Radbeauftragter

Herr
Gregor Gaffga
Amt für Stadtplanung und Umwelt
Telefon +49 7531 900-2994

Eichhornstraße (Foto: Stadt Konstanz)

Eichhornstraße

Die Radverkehrsführung entlang der Eichhornstraße in Richtung Strandbad Horn soll verbessert werden.

Die Eichhornstraße ist für den Bus-, Rad- und Kfz-Verkehr wichtig, da sie eine der wenigen Verbindungen von der Innenstadt und Petershausen zur Therme, dem Strandbad Horn und dem Bodenseestadion darstellt. Während in einigen Abschnitten bereits Verbesserungen umgesetzt wurden, bietet die Radverkehrsführung in anderen Abschnitten noch Verbesserungspotential. Hierzu laufen verschiedene Planungen:

Abschnitt 1: Mainaustraße bis Hebelstraße

Die Markierung von Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn wäre möglich, wenn die Pkw-Parkplätze entfallen. Weiterhin wird diskutiert, die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu beschränken. Im Rahmen der Lärmaktionsplanung wird untersucht, ob in diesem Abschnitt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen angeordnet werden kann. Nach Vorliegen der Ergebnisse der Lärmaktionsplanung wird zum weiteren Vorgehen in diesem Abschnitt der Eichhornstraße entschieden.

Abschnitt 2: Hebelstraße bis Klinik Rosenau

Die Fahrbahnmarkierungen in diesem Straßenabschnitt waren erneuerungsbedürftig. Die Erneuerung der Fahrbahnmarkierungen wurde dazu genutzt, deutlich breitere Fahrradschutzstreifen zu markieren. Im Herbst 2020 wurden die Schutzstreifen mit an Einmündungen rot eingefärbten Furten markiert. Im Rahmen der Lärmaktionsplanung wird geprüft, ob auch in diesem Abschnitt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen angeordnet werden kann.

  
Abschnitt 3: Klinik Rosenau bis Waldhaus Jakob

© Stadt Konstanz 

Derzeit werden Radfahrende auf einen Weg im Wald geführt, welcher für das sommerliche Radverkehrsaufkommen mit vielen Kinderanhängern zu schmal ist. Zudem ist er unbeleuchtet und Winterdienst ist nicht möglich. Auf einem Abschnitt der Eichhornstraße besteht ein Radfahrverbot.
Nach Abwägung verschiedener Varianten beabsichtigt die Verwaltung, das Radfahren in diesem Abschnitt künftig auch auf der Fahrbahn zu ermöglichen. Zu diesem Zweck sollen ab der Einmündung Hermann-Hesse-Weg ein breiter Radfahrstreifen stadtauswärts sowie ein Schutzstreifen stadteinwärts markiert werden. Der nötige Platz auf der Fahrbahn wird gewonnen, indem der entsprechende Straßenabschnitt für Kfz als Einbahnstraße Richtung Mainaustraße ausgewiesen wird. Es handelt sich um eine zunächst einjährige Testphase. 

  
  
Die Verwaltung lädt zur Online-Informationsveranstaltung am 15.03.2021 ein:

Zur Veranstaltungseinladung
  
 

Die Planungen im Detail

Auf einem Teil der östlichen Eichhornstraße ist das Radfahren aus Gründen der Verkehrssicherheit verboten: Die Fahrbahn ist sehr schmal und die Strecke kurvenreich. Insbesondere bei Überholvorgängen wären Radfahrende gefährdet. Parallel zur Straße existiert ein Waldweg, der für den intensiven Radverkehr im Sommer (u.a. zahlreiche Kinderanhänger) stellenweise zu schmal ist. Außerdem weicht die wassergebundene Decke bei Nässe auf und ist nicht mehr komfortabel zu befahren. Zusätzliches Konfliktpotential besteht, wo die Fahrbahn gequert werden muss, um auf den Waldweg zu kommen.
 
In den vergangenen Jahren wurden zur Verbesserung der Situation für Radfahrende verschiedene Varianten diskutiert, von denen die aus Sicht der Verwaltung beste Variante jetzt als einjährige Testphase umgesetzt werden soll.
  

zwischen Hermann-Hesse-Weg und Waldhaus Jakob.
Geplante Querschnittsaufteilung in der östlichen Eichhornstraße

Da die Verbreiterung und Asphaltierung des straßenparallelen Weges im Wald aus Naturschutzgründen schwierig umsetzbar und mit hohen Kosten verbunden wäre, soll das Radfahren auf ganzer Länge der Eichhornstraße auf der Fahrbahn ermöglicht werden. Zwischen Hermann-Hesse-Weg und Waldhaus Jakob, wo heute ein Radfahrverbot besteht, soll in Fahrtrichtung stadtauswärts ein großzügiger Radfahrstreifen zum Schutz der Radfahrenden markiert werden. Stadteinwärts soll ein Schutzstreifen das Radfahren erleichtern. Möglich wird dies durch die Einrichtung einer Einbahnstraße für den Kfz-Verkehr, der künftig im betreffenden Abschnitt nur noch stadteinwärts fahren kann. Die Einbahnstraßenregelung soll in der Jakobstraße am Rand des Lorettowaldes (Abzweig der Straße „Seehalde“) beginnen und bis zur Einmündung des Hermann-Hesse-Weges in die Eichhornstraße reichen. Zum Schutz der RadfahrerInnen ist in diesem Abschnitt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h geplant. Der Radweg im Wald darf von RadfahrerInnen weiter benutzt werden.
  
 

künftige Erreichbarkeit Therme und Strandbad Horn

Die Erreichbarkeit der Kliniken Schmieder, der Firma Christiani, der Therme sowie des Alpsteinweges, Hermann-Hesse-Weges und der Straße „Zur Torkel“ bleibt durch die Regelung unverändert. Ebenso unverändert bleibt die Führung der Buslinie 5. Veränderungen gibt es bei der Erreichbarkeit des Strandbades Horn und des Bodenseestadions: Eine Zufahrt wird künftig von der Mainaustraße nicht mehr über die Eichhornstraße, sondern nur noch über die Hermann-von-Vicari-Straße und Jakobstraße möglich sein. Die Rückfahrt wird nur über die Eichhornstraße zur Mainaustraße möglich sein, nicht mehr nach Norden über die Jakobstraße. Die Wegweisung zur Therme und zum Strandbad Horn wird entsprechend angepasst.
Die Maßnahme soll im Sommer 2021 zunächst als einjährige Testphase umgesetzt werden. Nach Auswertung der Auswirkungen wird über den Fortbestand der veränderten Erschließung entschieden.
  
Die Verwaltung informiert am 15.03.2021 online in einer Informations-Veranstaltung über die Planungen und beantwortet Fragen von BürgerInnen. Im Rahmen der Präsentation wird auch auf die heute vorhandenen und künftig zu erwartenden Verkehrsstärken eingegangen.