OB-Wahl 2020

Wahlprüfsteine des Beauftragten für Menschen mit Behinderung und des Beirats für Menschen mit Behinderungen der Stadt Konstanz

Die Fragen und die jeweiligen Antworten der Bewerber sollen beeinträchtigten Menschen in Konstanz eine Entscheidungshilfe für ihre Wahl zum Stadtoberhaupt geben.

Etwa 10 % der Erwachsenen in Deutschland können nicht oder nur eingeschränkt lesen. Damit möglichst viele Menschen die Fragen und Antworten verstehen, sind die Fragen in Einfacher Sprache geschrieben. Die Kandidaten wurden gebeten, ihre Antworten ebenfalls in Einfacher Sprache wiederzugeben.

So haben die Kandidaten geantwortet:

Uli Burchardt

Inklusion

Es gibt den Satz: Menschen sind nicht behindert. Menschen werden behindert.
Wir sagen: Menschen dürfen nicht von ihrer Umgebung behindert werden.
Der Stadtrat von Konstanz unterstützt das Recht auf Inklusion und möchte einiges tun.    
Wir fragen Sie: (1) Welche dieser Maßnahmen werden Sie unterstützen?

Antwort

Ihr Menschen mit Behinderung müsst uns sagen, was Euch behindert.
Ihr müsst uns sagen, was ihr braucht und was wirklich wichtig ist. Immer wieder.
Wir müssen von Euch lernen. Wir sind auf eure Hilfe angewiesen!
Gesellschaften erkennt man daran, wie sie mit den Schwächeren umgehen.
Ich möchte, dass Konstanz eine tolle Stadt für Menschen mit Behinderung ist!
Deshalb ist Deine Arbeit so wichtig, lieber „Beauftragter für Menschen mit Behinderung“!

Menschen mit Behinderung werden von anderen Menschen nicht immer gut behandelt. Manchmal werden sie übersehen oder sie werden ausgeschlossen.                                                                      
Wir fragen Sie: (2) Was können wir in Konstanz tun, damit Menschen nicht schlechter behandelt werden, nur weil sie in manchen Dingen anders sind?

Antwort

Menschen sind unterschiedlich, und das ist gut so.
Unterschiedliche Menschen sind aber niemals unterschiedlich viel wert.
Ich möchte, dass Konstanz eine Stadt ist, in der alle Menschen gleich wichtig sind.
Ich möchte, dass in Konstanz alle Menschen gleiche Rechte haben.
Ich möchte, dass in Konstanz alle Menschen gleich behandelt werden.
Und ich weiß, dass das heute nicht immer so ist. Aber es wird besser.
Dazu müssen wir alle noch viel mehr lernen. Helft uns dabei!

Arbeit

Für Menschen mit Behinderung ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.
Wir fragen Sie: (3) Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Ausbildungsplätze finden? Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Arbeitsplätze finden?

Antwort

Ich möchte, dass Menschen mit Behinderung ganz normal am Arbeitsleben teilhaben.
Ich werde dafür immer werben. Ich möchte, dass wir als Arbeitgeber Behinderte gleich behandeln.
Ich hoffe, wir tun das heute schon längst. Sicher bin ich mir aber nicht.
Sagt es mir. Ich möchte, dass die Stadt, dass die Stadtwerke, dass unsere Betriebe Vorbild sind!

Wohnen

Familien und Menschen, die alleine leben, ältere und jüngere Menschen, Menschen mit und ohne Behinderung leben in einem Haus. Manche haben eine barrierefreie Wohnung. Manche haben Unterstützung in Alltag. Das ist inklusives Wohnen. Es gibt viele Vorschriften, die man für inklusives Wohnen beachten muss.Wir fragen Sie: (4) Wie werden Sie inklusives Wohnen unterstützen?

Antwort

Ich habe Lust, dass wir gemeinsam ein Projekt machen.
Wir wollen in der Zukunft ja immer mehr gemeinschaftlich bauen, zum Beispiel mit Baugruppen.
Warum nicht ein (oder mehr) Projekte gemeinschaftlich bauen mit Menschen mit Behinderung?
Ich fände das klasse. Meine Tür ist offen, kommt auf mich zu! Ich komme Euch gerne entgegen.

Freizeit

In Konstanz gibt es viele Freizeitangebote: Theater, Konzerte, Museen, Ausstellungen. Nicht alle sind barrierefrei: Manchmal gibt es keine Aufzüge oder barrierefreien Toiletten. Manchmal ist die Schrift zu klein. Manchmal passt die Sprache nicht: Sie ist zu schwierig oder es gibt keine Gebärdensprache. Manchmal können Hörgeräte nicht benutzt werden.
Wir fragen Sie: (5) Haben Sie schon einmal eine barrierefreie Veranstaltung besucht? Wie können Veranstalter*innen unterstützt werden, eine Veranstaltung barrierefrei zu machen?

Antwort

Ja, ich habe schon einige barrierefreie Veranstaltungen besucht.
Und jedes Mal habe ich etwas Neues gelernt.
Wie wäre es, wenn wir gemeinsam einen einfachen Leitfaden für Veranstalterinnen und Veranstalter herausgeben, wie man eine Veranstaltung barrierefrei macht? Ich bin dabei!

Familien

Manche Familien haben wenig Geld. Manche Eltern können ihre Kinder nicht gut unterstützen.                                                                                                                                                   
Wir fragen Sie: (5) Was werden Sie tun, damit Kinder und Jugendliche mit Behinderung aus diesen Familien gut unterstützt werden?

Antwort

Die Fachleute müssen mir das sagen.
Ich werde deshalb immer wieder im Kontakt mit unseren Fachämtern (bei der Stadt und beim Landkreis Konstanz) fragen, ob wir genug tun.
Und ich werde fragen, ob es neue Ideen gibt, die wir umsetzen können.

Barrierefrei in Konstanz unterwegs

Menschen möchten selbständig leben. Menschen mit Behinderung merken immer wieder: Hier komme ich alleine nicht weiter. Es gibt Barrieren.

Gebäude und Wege ohne Barrieren

Öffentliche Gebäude wie Ämter, Schulen, Museen, Sporthallen sind nicht alle barrierefrei. Wir wünschen uns: Aufzüge, die zuverlässig fahren; Türen mit automatischen Türöffnern; Wegweiser für Menschen mit Seheinschränkungen; genügend barrierefreie Toiletten, auch Toiletten mit Pflegeliegen.

Sprache ohne Barriere

Wir stellen uns vor: Stadtratssitzungen werden in Gebärdensprache und in geschriebene Sprache übersetzt; in Museen sind Texte leicht zu verstehen; Busfahrpläne sind leicht zu lesen; Briefe von Ämtern und Informationen der Stadtverwaltung sind in Leichter Sprache geschrieben.  Sind das nur unsere Träumereien?                                                                                                                      
Wir fragen Sie: (6) Haben Sie Pläne, wie das Leben in Konstanz barrierefreier werden kann? Welche Barrieren werden Sie abbauen? Wann werden Sie das tun?

Antwort

Mein lieber Herr Behindertenbeauftragter, ich verspreche hiermit, dass meine Tür auch in Zukunft offen sein wird für Eure Wünsche, Ideen und Anregungen.
Viele Barrieren haben wir in den letzten Jahren mit deiner Hilfe abgebaut.
Ich stehe bereit, noch viele andere abzubauen!
Eine kleine Idee: Wie wäre es, wenn wir den nächsten „Bericht des Beauftragten für Menschen mit Behinderung“ im Gemeinderat simultan im Ratssaal in Gebärdensprache übersetzen?

Inklusion kostet Geld

Die Stadt Konstanz muss für viele Dinge Geld ausgeben.
Wir fragen Sie: (7) Wird auch in Zukunft Geld für ein barrierefreies Konstanz eingeplant?

Antwort

Ja!

Zukunft ohne Barrieren

Stellen wir uns vor, wir leben im Jahr 2028. Die Wahlperiode des Oberbürgermeisters geht zu Ende. Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung hat sich in Konstanz verbessert.
Sie haben sich für viele Verbesserungen eingesetzt.                                                                                
Wir fragen Sie: (8) Was sind Ihre drei größten Erfolge?

Antwort

1 - Ich möchte, dass die oder der Beauftragte für Menschen mit Behinderung weiterhin eine Persönlichkeit ist, die sowohl bei den Behinderten Menschen als auch im Gemeinderat großen Respekt genießt.
Das ist eines meiner Ziele.
2 - Ich möchte noch viel mehr unserer teils sehr alten Gebäude barrierefrei machen.
3 - Und ich möchte, dass Menschen mit Behinderung sagen: in den letzten acht Jahren hat sich wieder vieles für uns verbessert!

Zusammenarbeit

Wir arbeiten als Beirat für Menschen mit Behinderung und als Behindertenbeauftragter. Wir möchten auch mit dem neuen Oberbürgermeister gut zusammenarbeiten.                                 
Wir fragen Sie: (9) Wie stellen Sie sich unsere Zusammenarbeit vor?

Antwort

So wie in den letzten Jahren: mit Ernst, mit Lachen, mit immer wieder neuen Ideen und Herausforderungen, mit vielen kleinen aber manchmal auch größeren Erfolgen.
Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Und noch eine persönliche Frage: (10 ) Haben Sie Kontakte mit Menschen mit Behinderung?

Antwort

Ja, jeden Tag.
Ich spreche mal mit Blinden, mal mit mobilitätseingeschränkten Menschen, und zur Zeit ist der geistig behinderte und taubstumme Adrian einer meiner treuen Besucher auf meinen Marktständen in Petershausen. Sein Papa geht jeden Morgen mit ihm einen Cappucino trinken, dazu gibt es ein Croissant.
Er kommt mich auf dem Weg dorthin oft besuchen und wenn ich meine Maske abnehme und ihn begrüße, dann freut er sich sehr!

Andreas Matt

Inklusion

Es gibt den Satz: Menschen sind nicht behindert. Menschen werden behindert.
Wir sagen: Menschen dürfen nicht von ihrer Umgebung behindert werden.
Der Stadtrat von Konstanz unterstützt das Recht auf Inklusion und möchte einiges tun.    
Wir fragen Sie: (1) Welche dieser Maßnahmen werden Sie unterstützen?

Antwort

Ich werde alle Maßnahmen, die im Konstanzer Aktionsplan „Unser Weg in eine inklusive Gesellschaft“ aufgezeigt sind, unterstützen. Von Fußwegen, ÖPNV, Schulen bis hin zum Wohnen. Welche Prioritäten wir setzen, besprechen und bearbeiten wir gemeinsam.

Menschen mit Behinderung werden von anderen Menschen nicht immer gut behandelt. Manchmal werden sie übersehen oder sie werden ausgeschlossen.                                                                      
Wir fragen Sie: (2) Was können wir in Konstanz tun, damit Menschen nicht schlechter behandelt werden, nur weil sie in manchen Dingen anders sind?

Antwort

In dem wir auf Inklusion und die Teilhabe aller Bürger*innen am Leben generationsübergreifend aufmerksam machen und das Gesagte auch vorleben.

Arbeit

Für Menschen mit Behinderung ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.
Wir fragen Sie: (3) Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Ausbildungsplätze finden? Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Arbeitsplätze finden?

Antwort

Die Stadt Konstanz als Arbeitgeberin und die städtischen Betriebe als Arbeitgeber Menschen mit Behinderung ausbilden und einstellen. So werden und sind wir Vorbild für unsere Unternehmen. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen, Serviceclubs, IHK und Handelskammer werden wir auf Inklusion aufmerksam machen und weitere Ausbildungs- und Arbeitsplätze gewinnen.

Wohnen

Familien und Menschen, die alleine leben, ältere und jüngere Menschen, Menschen mit und ohne Behinderung leben in einem Haus. Manche haben eine barrierefreie Wohnung. Manche haben Unterstützung in Alltag. Das ist inklusives Wohnen. Es gibt viele Vorschriften, die man für inklusives Wohnen beachten muss.Wir fragen Sie: (4) Wie werden Sie inklusives Wohnen unterstützen?

Antwort

Ja, unbedingt werde ich das unterstützen. Zuerst mit Infoveranstaltungen, was inklusives Wohnen bedeutet, durch das Schaffen des notwendigen Wohnraums, Beratungen für Wohnprojekte, „WG-Börsen“ für inklusives Wohnen und das enge Begleiten inklusiven Wohnens.

Freizeit

In Konstanz gibt es viele Freizeitangebote: Theater, Konzerte, Museen, Ausstellungen. Nicht alle sind barrierefrei: Manchmal gibt es keine Aufzüge oder barrierefreien Toiletten. Manchmal ist die Schrift zu klein. Manchmal passt die Sprache nicht: Sie ist zu schwierig oder es gibt keine Gebärdensprache. Manchmal können Hörgeräte nicht benutzt werden.
Wir fragen Sie: (5) Haben Sie schon einmal eine barrierefreie Veranstaltung besucht? Wie können Veranstalter*innen unterstützt werden, eine Veranstaltung barrierefrei zu machen?

Antwort

Ja. Wir als Stadt müssen im Vorfeld dafür sorgen, dass An- und Abreise, der Zugang in Gebäude, Sanitäranlagen, Anzeigetafeln, Wegeführungen, etc. barrierefrei sind. Wo notwendig, werden wir Veranstalter beraten und unterstützen.

Familien

Manche Familien haben wenig Geld. Manche Eltern können ihre Kinder nicht gut unterstützen.                                                                                                                                                   
Wir fragen Sie: (5) Was werden Sie tun, damit Kinder und Jugendliche mit Behinderung aus diesen Familien gut unterstützt werden?

Antwort

Wir brauchen Begleiter*innen für die Familien, die starken persönlichen Belastungen ausgesetzt sind, um Druck aus dem Alltag zu nehmen und sie dabei zu unterstützen, Ansprüche gegenüber den Sozialversicherungen und Ämtern geltend zu machen.

Barrierefrei in Konstanz unterwegs

Menschen möchten selbständig leben. Menschen mit Behinderung merken immer wieder: Hier komme ich alleine nicht weiter. Es gibt Barrieren.

Gebäude und Wege ohne Barrieren

Öffentliche Gebäude wie Ämter, Schulen, Museen, Sporthallen sind nicht alle barrierefrei. Wir wünschen uns: Aufzüge, die zuverlässig fahren; Türen mit automatischen Türöffnern; Wegweiser für Menschen mit Seheinschränkungen; genügend barrierefreie Toiletten, auch Toiletten mit Pflegeliegen.

Sprache ohne Barriere

Wir stellen uns vor: Stadtratssitzungen werden in Gebärdensprache und in geschriebene Sprache übersetzt; in Museen sind Texte leicht zu verstehen; Busfahrpläne sind leicht zu lesen; Briefe von Ämtern und Informationen der Stadtverwaltung sind in Leichter Sprache geschrieben.  Sind das nur unsere Träumereien?                                                                                                                      
Wir fragen Sie: (6) Haben Sie Pläne, wie das Leben in Konstanz barrierefreier werden kann? Welche Barrieren werden Sie abbauen? Wann werden Sie das tun?

Antwort

Zuerst die Barrieren in den Köpfen der Menschen. Danach die Barrieren im öffentlichen Raum, in öffentlichen Gebäuden und Schulen als auch im ÖPNV und der Bahn. Die Wirtschaft und Wissenschaft in Konstanz werde ich dazu anhalten, sich in die gleiche Richtung zu entwickeln.

Inklusion kostet Geld

Die Stadt Konstanz muss für viele Dinge Geld ausgeben.
Wir fragen Sie: (7) Wird auch in Zukunft Geld für ein barrierefreies Konstanz eingeplant?

Antwort

Ja. Hier darf und wird Geld nicht das Ausschluss-Kriterium sein.

Zukunft ohne Barrieren

Stellen wir uns vor, wir leben im Jahr 2028. Die Wahlperiode des Oberbürgermeisters geht zu Ende. Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung hat sich in Konstanz verbessert.
Sie haben sich für viele Verbesserungen eingesetzt.                                                                                
Wir fragen Sie: (8) Was sind Ihre drei größten Erfolge?

Antwort

Barrierefreie Fußwege, Straßenübergänge, Haltestellen des ÖPNV (auf der Straße und dem Wasser)
Barrierefreie öffentliche Toiletten
Ausreichende behindertengerechte personelle und technische Ausstattung an Schulen und der öffentlichen Verwaltung

Zusammenarbeit

Wir arbeiten als Beirat für Menschen mit Behinderung und als Behindertenbeauftragter. Wir möchten auch mit dem neuen Oberbürgermeister gut zusammenarbeiten.                                 
Wir fragen Sie: (9) Wie stellen Sie sich unsere Zusammenarbeit vor?

Antwort

Wir werden uns regelmäßig treffen, reden, zuhören, beobachten, ausprobieren, Kritik und Anregungen aufnehmen, vor-Ort-Termine machen, mit allen Betroffenen sprechen, um Konstanz für alle Bürger*innen und Bürger lebenswerter zu machen.

Und noch eine persönliche Frage: (10 ) Haben Sie Kontakte mit Menschen mit Behinderung?

Antwort

Ja.

Jury Martin

Inklusion

Es gibt den Satz: Menschen sind nicht behindert. Menschen werden behindert.
Wir sagen: Menschen dürfen nicht von ihrer Umgebung behindert werden.
Der Stadtrat von Konstanz unterstützt das Recht auf Inklusion und möchte einiges tun.    
Wir fragen Sie: (1) Welche dieser Maßnahmen werden Sie unterstützen?

Antwort

Ich unterstütze alle Maßnahmen die vom Beirat vorgeschlagen werden.
Der Beirat hat für seine Interessengruppen die richtige Lösung gefunden.
Ich sehe keinen Grund die erarbeiteten Maßnahmen anzuzweifeln.

Menschen mit Behinderung werden von anderen Menschen nicht immer gut behandelt. Manchmal werden sie übersehen oder sie werden ausgeschlossen.                                                                      
Wir fragen Sie: (2) Was können wir in Konstanz tun, damit Menschen nicht schlechter behandelt werden, nur weil sie in manchen Dingen anders sind?

Antwort

Ich stelle mir vor überall in Konstanz viele unterschiedliche Hinweisschilder aufzustellen.
Auf den Hinweisschildern wird erklärt dass Menschen nicht behindert werden dürfen.
Für weitere Vorschläge von Euch bin ich immer offen und unterstütze diese.

Arbeit

Für Menschen mit Behinderung ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.
Wir fragen Sie: (3) Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Ausbildungsplätze finden? Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Arbeitsplätze finden?

Antwort

Bei Veranstaltungen beginne ich meine Reden mit dem Hinweis dass Menschen nicht behindert werden dürfen.
Ich sage dass die Betriebe Fördergelder beantragen können.
Ich sage dass die Stadt Betriebe unterstützt auch bei Anträgen und Schreibarbeiten.
Ich hoffe dass der Beirat mich dabei unterstützt.

Wohnen

Familien und Menschen, die alleine leben, ältere und jüngere Menschen, Menschen mit und ohne Behinderung leben in einem Haus. Manche haben eine barrierefreie Wohnung. Manche haben Unterstützung in Alltag. Das ist inklusives Wohnen. Es gibt viele Vorschriften, die man für inklusives Wohnen beachten muss.Wir fragen Sie: (4) Wie werden Sie inklusives Wohnen unterstützen?

Antwort

Bei Neubauten der Stadt werden Wohnungen im Erdgeschoss barrierefrei erstellt.
Ich versuche Geld von Europa und Deutschland zu bekommen für inklusives Bauen.
Das von Europa und Deutschland bekommene Geld werde ich allen Hausbauern zur Verfügung stellen.

Freizeit

In Konstanz gibt es viele Freizeitangebote: Theater, Konzerte, Museen, Ausstellungen. Nicht alle sind barrierefrei: Manchmal gibt es keine Aufzüge oder barrierefreien Toiletten. Manchmal ist die Schrift zu klein. Manchmal passt die Sprache nicht: Sie ist zu schwierig oder es gibt keine Gebärdensprache. Manchmal können Hörgeräte nicht benutzt werden.
Wir fragen Sie: (5) Haben Sie schon einmal eine barrierefreie Veranstaltung besucht? Wie können Veranstalter*innen unterstützt werden, eine Veranstaltung barrierefrei zu machen?

Antwort

Ich kann mich nicht daran erinnern weil ich nicht darauf geachtet habe.
Bei Veranstaltungen ist die Feuerwehr bei der Genehmigung dabei.
Ich kann mir vorstellen dass die Beauftragten für Menschen bei der Genehmigung  auch dabei sind.

Familien

Manche Familien haben wenig Geld. Manche Eltern können ihre Kinder nicht gut unterstützen.                                                                                                                                                   
Wir fragen Sie: (5) Was werden Sie tun, damit Kinder und Jugendliche mit Behinderung aus diesen Familien gut unterstützt werden?

Antwort

Ich werde mein Möglichstes tun um diese Familien zu unterstützen. Ich kann mir vorstellen eine Stelle zu schaffen die die Familien unterstützt.

Barrierefrei in Konstanz unterwegs

Menschen möchten selbständig leben. Menschen mit Behinderung merken immer wieder: Hier komme ich alleine nicht weiter. Es gibt Barrieren.

Gebäude und Wege ohne Barrieren

Öffentliche Gebäude wie Ämter, Schulen, Museen, Sporthallen sind nicht alle barrierefrei. Wir wünschen uns: Aufzüge, die zuverlässig fahren; Türen mit automatischen Türöffnern; Wegweiser für Menschen mit Seheinschränkungen; genügend barrierefreie Toiletten, auch Toiletten mit Pflegeliegen.

Sprache ohne Barriere

Wir stellen uns vor: Stadtratssitzungen werden in Gebärdensprache und in geschriebene Sprache übersetzt; in Museen sind Texte leicht zu verstehen; Busfahrpläne sind leicht zu lesen; Briefe von Ämtern und Informationen der Stadtverwaltung sind in Leichter Sprache geschrieben.  Sind das nur unsere Träumereien?                                                                                                                      
Wir fragen Sie: (6) Haben Sie Pläne, wie das Leben in Konstanz barrierefreier werden kann? Welche Barrieren werden Sie abbauen? Wann werden Sie das tun?

Antwort

Es werden so viele Barrieren wie ich schaffen kann abgebaut.

Inklusion kostet Geld

Die Stadt Konstanz muss für viele Dinge Geld ausgeben.
Wir fragen Sie: (7) Wird auch in Zukunft Geld für ein barrierefreies Konstanz eingeplant?

Antwort

In meiner Amtszeit wird dafür Geld ausgegeben und organisiert.

Zukunft ohne Barrieren

Stellen wir uns vor, wir leben im Jahr 2028. Die Wahlperiode des Oberbürgermeisters geht zu Ende. Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung hat sich in Konstanz verbessert.
Sie haben sich für viele Verbesserungen eingesetzt.                                                                                
Wir fragen Sie: (8) Was sind Ihre drei größten Erfolge?

Antwort

Die öffentlichen Gebäude sind barrierefrei. Als Übergangslösung gibt es mindestens einen Raum der barrierefrei ist. In dem Raum werden die Amtsgeschäfte mit den Angestellten der Stadt gemacht. Es sind viele Menschen mit Behinderung in Ausbildung oder haben einen Arbeitsplatz. Die Berührungsängste und Vorurteile aller Menschen haben sich stark verringert.

Zusammenarbeit

Wir arbeiten als Beirat für Menschen mit Behinderung und als Behindertenbeauftragter. Wir möchten auch mit dem neuen Oberbürgermeister gut zusammenarbeiten.                                 
Wir fragen Sie: (9) Wie stellen Sie sich unsere Zusammenarbeit vor?

Antwort

Ich stelle mir eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe vor. Der Stephan ist ein alter Bekannter den ich sehr schätze. Ich wünschte ich hätte seine Kraft. Ich werde ihn und den Beirat für Menschen mit aller Kraft unterstützen.

Und noch eine persönliche Frage: (10 ) Haben Sie Kontakte mit Menschen mit Behinderung?

Antwort

Ein sehr guter Freund von mir hat MS. Wir sind zusammen aufgewachsen. Ich habe Ihn bis vor etwa 2 Monaten fast täglich besucht bis wir uns verstritten haben. Ich werde versuchen den Kontakt wieder aufzubauen. Weitere engere Kontakte habe ich nicht. Mir fällt es aber nicht schwer Kontakte mit Menschen aufzubauen.

Andreas Hennemann

Inklusion

Es gibt den Satz: Menschen sind nicht behindert. Menschen werden behindert.
Wir sagen: Menschen dürfen nicht von ihrer Umgebung behindert werden.
Der Stadtrat von Konstanz unterstützt das Recht auf Inklusion und möchte einiges tun.    
Wir fragen Sie: (1) Welche dieser Maßnahmen werden Sie unterstützen?

Antwort

Als OB werde ich alle Maßnahmen, die einen Beitrag zur Erfüllung der Vorgaben der UN-Behindertenkonvention leisten, unterstützen.
Menschen mit Behinderung werden von anderen Menschen nicht immer gut behandelt. Manchmal werden sie übersehen oder sie werden ausgeschlossen.

Menschen mit Behinderung werden von anderen Menschen nicht immer gut behandelt. Manchmal werden sie übersehen oder sie werden ausgeschlossen.                                                                      
Wir fragen Sie: (2) Was können wir in Konstanz tun, damit Menschen nicht schlechter behandelt werden, nur weil sie in manchen Dingen anders sind?

Antwort

Indem wir sie so annehmen, wie sie sind, dies täglich so vorleben und ohne Berührungsängste miteinander umgehen. Dies merke ich in meiner täglichen Arbeit als Betreuer: alle Menschen sind eigentlich gleich und verdienen es gleich behandelt zu werden. So gelingt Gemeinschaft. Benachteiligungen und eine schlechterer Behandlung muss von jedem offen und direkt angesprochen und verhindert werden.

Arbeit

Für Menschen mit Behinderung ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.
Wir fragen Sie: (3) Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Ausbildungsplätze finden? Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Arbeitsplätze finden?

Antwort

Als OB werde ich mich dafür einsetzen und dafür werben, dass Betriebe Menschen mit Behinderung ausbilden und einstellen. Auch werde ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialamts anhalten, die gesetzlichen Möglichkeiten der Assistenzleistungen auszuschöpfen und entsprechend zu beraten. Die Stadt muss bei der Ausbildung und Einstellung mit gutem Beispiel vorangehen.

Wohnen

Familien und Menschen, die alleine leben, ältere und jüngere Menschen, Menschen mit und ohne Behinderung leben in einem Haus. Manche haben eine barrierefreie Wohnung. Manche haben Unterstützung in Alltag. Das ist inklusives Wohnen. Es gibt viele Vorschriften, die man für inklusives Wohnen beachten muss.Wir fragen Sie: (4) Wie werden Sie inklusives Wohnen unterstützen?

Antwort

Zunächst müssen Quartiersmanager die Quartiere erkunden und herauszufinden, welches soziale und kulturelle Engagement und welcher Bedarf in den jeweiligen Quartieren besteht und wie sich die soziale Durchmischung darstellt. Anhand dieser Erhebung kann in Zusammenarbeit mit den Pflegekassen ein Pflegepooling erfolgen, das kostengünstig und effektiv z.B. die Nachbarschaftshilfe für pflegebedürftige Menschen, die aber in ihren eigenen vier Wänden leben möchten, organisieren kann.
In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Sozialfond und den ansässigen Sozialstationen können Lösungen erarbeitet werden, die es Menschen ermöglichen in Würde zu Hause zu leben.

Freizeit

In Konstanz gibt es viele Freizeitangebote: Theater, Konzerte, Museen, Ausstellungen. Nicht alle sind barrierefrei: Manchmal gibt es keine Aufzüge oder barrierefreien Toiletten. Manchmal ist die Schrift zu klein. Manchmal passt die Sprache nicht: Sie ist zu schwierig oder es gibt keine Gebärdensprache. Manchmal können Hörgeräte nicht benutzt werden.
Wir fragen Sie: (5) Haben Sie schon einmal eine barrierefreie Veranstaltung besucht? Wie können Veranstalter*innen unterstützt werden, eine Veranstaltung barrierefrei zu machen?

Antwort

Ich habe noch keine barrierefreie Veranstaltung besucht, würde dies aber gerne einmal tun. Veranstalter können von der Stadt mit Plänen und Vorlagen für eine barrierefreie Veranstaltung helfen. Auch Dolmetscher in Gebärdensprache können von der Stadt vermittelt werden. Oft reicht wahrscheinlich einfach ein Aufmerksammachen auf Barrieren, die manchem gar nicht auffallen, einige aber von der Teilhabe ausschließen.

Familien

Manche Familien haben wenig Geld. Manche Eltern können ihre Kinder nicht gut unterstützen.                                                                                                                                                   
Wir fragen Sie: (5) Was werden Sie tun, damit Kinder und Jugendliche mit Behinderung aus diesen Familien gut unterstützt werden?

Antwort

Ich würde den Behindertenbeauftragten bitten, den Bedarf herauszufinden und dann die Verwaltung über Unterstützungsmöglichkeiten zu unterrichten. Sicher wäre auch eine Personalaufstockung beim Jugendamt hilfreich.

Barrierefrei in Konstanz unterwegs

Menschen möchten selbständig leben. Menschen mit Behinderung merken immer wieder: Hier komme ich alleine nicht weiter. Es gibt Barrieren.

Gebäude und Wege ohne Barrieren

Öffentliche Gebäude wie Ämter, Schulen, Museen, Sporthallen sind nicht alle barrierefrei. Wir wünschen uns: Aufzüge, die zuverlässig fahren; Türen mit automatischen Türöffnern; Wegweiser für Menschen mit Seheinschränkungen; genügend barrierefreie Toiletten, auch Toiletten mit Pflegeliegen.

Sprache ohne Barriere

Wir stellen uns vor: Stadtratssitzungen werden in Gebärdensprache und in geschriebene Sprache übersetzt; in Museen sind Texte leicht zu verstehen; Busfahrpläne sind leicht zu lesen; Briefe von Ämtern und Informationen der Stadtverwaltung sind in Leichter Sprache geschrieben.  Sind das nur unsere Träumereien?                                                                                                                      
Wir fragen Sie: (6) Haben Sie Pläne, wie das Leben in Konstanz barrierefreier werden kann? Welche Barrieren werden Sie abbauen? Wann werden Sie das tun?

Antwort

Die Barrieren im Umgang von Menschen mit und ohne Behinderung müssen abgebaut werden. Ich möchte, dass alle städtischen Gebäude so schnell wie möglich barrierefrei sein werden. Mit der Umsetzung der Barrierefreiheit werde ich sofort nach Amtsantritt beginnen. Konkrete Pläne werde ich mit dem Behindertenbeauftragten und dem Beirat für Menschen mit Behinderung besprechen und diese um Rat fragen.

Inklusion kostet Geld

Die Stadt Konstanz muss für viele Dinge Geld ausgeben.
Wir fragen Sie: (7) Wird auch in Zukunft Geld für ein barrierefreies Konstanz eingeplant?

Antwort

Ja, als OB werde ich mich dafür einsetzen, dass auch Geld für ein barrierefreies Konstanz eingeplant wird. Nur so ist Teilhabe für Menschen mit Behinderung möglich. Es ist Aufgabe der Stadt diese Teilhabe zu gewährleisten.

Zukunft ohne Barrieren

Stellen wir uns vor, wir leben im Jahr 2028. Die Wahlperiode des Oberbürgermeisters geht zu Ende. Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung hat sich in Konstanz verbessert.
Sie haben sich für viele Verbesserungen eingesetzt.                                                                                
Wir fragen Sie: (8) Was sind Ihre drei größten Erfolge?

Antwort

1. Menschen mit Behinderung können sich frei und selbstständig in der Stadt bewegen, entsprechende Hilfsangebote ermöglichen dies.
2. Alle Konstanzerinnen und Konstanzer wurden sensibilisiert und helfen Menschen mit Behinderung, zu Hause, beim Einkauf oder auf der Straße.
3. Menschen mit Behinderung werden gut ausgebildet und finden einen Job.

Zusammenarbeit

Wir arbeiten als Beirat für Menschen mit Behinderung und als Behindertenbeauftragter. Wir möchten auch mit dem neuen Oberbürgermeister gut zusammenarbeiten.                                 
Wir fragen Sie: (9) Wie stellen Sie sich unsere Zusammenarbeit vor?

Antwort

Ich stelle mir regelmäßige Treffen und einen regen Austausch vor.

Und noch eine persönliche Frage: (10 ) Haben Sie Kontakte mit Menschen mit Behinderung?

Antwort

Meine Mutter ist seit einiger Zeit eingeschränkt beim Gehen und kann je nach Tagesform oft nicht aktiv am gesellschaftlichen teilnehmen. Außerdem habe ich in meinem Berufsalltag als Berufsbetreuer täglich mit Menschen mit Behinderung zu tun und kämpfe mit ihnen gemeinsam dafür, dass sie in der Gesellschaft gleichberechtigt teilnehmen können, sei es durch die Organisation tatsächlicher Hilfen, täglicher Motivation oder der Beantragung von Assistenzleistungen.

Luigi Pantisano

Inklusion

Es gibt den Satz: Menschen sind nicht behindert. Menschen werden behindert.
Wir sagen: Menschen dürfen nicht von ihrer Umgebung behindert werden.
Der Stadtrat von Konstanz unterstützt das Recht auf Inklusion und möchte einiges tun.    
Wir fragen Sie: (1) Welche dieser Maßnahmen werden Sie unterstützen?

Antwort

Alle Maßnahmen, die dazu dienen, Menschen zu inkludieren, werde ich unterstützen. Das kann von höheren Bordsteinen, damit Menschen mit Einschränkungen besser in Bus und Zug gelangen, bis zum Schulbegleiter gehen, damit Kinder mit Autismus an Regelschulen beschult werden können. Durch die Cerlowa-Stiftung für Inklusion hat Konstanz glücklicherweise viel Geld bekommen. Es wird schon viel getan in Sachen Inklusion, aber wir dürfen nicht nachlassen, allen die Teilhabe an Gesellschaft zu ermöglichen.

Menschen mit Behinderung werden von anderen Menschen nicht immer gut behandelt. Manchmal werden sie übersehen oder sie werden ausgeschlossen.                                                                      
Wir fragen Sie: (2) Was können wir in Konstanz tun, damit Menschen nicht schlechter behandelt werden, nur weil sie in manchen Dingen anders sind?

Antwort

Es muss ein gesellschaftlicher Konsens geschaffen werden, dass alle dazu gehören. Viel kann im Bildungsbereich für Inklusion getan werden, wenn schon Kinder lernen, dass man auch mit einer Einschränkung dazugehört. Man muss nur die entsprechenden Voraussetzungen für die Inklusion schaffen (z.B. bauliche Maßnahmen) und alle für dieses Thema sensibilisieren, am besten schon in Kindergarten und Schule.

Arbeit

Für Menschen mit Behinderung ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.
Wir fragen Sie: (3) Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Ausbildungsplätze finden? Was werden Sie tun, damit Menschen mit Behinderung leichter Arbeitsplätze finden?

Antwort

Wichtig ist es, dass Arbeitgeber sich auf Menschen mit Behinderung einlassen. Eine Kooperation mit Handwerkskammer und IHK wäre sinnvoll, damit diese zwei Institutionen noch mehr darauf hinwirken, dass Menschen mit Behinderung eingestellt werden. Die Stadt selbst als Arbeitgeber muss unbedingt ihre Quote an behinderten Arbeitnehmern erfüllen, bzw. könnte diese auch freiwillig ausweiten.

Wohnen

Familien und Menschen, die alleine leben, ältere und jüngere Menschen, Menschen mit und ohne Behinderung leben in einem Haus. Manche haben eine barrierefreie Wohnung. Manche haben Unterstützung in Alltag. Das ist inklusives Wohnen. Es gibt viele Vorschriften, die man für inklusives Wohnen beachten muss.Wir fragen Sie: (4) Wie werden Sie inklusives Wohnen unterstützen?

Antwort

Es gibt in Deutschland einige Vorzeigeprojekte, in denen Behinderte mit Nichtbehinderten zusammenleben. Auch in Nachbarstädten wie z.B. Ravensburg gibt es das. Ich würde mich dafür einsetzen, dass es so ein Wohnprojekt auch in Konstanz gibt. Das wäre sowohl gut im Bestand oder auf dem Döbele-Areal zu realisieren, da hier die Infrastruktur optimal ist und man baulich jetzt schon auf Barrierefreiheit hinwirken könnte.

Freizeit

In Konstanz gibt es viele Freizeitangebote: Theater, Konzerte, Museen, Ausstellungen. Nicht alle sind barrierefrei: Manchmal gibt es keine Aufzüge oder barrierefreien Toiletten. Manchmal ist die Schrift zu klein. Manchmal passt die Sprache nicht: Sie ist zu schwierig oder es gibt keine Gebärdensprache. Manchmal können Hörgeräte nicht benutzt werden.
Wir fragen Sie: (5) Haben Sie schon einmal eine barrierefreie Veranstaltung besucht? Wie können Veranstalter*innen unterstützt werden, eine Veranstaltung barrierefrei zu machen?

Antwort

Ich denke, oft ist Veranstaltern nicht bewusst, mit welchen Einschränkungen Behinderte leben müssen. Oft wäre es ein kleines, Erleichterungen bzw. Barrierefreiheit für Behinderte herzustellen, würde man nur daran denken. Die Stadt muss in all ihren Ausschreibungen und bei ihren eigenen Veranstaltungen explizit darauf hinweisen, dass Barrierefreiheit gewährleistet sein muss. Ein Fragenkatalog zur Kontrolle wäre hierfür sinnvoll, der abgearbeitet und abgenommen werden muss.

Familien

Manche Familien haben wenig Geld. Manche Eltern können ihre Kinder nicht gut unterstützen.                                                                                                                                                   
Wir fragen Sie: (5) Was werden Sie tun, damit Kinder und Jugendliche mit Behinderung aus diesen Familien gut unterstützt werden?

Antwort

Oft kosten Maßnahmen für Barrierefreiheit viel Geld. Hier übernehmen Krankenkassen oder das Sozial- und Jugendamt, wenn es z.B. um seelische Behinderungen geht, z.T. bereits hohe Kosten. In einem ersten Schritt könnte mittels eines Fragenkatalogs erfasst werden, welche zusätzlichen Hilfen Familien mit einem behinderten Kind oder einem behinderten Jugendlichen zusätzlich brauchen, um dann weitere Maßnahmen einzuleiten.

Barrierefrei in Konstanz unterwegs

Menschen möchten selbständig leben. Menschen mit Behinderung merken immer wieder: Hier komme ich alleine nicht weiter. Es gibt Barrieren.

Gebäude und Wege ohne Barrieren

Öffentliche Gebäude wie Ämter, Schulen, Museen, Sporthallen sind nicht alle barrierefrei. Wir wünschen uns: Aufzüge, die zuverlässig fahren; Türen mit automatischen Türöffnern; Wegweiser für Menschen mit Seheinschränkungen; genügend barrierefreie Toiletten, auch Toiletten mit Pflegeliegen.

Sprache ohne Barriere

Wir stellen uns vor: Stadtratssitzungen werden in Gebärdensprache und in geschriebene Sprache übersetzt; in Museen sind Texte leicht zu verstehen; Busfahrpläne sind leicht zu lesen; Briefe von Ämtern und Informationen der Stadtverwaltung sind in Leichter Sprache geschrieben.  Sind das nur unsere Träumereien?                                                                                                                      
Wir fragen Sie: (6) Haben Sie Pläne, wie das Leben in Konstanz barrierefreier werden kann? Welche Barrieren werden Sie abbauen? Wann werden Sie das tun?

Antwort

Viele Punkte, an denen es in Konstanz nicht barrierefrei zugeht, wurden Jahre, gar Jahrzehnte schleifen gelassen, wie z.B. der barrierefreie Zugang zum Bahnhof. Die Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten muss aus meiner Sicht intensiviert werden, um alle Punkte in der Stadt überhaupt erst einmal zu erfassen, wo noch Barrieren bestehen. In einem zweiten Schritt könnte ein umfassender Maßnahmenkatalog erstellt werden, um diese Barrieren sukzessive zu beheben.

Inklusion kostet Geld

Die Stadt Konstanz muss für viele Dinge Geld ausgeben.
Wir fragen Sie: (7) Wird auch in Zukunft Geld für ein barrierefreies Konstanz eingeplant?

Antwort

Selbstverständlich!

Zukunft ohne Barrieren

Stellen wir uns vor, wir leben im Jahr 2028. Die Wahlperiode des Oberbürgermeisters geht zu Ende. Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung hat sich in Konstanz verbessert.
Sie haben sich für viele Verbesserungen eingesetzt.                                                                                
Wir fragen Sie: (8) Was sind Ihre drei größten Erfolge?

Antwort

1. An allen Haltestellen können behinderte Mitbürger*innen problemlos in Busse einsteigen und auf allen Gehwegen dürfen keine Radfahrer*innen mehr fahren, da sie sichere Radwege auf der Straße haben.
2. Bordsteine sind an Kreuzungen abgesenkt, so dass ein problemloses Überqueren der Straße möglich ist.
3. Die Verwaltungssprache muss sich deutlich vereinfachen, denn Sie stellt für viele Menschen (auch kommunalpolitisch) eine Hürde bei der Teilhabe dar. Diese Barrieren müssen ebenfalls abgebaut werden.

Zusammenarbeit

Wir arbeiten als Beirat für Menschen mit Behinderung und als Behindertenbeauftragter. Wir möchten auch mit dem neuen Oberbürgermeister gut zusammenarbeiten.                                 
Wir fragen Sie: (9) Wie stellen Sie sich unsere Zusammenarbeit vor?

Antwort

Ich möchte einen regelmäßigen Austausch mit Ihnen pflegen. Ich stelle mir vor, dass wir uns einmal im Monat treffen und die Maßnahmen besprechen, die in Konstanz bearbeitet und umgesetzt werden müssen.

Und noch eine persönliche Frage: (10 ) Haben Sie Kontakte mit Menschen mit Behinderung?

Antwort

Das habe ich. Sowohl in der Familie als auch im Bekanntenkreis.