit:
Parkplatz Horn 1€/h max. 6 €;
im Straßenraum 0,5 €/ 30 min;
im PH Therme: 1€ für 1,5 h, danach 05€/h; max. 6 €

Lieferverkehr

Wie soll die Regelung für den Lieferverkehr aussehen?
Die Regelungen gelten für alle VerkehrsteilnehmerInnen. Alle Betriebe sind nach wie vor für den Lieferverkehr erreichbar. 

Blaulichtfahrzeuge

Wie sieht die Route der Rettungsfahrzeuge aus?
Im Einsatzfall können Rettungskräfte auch an der Therme vorbei zum Strandbad Horn und dem Bodenseestadion fahren. Die Verkehrsführung ist mit den Rettungsdiensten abgestimmt. 

Öffentliche Verkehrsangebote

Kann nicht der Verkehr zum Hörnle durch einen dicht getakteten Shuttlebus entlastet werden?
Der Linienbus zum Hörnle verkehrt alle 20 Minuten. Die Einrichtung eines Shuttlebusses z.B. vom Bodenseeforum würde die Problematik für den Radverkehr nicht beseitigen.

Ist zusätzlich zu dieser Maßnahme eine Verdichtung der Bus-Taktung geplant?
Bisher nicht. Die Linie 5 fährt im 20-Minuten-Takt, dies war bisher ausreichend. Sollte die Nachfrage höher sein, können die Stadtwerke kurzfristig reagieren.

Lenkung des Kfz-Verkehrs

Was wird getan, um den Kfz-Verkehr in Richtung Hörnle zu lenken und ein Verkehrschaos zu verhindern?
-  Zeitgleich mit der Umsetzung der Maßnahme wird die Wegweisung zum Strandbad angepasst. Bereits an der Mainaustraße wird über die neue Verkehrsführung informiert. 
-  Es wird derzeit geprüft, ob an Spitzentagen im Sommer der Einsatz von Verkehrskadetten analog zum Einsatz an Einkaufstagen in der Altstadt sinnvoll ist. 
-  Langfristig ist ein Parkleitsystem zum gesamten Gebiet am Horn sinnvoll. 

Radverkehr

Wird der Radverkehr in der Hermann-von-Vicari-Straße durch den zunehmenden Kfz-Verkehr nicht gefährdet?
Einerseits nimmt der Kfz-Verkehr in einer Richtung zu, andererseits nimmt er in der Gegenrichtung ab. Es ist davon auszugehen, dass das Radfahren auch künftig gut und sicher möglich sein wird.

Die Jakobstraße hat keine Geh- und Radwege. Werden Menschen zu Fuß und mit dem Rad durch den zunehmenden Kfz-Verkehr nicht gefährdet?
Im Abschnitt südlich der Seehalde wird es für den Radverkehr künftig einen Radfahrstreifen bzw. einen Schutzstreifen geben. Zudem wird die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Das verbessert Sicherheit und Fahrkomfort deutlich. 
Im Abschnitt nördlich der Seehalde wird künftig Autoverkehr hauptsächlich in einer Fahrtrichtung unterwegs sein. Dadurch entfallen viele Begegnungen von Kfz. Das Radfahren und zu Fuß Gehen auf der Fahrbahn wird komfortabler, weil Kfz sich vermutlich mehr in Richtung Fahrbahnmitte orientieren. 

Wie ist der Stand der Radverkehrs-Entwicklungsachse zwischen Fährhafen und Sternenplatz? Was wird aus ihr, wenn es mehr Verkehr in der Hermann-von-Vicari-Straße gibt? 
Die Planung ruht derzeit. Die Maßnahme bzw. der zusätzliche Kfz-Verkehr beeinträchtigt die Entwicklungsachse nicht wesentlich. Ob begleitende Verbesserungen in der Hermann-von-Vicari-Straße möglich sind, wird vor Umsetzung der Maßnahme geprüft. 

Welche begleitenden Maßnahmen für die Hermann-von-Vicari-Straße wurden geprüft?
Was wird davon umgesetzt?
Was kann bei Problemen kurzfristig umgesetzt werden? 
Begleitende Maßnahmen in der mit ca. 1.900 Kfz/d belasteten H.-v-Vicari-Straße sind nach bisherigem Erkenntnisstand nicht erforderlich, da die Leistungsfähigkeit des Straßenquerschnitts bei der zu erwartenden Steigerung von 200 Kfz ausreichend ist.

Wie wird die Entwicklung beobachtet? Finden Geschwindigkeitsmessungen oder Verkehrszählungen statt?
Geschwindigkeitsmessung und Verkehrszählungen sind beabsichtigt.

Warum werden die Radstreifen nicht auch zwischen Rosenau und Hermann-Hesse-Weg markiert? Ist das Radfahren hier nicht auch gefährlich?
In dem Abschnitt ist das Einrichten einer Einbahnstraße nicht möglich, ohne die Zufahrt zur Therme und den Busverkehr erheblich zu beeinträchtigen. Der Straßenabschnitt ist zu schmal, um eine Radverkehrsführung zu markieren. In dem Abschnitt gilt Tempo 30, sodass Radfahren gefahrlos möglich ist. Ggf. kann nach wie vor den Weg im Wald genutzt werden. 

Leistungsfähigkeit Kreuzungen

Der durch die Einbahnregelung verstärkte Rechtsabbieger Mainau-/ HvV-Straße muss die entlang der Mainaustraße die HvV-Straße querenden Fußgänger und Radfahrer berücksichtigen. Ist es hier mit entsprechendem Rückstau auf der Mainaustraße zu rechnen? Wird der Busverkehr beeinträchtigt?
Die Umsetzung der Einbahnstraßenregelung ist als Testphase geplant. In dieser Phase wird keine Ampelschaltung geändert. Falls an schönen Sommertagen Staus entstehen, wird  zunächst beobachtet, wie oft das vorkommt. Eine Überprüfung bzw. Veränderung der Schaltungen der Lichtsignalanlagen ist darüber hinaus im Rahmen der Fußverkehrskonzeption sowie der Beschleunigung des Busverkehrs vorgesehen. Hierbei geht es nicht um eine Reduzierung der Wartezeiten des Kfz-Verkehrs, sondern um Verbesserungen für die nachhaltigen Verkehrsmittel.

Führt der dann ausschließlich über die Eichhornstraße abfließende Verkehr zu enormer Rückstausituation in der Eichhornstraße?
Es wird nicht erwartet, dass sich der Rückstau gegenüber der heutigen Situation wesentlich erhöht. Die Situation wird beobachtet, ggf. wird eine Anpassung der Ampelschaltung veranlasst. 

Wie wird die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts Mainaustraße / Hermann-von-Vicari-Straße / Sonnenbühlstraße für die aus der HvV-Straße kommenden Fahrzeuge verbessert?
Es ist davon auszugehen, dass die Verkehrsstärke aus dieser Richtung abnimmt. Daher ist keine Verbesserung der Leistungsfähigkeit notwendig. 

Wie hoch ist die Verkehrskapazität des Kreisverkehres H.v.Vicari-/Jakobstraße? Kommt es zu stauendem Verkehr und Gefährdung der Radfahrer mit dem zunehmenden Touristenverkehr?
Die Leistungsfähigkeit von Kreisverkehren liegt bei ca. 900 Kfz/Stunde. Eine solche Verkehrsstärke wird hier nicht erreicht.


Alternativen

Warum kommt keine Fahrradstraße oder Tempo 30 Zone in Betracht?
Ursächlich für das heute im östlichen Teil der Einbahnstraße bestehende Radfahrverbot auf der Fahrbahn ist der schmale Straßenquerschnitt (ca. 6 m) in Verbindung mit der Kurvigkeit der Straße (schlechte Sichtverhältnisse). Insbesondere bei Überholvorgängen würden Radfahrende gefährdet.
Die rechtlichen Voraussetzungen zur Einrichtung einer Tempo 30-Zone liegen nicht vor. Aber auch in einer Tempo 30-Zone oder Fahrradstraße wären Radfahrende im Mischverkehr mit Kfz unterwegs. Die vorhandenen Defizite würden nicht abgebaut. Die vorgesehene Einrichtung eines Radfahrstreifens stadtauswärts reduziert die Unfallgefahr deutlich.

Warum wurde die Einbahnstraßenregelung nicht anders herum geplant?
Die Richtung der Buslinie bzw. die bauliche Lage der Haltestellen gibt die Richtung vor.

Warum werden nicht die Fontainebleau-Allee und der Radweg im Wald ertüchtigt?
Fontainebleau-Allee:
-  Eine Belagssanierung würde sehr hohe Kosten verursachen. 
-  Die Strecke weist gegenüber der Route über die Eichhornstraße mehr Steigungen auf und würde von Radfahrenden auch bei einem besseren Belag nicht deutlich mehr genutzt als bisher. 
-  Die Fontainebleau-Alle erschließt andere Ziele als die Eichhornstraße 
Weg im Wald parallel zur Eichhornstraße:
-  Naturschutz: Weitere Versiegelung von Flächen ist kritisch einzustufen. Um eine angemessene Wegbreite zu erreichen, müssten vereinzelt Bäume gefällt werden. 
-  Querungen: Eine Ertüchtigung des Weges löst nicht das Problem, dass auf dem Weg zum Wald zweimal die Straße gequert werden muss. 
-  Konflikte mit zu Fuß Gehenden Menschen würden nur wenig reduziert. 

Termin

Wann wird diese Maßnahme umgesetzt?
Die Maßnahme soll bis zum Sommer 2021 umgesetzt werden.

Daten

Darf ich als Bürger im Sinne der Bürgerinformation Einblick in die Verkehrszahlen erhalten?
Selbstverständlich. Alle ab dem Jahr 2020 erhobenen Zahlen zum Radverkehr werden im Open Data Portal der Stadt Konstanz veröffentlicht. 
Die Präsentation von der Bürger-Informationsveranstaltung wird auf dieser Seite zum Download zur Verfügung gestellt. Darin sind auch Zahlen für den Kfz-Verkehr enthalten. 

Beteiligung / Online-Infoveranstaltung am 15.03.2021

Wird die Entscheidung ohne Rücksprache mit den AnwohnerInnen getroffen?
Nein, dazu gab es die Informationsveranstaltung am 15.03.2020. Fragen, Anregungen und Meinungen der AnwohnerInnen werden gehört.

Wird die Präsentation veröffentlicht?
Ja. Sie kann heruter geladen werden: