Fragen dazu?

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Sarah Müssig
Kulturamt Konstanz
Telefon +49 7531 900-2904

Kulturzentrum am Münster (Foto: Peter Allgaier)
Bild: bodenseebilder.de

Fördermöglichkeiten

Die Stadt Konstanz legt besonderen Wert auf die Unterstützung und Förderung der freien Kulturarbeit. Die Initiativen, die aus ihr erwachsen, spiegeln in besonderem Maße das kulturelle Engagement der BürgerInnen und garantieren eine unverzichtbare Vielfalt des kulturellen Lebens in der Stadt.

Neues Antragsverfahren

Unter diesem Link finden Sie zukünftig das Online-Antragsformular für Fördermittel aus dem Kulturfonds, sowie der Projektförderung.

Förderung in Zeiten von Corona

Corona-Kulturfonds des Landkreises Konstanz

Mit einem Kulturfonds unterstützt der Landkreis Kulturschaffende mit bis zu 4.500 Euro. Dieser Fonds ist mit einem Grundbetrag von 25.000 Euro ausgestattet und soll durch Spendengelder von Gemeinden, Banken, Stiftungen und Privatleuten aufgestockt werden. Er richtet sich Kulturschaffende, die auf freiberuflicher oder selbständiger Basis tätig sind.

Kulturschaffende sind eingeladen, sich mit einer konkreten Projektidee um eine Förderung zu bewerben. Solche Projekte können im Rahmen von herkömmlichen Formaten wie Konzerte oder Ausstellungen geplant sein, aber auch neue, innovative Vorhaben und Vermittlungsformate umfassen. Im Rahmen des Förderantrags können Projektkosten in einer Gesamtsumme von bis zu 2.500 Euro veranschlagt werden, davon dürfen Honorare für die eigenen Arbeitskosten der Antragstellerinnen und Antragsteller bis zu 1.000 Euro umfassen. Bewerbungen sind auch für Gruppen von Künstlerinnen und Künstlern möglich, dann liegen die veranschlagbaren Projektkosten bei bis zu 4.500 Euro, wovon die eigenen Honorarkosten bis zu 2.000 Euro umfassen können.
Über die Bewilligung der Projektförderung wird eine Jury mit externen Fachleuten aus dem Kulturbereich entscheiden.
Nähere Informationen erhalten Sie hier:

Fördertopf »Kultur-Clips vs. Corona«

Dem Kulturamt Konstanz ist es ein großes Anliegen freie Künstlerinnen und Künstler, Vereine und künstlerische Organisationen in diesen aktuell schwierigen Zeiten so gut es geht zu unterstützen.  In diesem Bestreben wurde der Fördertopf »Kultur-Clips vs. Corona« ins Leben gerufen, mit welchem digitale Kunst- und Kulturaktionen finanziell gefördert werden.

Viele Interessierte haben sich in diesem Zusammenhang bereits gemeldet und mit Hilfe der Förderung interessante und kreative Projekte realisiert.
Da der Fördertopf derart zahlreich wahrgenommen worden ist, sind die zur Verfügung stehenden Summen leider bereits ausgeschöpft. Insgesamt konnten 23 Projekte gefördert werden, die Ihnen das Kulturamt Konstanz hier gerne vorstellen möchte. Da einige unter ihnen noch im Entstehen begriffen sind, wird die Seite fortlaufend ergänzt.

Kunstschule Konstanz : »Zeichen-Challenge«

© Kunstschule Konstanz / Renate

Das erste geförderte Projekt, die »Zeichen-Challenge« der Kunstschule Konstanz, ging bereits am 16.03. an den Start: Über Facebook und Instagram werden seit dem TeilnehmerInnen mit einer täglichen Aufgabe zum Zeichnen, Malen und Kreativ-Sein betraut. Hierbei ist den beiden Leiterinnen Luise Merle und Corinna Palz wichtig, das Gefühl der Verbundenheit, welche innerhalb der Kunstschule zwischen den Schülern und Schülerinnen besteht, auch in Zeiten von Corona zu gewährleisten. Durch die Challenge wird das Gemeinschaftsgefühl gefördert und der gemeinsame Austausch unterstützt. Luise Merle und Corinna Palz beraten bei der Umsetzung der Challenge, geben Tipps und Anregungen und vernetzen die Beteiligten.
Es soll ein positiver Dialog aufrecht erhalten und die Menschen dazu aufgefordert werden ihrer Kreativität einen Raum zu geben.
Die Ergebnisse der Challenge sollen, sobald wieder möglich, in einer Ausstellung präsentiert werden. Bis dahin sind sie über Facebook und Instagram zu bewundern. Weitere Kreative sind herzlich willkommen und können jederzeit über Social Media einsteigen. Bisher sind 65 Zeichenchallenges an den Start gegangen.

Niklas Knezevic: Tanz-Projekt »RELEASE«

© Niklas Knezevic

Der Tanzfilm »RELEASE«, produziert im Sommer 2019 von Niklas Knezevic und Konstanzer Studierenden, geht der Frage nach, was Gesellschaft bedeutet. In 11 Minuten wird eine Geschichte ohne Worte erzählt, über das Dazugehören, das Man-selbst-sein und was es heißt, für sich selbst einzustehen. »RELEASE« will dazu animieren, Sehgewohnheiten aufzubrechen. Mit Musik und Tanz wird kommuniziert, was Worte vielleicht nicht vermögen.

Seit dem 21. April ist der Tanzfilm auf YouTube zu sehen. Zusätzlich zum Film sind drei Teaser entstanden, die sowohl auf YouTube als auch auf Instagram gezeigt werden. Ein Behind-the-Scenes-Video  veranschaulicht überdies den Wochen umspannenden Entstehunhsprozess von der Konzeption und den Proben bis zum schlussendlichen Dreh in den insgesamt sechs Locations in einem Zeitraum von fast zwei Wochen.

Beteiligte des Projektes sind:
Charlotte Lott, Charlotte Zeidler, Jule Matthaei, Matti Keller, Sebastian Bruck, Johanna Forbriger, Anne Ohnmacht, Sophia Rehor, Lara Sauer, Melissa Yildiz, Alisa Fulgraff, Nastasia Tritter, Lisa Krause, Malin Ulke und Malika Tarh. Regie führte Johannes Holzer.
Die künstlerische Leitung übernahmen: Jule Matthaei, Charlotte Zeidler, Charlotte Lott und Johannes Holzer.
Kamera, Produktion und Postproduktion: Niklas Knezevic. Musik-Schnitt: Niko Eckhart.

Unterstützt wurde das Projekt, neben der Förderung durch das Kulturamt Konstanz, auch vom Unitheater Konstanz - UTK und der Kulturförderung des Seezeit Studierendenwerk Bodensee.

Claudia Heinle: Solo-Tanz-Performance »Das Band«

©Torben Nuding

Der Beitrag der in Stuttgart geborenen Choreographin, Tanzpädagogin und Tänzerin Claudia Heinle entstand hoch über der Stadt, auf dem Mittelturm des Konstanzer Münsters. Diesen funktionierte Heinle zur Bühne für ihren Tanz »Das Band« um, welchen sie, inspiriert von Ritualen aus der alten Welt, zum Geläut der Münsterglocken und mit einem weißen Band aufführte. Mit ihrer Performance, welche auf Vimeo  veröffentlicht wurde, bezieht sich die Tänzerin auf die Krisen unserer Zeit, die Verbindung zwischen Tanz, Ritual und Weltbild ist hierbei charakteristisch für ihre Arbeiten. Sie kreiert moderne Tanzstücke, deren Inspirationsquelle Ägypten, mit seiner reichen Bewegungs- und Tanzsprache ist. Vor 20 Jahren gründete Heinle in Konstanz den tanz raum, welcher heute sowohl als Tanz- Schule aber auch als Kompanie und Musiklabel fungiert.

Jeremias Heppeler: Fortsetzungshörspiel »darunter«

© Jeremias Heppeler

»darunter« ist ein experimentelles Fortsetzungshörspiel des intermedialen Künstlers Jeremias Heppeler. Die digitale Serie erscheint in einem wöchentlichen Rhythmus in experimenteller Videoform (auf  YouTube) und als Podcast (auf Spotify und Soundcloud). Mittlerweile sind bereits sieben Folgen veröffentlicht worden. Schon in der ersten Folge des Hörspiels sieht sich der Ich-Erzähler zu zwei Geständnissen gezwungen. Er ist nicht nur Patient Null einer bislang unbekannten und hochansteckenden Krankheit, er weiß auch genau, wo er sich angesteckt hat: in der Welt darunter.
»darunter« versteht sich in der Tradition des Genres der Zimmerreise und zitiert sich wild durch »Alice im Wunderland«, Kafkas »Die Verwandlung«, durch Werke von Jules Vernes und Science Fiction und Horrorszenarien.

Michaela Bauer: »Elfriede in Zeiten von Corona«

© Helmut Bär

Seit 15 Jahren ist die Kabarettfigur »Elfriede« von und mit Michaela Bauer in Deutschland und der Schweiz unterwegs, meistens mit einem tagesaktuellen Programm. Nun präsentiert der Underdog Elfriede Lebensnahe Themen aus dem Alltag unter Corona lustig und gleichzeitig tiefsinnig in ca. 3 minütigen Videoclips. Es geht darum, was die derzeitige Krise mit uns Menschen macht und wie sie in unseren Alltag eingreift.
Die sehr kurzfristige Produktion der einzelnen Folgen ermöglicht es hierbei, tagesaktuell auf Geschehnisse und die laufende Entwicklung der Situation einzugehen. Bisher sind acht Videoclips veröffentlicht worden, welche auf der Homepage von Michaela Bauer und auf YouTube zu bewundern sind.

Bert Binnig /Design Homebase: »künstlerische Schaufenstergestaltung«

© Bert Binnig

Bert Binnig von Design Homebase bringt Kunst in die zurzeit stillstehenden Schaufenster in Konstanz. Auf diese Weise wird ermöglicht, auch mit dem in Zeiten von Corona benötigten Sicherheitsabstand, kleine gestalterische Erlebnisse erfahrbar zu machen. Gestartet ist die Umgestaltung im Neuwerk, mittlerweile sind auch das Schaufenster bei Friseurin Kerstin Junge in der Katzgasse sowie das des Klimperkasten künstlerisch bespielt worden. Weitere Fenster sind geplant. Die Ergebnisse können auf Facebook bewundert werden.
Wer sein Schaufenster für die Aktion zur Verfügung stellen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, mit  Design Homebase in Kontakt zu treten.

Improtheater Konstanz: »Improtheater via Livestream«

© Improtheater Konstanz

Das Improtheater Konstanz (ITK) verlegt seine Auftritte via Livestream ins Netz und streamt seineShows online. Die SchauspielerInnen sitzen zuhause vor der Kamera, ebenso wie das Publikum, das via Chatfunktion mit diesen interagieren und entscheiden kann, wie der Abend verlaufen soll. Die Folge " ITK goes Zoom, Vol. II" wurde bereits am 02. Mai auf Facebook gestreamt. Der nächste Stream findet am Donnerstag, den 21.05.2020, erneut über die Facebook-Seite des ITK statt. Die Teilnahme ist auf Pay-What-You-Want-Basis.

Barbara Marie Hofmann: Lyrikprojekt »fernsprechen«

© Barbara Marie Hofmann

Die Autorin und Künstlerin Barbara Marie Hofmann experimentiert in ihren Arbeiten mit geschriebener und gesprochener Sprache. Ihre Texte, vor allem Lyrik und szenische Texte, verbinden Klang und Sprache und werden oftmals in Kombination mit Bild und Ton wiedergegeben. 2019 wurde Hofmann mit dem Förderpreis Junge Kunst! in der Sparte Literatur der Stadt Konstanz ausgezeichnet.

Das mehrsprachige Lyrikprojekt »fernsprechen« (alle Folgen sind auf YouTube aufrufbar) ist minimalistisch dabei wesentlich. In Zusammenarbeit mit ÜbersetzerInnen, MusikerInnen, GrafikerInnen und bildenden KünstlerInnen such B. M. Hofmann nach neuen Wegen des Ausdrucks.

Ein Denken an den anderen, in Zeiten notwendiger Entfernung. Versuchen wir nicht alle, jemanden zu erreichen, den wir gerne haben? Vielleicht nur um zu sagen: Hallo, wie geht’s? Du auch noch hier.

Ein mehrsprachiges Lyrikprojekt von Barbara Marie Hofmann
Gedicht und Stimme Deutsch: Barbara Marie Hofmann
Übersetzung und Stimme Rumänisch: AlinaTimofte
Übersetzung und Stimme Persisch: Pedram Jabari
Übersetzung und Stimme Armenisch: Dr. Anush Yeghiazaryan

Manfred Junker: »Solo-Gitarre: Improvisationen«

©  Stefan Postius

Es ist leider ungewiss, ob die üblicherweise in den Sommermonaten auf der Mainau veranstaltete Reihe „Jazz unter Palmen“ in diesem Jahr stattfinden kann. Um dennoch in dieser außergewöhnlich schwierigen Zeit die Jazzkultur nicht zu kurz kommen zu lassen, hatte das Team vom Europäischen KulturForum Mainau die Idee, das wunderbare Ambiente des Palmenhauses auf der Mainau zu nutzen und KünstlerInnen ein Podium bieten, um hier kurze Musikvideoclips produzieren und diese dann im Netz platzieren zu können. Mit dabei ist auch der Konstanzer Solo-Gitarrist Manfred Junker. Dieser studierte an der Jazzschule St. Gallen und war Stipendiat des Berklee College of Music in Boston, wo ihn Lehrer wie Hal Crook, Ed Tomassi, Rick Peckham und Jim Kelly prägten. In seinem Soloprogramm spielt er Improvisationen über von ihm besonders geschätzte Jazz-Standards. Hierbei ist seine abwechslungsreiche, virtuos gespielte Musik von einem ganz eigenen, feinen Stil geprägt.Teils arrangiert, aber auch im Moment entwickelt, setzt sie vor allem auf sensible Stimmungen und erforscht die unendlichen harmonischen Möglichkeiten auf der Gitarre. Junker unterrichtet in der Schweiz und tritt regelmäßig mit seinen Bands, mit John Stowell im Duo sowie als Solist und Sideman auf. Im Laufe der Jahre hat er 13 eigene CDs eingespielt und auf mehreren anderen mitgespielt.
Auf der Facebook-Seite Jazz unter Palmen wurde sein Beitrag am Sonntag, 10. Mai um 19.30 Uhr gestreamt und ist nun auf YouTube einzusehen.

Chiara Hofmann: »Gesellschaftsspielen«

© Chiara Hofmann

Seit Wochen ist die durch die Corona-Pandemie bedingte Grenzschließung zwischen der Schweiz und Deutschland Thema. Besonders sichtbar wird die Situation in Konstanz direkt am Bodensee: genau dort wo eigentlich die Kunstgrenze von Johannes Dörflinger bis vor wenigen Wochen die offene Grenze zwischen beiden Ländern markierte, stehen nun im Abstand von 2 Metern zwei Zäune, die nicht nur ein Hinüberwechseln von einer zur anderen Seite, sondern auch den direkten Kontakt zwischen Menschen auf beiden Seiten des Zauns verhindern sollen.

Chiara Hofmann ist Malerei-Studentin an der Burg Giebichenstein in Halle. Derzeit versucht sie in ihrer Heimat Konstanz mit dem Projekt »Gesellschaftsspielen« die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz zu überwinden und somit die Kunstgrenze wiederzubeleben. Unter dem Motto »Spielen mit Mindestabstand« startete ihr Projekt am 11.April 2020 zwischen den Grenzzäunen. »Gesellschaftsspielen« ist ein Wortspiel, welches gleichzeitig eine Serie von großen, handbemalten Brettspielen bezeichnet, die sich genau in der Mitte zwischen dem Schweizer und dem deutschen Grenzzaun befinden und so ein Bindeglied zwischen den Ländern darstellen.

Spielanleitungen, Gedanken, Wortspiele und Fotografien, sowie die persönlichen Geschichten der getrennten Menschen sind auf Chiara Hofmanns Homepage und auf  Instagram zu finden.

Christine Zureich: »#austekstmachneu – Dichten ohne zu schreiben«

© Christine Zureich

Bei einem Shutdown-Abendspaziergang durchs Paradies fand die Konstanzer Autorin Christine Zureich in einem „Zu verschenken“-Karton einen Stapel alter Magazine, die sie kurzerhand mit nach Hause nahm. Typografie und einzelne Worte, Phrasen schrien danach, recycelt zu werden. So begann die Autorin zu schneiden und neue Aussagen zu montieren. Mehr als 50 kleine Gedichte sind auf diese Weise bislang entstanden. Die Miniaturen, welche die Schriftstellerin auf Instagram postet, fokussieren Themen, die nicht Corona-spezifisch sind, durch die aktuelle Krise aber verschärft oder erst sichtbar gemacht wurden. Es geht in #austekstmachneu um Enge und Einsamkeit, die Zumutung von zu viel Nachbarschaft einerseits, das Händedefizit andererseits; Weltschmerz reloaded und Fluchtstrategien; die Sehnsucht nach medialen Wahrsagern, zugleich die digitale Überförderung (sic!) und immer auch ein bisschen um den Wahnsinn, der uns alle von Zeit zu Zeit wieder befällt.
Unabhängig von ihrem Inhalt transportieren Zureichs Recyclinggedichte schon durch ihre Form eine starke Message: Wir müssen uns gerade alle mit dem zurechtfinden, was wir vorfinden, das hinnehmen, was eben da ist, aber zwischendrin ist immer noch viel Raum für Spiel, für ganz eigenes, für Schönheit.

Mit Unterstützung durch das Kulturamt Konstanz mittels des Fördertopfs »Kultur-Clip vs. Corona« ist zu #austekstmachneu derzeit ein Film von Teresa Renn entstanden, der die Methode des Klebgedichts vorstellt und auf Christine Zureichs Homepage zu finden ist. Er ist eine Einladung an Menschen, die nie freiwillig zu Stift oder Tastatur greifen würden, dennoch zum Dichter oder Dichterin zu werden. Jeder, der sammelt, schneidet und klebt, soll seine Gedichte unter #austekstmachneu posten. Sowohl Christine Zureich als auch das Kulturamt sind auf die Ergebnisse gespannt.

Ulrich Riebe: »Konstanz schickt ein Licht in die Welt«

© Ulrich Riebe

Der Konstanzer Panoramafotograf und Lichtkünstler Ulrich Riebe hat die Zeit in der Quarantäne genutzt, um ein lang ersehntes Projekt umzusetzen.
»Wir haben zwar kein Matterhorn, dafür einen Münsterturm.«
Und genau diesen verzierte der Künstler aus der Quarantäne heraus mit einer Videoprojektion, die ein Zeichen, sowohl der Solidarität mit den Partnerstädten als auch der Verbundenheit mit der ganzen Welt, setzen sollte. Um aber Massenansammlungen auf dem Münsterplatz zu vermeiden, übertrug eine Live-Kamera das Geschehen weltweit über eine eigens für das Projekt errichtete Webseite.
 
Im Zeitraum vom 6. bis zum 10. Mai wurden bei der Projektion, täglich ab 21:30 Uhr, Grüße interaktiv an die Partnerstädte und die ganze Welt gesendet. Die Besucher konnten Einfluss auf die Projektion nehmen, indem sie ihren Herzrhythmus »spendeten«, d.h. ein Algorithmus errechnete aus dem virtuellen über das Handy eingetippten Herzschlag und der Herzvariabilität, wofür das Herz der BesucherInnen schlägt. Eine neue Form von gelebter Herzdemokratie.

So wurde mit Hilfe verbundener Herzen und ermöglicht durch zwei Hochleistungsbeamer, welche die Nordspitze der Münsterturms mit insgesamt 30.000 Lumen erleuchteten, ein Licht in die Welt gesendet. Bilder der Aktion sind auf Facebook einzusehen.

 

Arlen Konietz: »"Koch doch selber!" - eine Miniserie«

© Arlen Konietz

Der digitale Kochwahnsinn - Koch doch selber! von und mit Arlen Konietz, Teresa Renn, Daniel Gruenauer und Joachim Steiner-Oberndörfer ist online und auf YouTube, Instagram und facebook zu finden.

Pro Folge treten in heimischen Küchen jeweils zwei Kandidat*innen gegeneinander an, alle gespielt von Schauspieler Arlen Konietz.
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie kochen die Menschen wieder mehr. So auch Micha, Joe, Frauke und weitere Kandidat*innen. Sie alle zaubern in gerafften 10 Minuten ihre kleinen und feinen Gerichte und erzählen dabei aus ihrem bewegten Leben. Sie zeichnen mal auf lustige, mal auf ernste Art und Weise einen vielfältigen Querschnitt unserer Gesellschaft. Alle teilen sie den Wunsch, als Sieger*in aus dem Duell und schließlich aus der gesamten Staffel hervorzugehen. Der/die Kandidat*in mit den meisten Likes gewinnt eine eigene Live-Kochshow im kommenden Jahr. Wer bis dahin nicht warten möchte, dem sei gesagt, dann „koch doch selber!“.
Neben Arlen Konietz, Schauspieler am Theater Konstanz, gehören Daniel Grünauer (Regie & Moderation), Joachim Steiner (Ausstattung & Kostüm) und Teresa Renn (Produktion, Kamera & Schnitt) zum Kernteam.

Das Projekt wird unterstützt von Anselm Venedey, a2r:media, Rewe Konstanz, Otto Müller und Natürlich vom Kaiserstuhl.

Patrick Doodt: Tanzfilm »A Lonely Dance«

© Patrick Doodt

Videoproduzent Patrick Doodt hat mit »A Lonely Dance (Ein einsamer Tanz)« ein Tanzvideo gedreht, das die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf das öffentliche Leben verdeutlichen soll, indem alleine an Orten getanzt wird, die normalerweise nie menschenleer sind.

 
Die Choreographie wurde von Giulia Donazzi mit Sandy Wenzel vom Tanzwerk Konstanz zu dem Lied und für die einzelnen Drehorte ausgearbeitet.
 
Das Video ist auf Youtube unter https://youtu.be/bKaUVqRBcr8 zu sehen.

https://www.patrickdoodt.comhttps://www.tanzwerk.dance
Der Videodreh wurde unterstützt durch das Kulturamt Konstanz mittels des Fördertopfs »Kultur-Clip vs. Corona«.

Ute Kledt – »Il canto degli uccelli«

© Ute Kledt

Der Film »Il canto degli uccelli« von Ute Kledt zeigt Vogelstimmen aus dem "Paradies“, einem Stadtteil der Stadt Konstanz – sowohl tagsüber als auch nachts.

Ausgangspunkt war für die Künstlerin, dass es in Italien während des Lockdowns durch Covid-19 Balkonkonzerte gab. Livemusik, Lieder, Arien, gemischt mit dem Sirenengeheul der Krankenwagen.
Ute Kledt wollte erfahren, was die aufkommende Pandemie in Konstanz in ihrem Wohnquartier bewirken würde.

Es geschah allerdings nichts. So eine Ruhe hatte es noch nie gegeben. Die Autobahn war geschlossen. Statt Balkongesängen konnte man im Paradies wieder die Vögel singen hören. Man konnte wieder nachts bei offenem Fenster schlafen.
Der Film ist auf Youtube https://youtu.be/Yj0thPhA7l0  zu sehen.

Manuela Ziegler: »Schreibaufgabe „MeineStadtundIch“ «

© Manuela Ziegler


Erzählen hilft, Gedanken neue Wege bahnen zu lassen! 
Deshalb möchte Manuela Ziegler  mit ihrem Projekt ältere Menschen dazu anregen, sich mit ihrer Vergangenheit und ihrer Beziehung zur Stadt Konstanz auseinanderzusetzen. 
Was wirdmit der Stadt am See verbunden? Welche Erinnerungen und welche Begegnungen sind wichtig? Welche Orte der Stadt spielen dabei eine Rolle? Und gibt es in den verschiedenen privaten
Fundus gar ein Stück Stadtgeschichte?

Dabei zählt alleine die Freude am Erzählen und Gedanken spinnen.
Über Kurierdienste gelangen die Aufgaben in Seniorenheime und Privathaushalte.

Am Ende entsteht so ein Kaleidoskop mit vielen verschiedenen Perspektiven auf Konstanz und seine ältere Bevölkerung. Das Endergebnis wird veröffentlicht.

Eldar Saparayev: »Balcony Concerts«

© Manuela Ziegler

Eldar Saparayev ist Solo-Cellist des Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, Gründer und Künstlerischer Leiter des Vereins »Klassik Konstanz« und als Cellist häufig im Ausland unterwegs.

Die Corona-Pandemie führte auch für ihn zur Absage etlicher Engagements und zum ungeplanten »Daueraufenthalt« in Konstanz, wo er zurzeit im Hotel Viva Sky wohnt. Diese Situation mit den begrenzten sozialen Kontakten weckte in ihm den Wunsch, die Menschen in seiner Umgebung mit seiner Musik zu unterstützen. So entstand die Idee zu den »Balcony Concerts«: Von seinem Balkon oder auch auf dem Dach des Viva Sky spielt er kleine Cellokonzerte, welche die Nachbarn aus ihren Fenster, von ihren Balkonen und im Hof des Hotels hören können. Bei seinen kleinen Konzerten holt sich Eldar Saparayev auch die Unterstützung von Musiker-Kollegen, so spielte er am 7. Mai zusammen mit Dieter Dörrenbächer, Leiter der Musikschule Konstanz. 

Der Konstanzer Fotograf Patrick Pfeiffer nahm von zwei dieser Konzerte professionelle Videos auf, die auf Youtube und Facebook zu erleben sind und so weit über seinen Balkon im Viva Sky hinaus auch Menschen weltweit erreichen.

Kulturfonds

Der Konstanzer Kulturfonds wird jährlich vergeben und fördert freie Kulturprojekte von Konstanzer und Kreuzlinger Kulturschaffenden.

Ein Gremium, bestehend aus Vertretern des Gemeinderates, Repräsentanten der freien Kulturszene, des Stadttheaters und der Kulturverwaltung, entscheidet über die Vergabe der Projektmittel. Einsendeschluss für die Förderanträge ist jeweils der 1. Dezember des Vorjahres.

Antragsformulare und die Richtlinien für Projekte, die 2019 umgesetzt werden sollen, können auf dieser Seite heruntergeladen werden oder direkt über das Kulturamt der Stadt Konstanz bezogen werden. 

Summe des Kulturfördertopfes, Stand 2015: 50.000€

Downloads Kulturfonds:

Projektförderung

Die Projektförderung umfasst Zuwendungen zur Deckung oder teilweisen Deckung von Ausgaben des Zuwendungsempfängers für einzelne abgegrenzte Vorhaben.
Die Förderung konzentriert sich auf öffentliche Projekte, nicht auf allgemeine Vereinszwecke und Maßnahmen, die sich ausschließlich an die eigenen Mitglieder richten.

Downloads Projektförderung:

Institutionelle Förderung

Die Institutionelle Förderung ist eine regelmäßige Förderung mit festen Beiträgen. Sie umfasst Zuwendungen zur Teilfinanzierung der gesamten Aufgaben oder eines nicht abgegrenzten Teils der Ausgaben des Zuwendungsempfängers.

Gefördert werden nicht einzelne Projekte, sondern generell die jährlichen Aktivitäten der Initiative und ihr kontinuierliches Angebot.

Downloads Institutionelle Förderung:

Sonstige Fördermöglichkeiten

Mentoring-Programm „Frauen in Kultur und Medien“ 2020

Das Projektbüro „Frauen in Kultur & Medien“ des Deutschen Kulturrates führt zum vierten Mal ein bundesweites 1:1-Mentoring-Programm für hochqualifizierte Künstlerinnen und Kreative durch, die im Kultur- und Medienbereich eine Führungsposition anstreben.

Den ausgewählten Mentees werden je eine Mentorin oder ein Mentor an die Seite gestellt, die herausragende Führungspositionen in Kultureinrichtungen oder der Kreativwirtschaft inne haben, bzw. erfolgreich selbstständig tätig sind, die über ein weit gespanntes Netzwerk verfügen, im Markt präsent sind und ambitionierten Frauen gerne etwas von ihrem Know-How vermitteln, damit diese eine größere Chance erhalten, ebenfalls in Führungspositionen vorzustoßen.
Im Tandem sollen die Mentees vom Erfahrungsschatz dieser etablierten Berufskolleginnen und -kollegen profitieren, damit langfristig mehr Frauen an den Schaltstellen von Kultur- und Medienwirtschaft bzw. Politik und Verwaltung vertreten sind.


Weitere Informationen finden Sie hier: 

Kunststiftung Baden-Württemberg

Die Kunststiftung Baden-Württemberg fördert junge Künstlerinnen und Künstler in Form von Stipendien in den Sparten: 

  • Bildende Kunst
  • Kunstkritik
  • Literatur
  • Musik (Jazz, Klassik, Komposition, Neue Musikformen)

Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler, die in Baden-Württemberg geboren sind oder leben. Die Altersgrenze liegt bei 35 Jahren, in begründeten Ausnahmefällen (Elternzeit oder längere Krankheit) kann die Altersgrenze auf 40 Jahre angehoben werden. Über die Stipendienvergabe entscheiden Fachjurys. Ausschlaggebend sind allein die Begabung und die Qualität der eingereichten Arbeiten. Die Stipendien sind in einer Höhe von bis zu 10.000,- Euro dotiert; zusätzlich organisiert die Kunststiftung mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten zahlreiche Veranstaltungen. Eine reine Projektförderung ist leider nicht möglich.
Bewerbungen für den Bereich Bildende Kunst sind erst nach der Ausbildung möglich. Für die Kategorien Kunstkritik und Literatur wird ein Hochschulabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation vorausgesetzt. In der Sparte Musik können sich auch Studierende bewerben. Die Bewerbung sollte durch die Künstlerin / den Künstler selbst erfolgen und schriftlich an die Kunststiftung Baden-Württemberg gerichtet werden.

Für weitere Informationen:

Kunststiftung Baden-Württemberg
Gerokstraße 37
70184 Stuttgart
T.: 0711/236 76 71
info@kunststiftung.de (Link: info@kunststiftung.de )

Richtlinien für die Förderung von Veranstaltungen im Bodenseeforum Konstanz

Die Stadt Konstanz fördert auf Grundlage dieser Richtlinie ortsansässige Vereine, die im Bodenseeforum Konstanz Veranstaltungen durchführen und dadurch einen wesentlichen Beitrag zu einer abwechslungsreichen Veranstaltungslandschaft in Konstanz leisten.

Die Förderung erfolgt in Form einer Fehlbetragsfinanzierung. Die Richtlinien sollen eine transparente Vergabe der jeweils im Haushalt zur Verfügung stehenden Mittel bewirken.


Hinweis: Bitte beachten Sie vor Antragstellung unsere jeweiligen Richtlinien. Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren und vorab klären, ob ein Antrag formal denkbar ist.

Mit Absenden des Antragsformulars willigen Sie ein, dass die im Förderantrag angegebenen personenbezogenen Daten gespeichert und verarbeitet werden. Zudem werden die für das Entscheidungsverfahren notwendigen Angaben (Angaben zur Person, sowie zum Projekt) an entscheidungsberechtigte Dritte (jeweiliges Gremium bzw. Jury) weitergegeben.

Weitere Links

Hier finden Sie eine Auswahl an nützlichen und informativen Links rund um das Thema Kultur:

Kulturpolitische Gesellschaft e. V.

Die Website "Europa fördert Kultur" informiert Kultureinrichtungen, Vereine und Verbände, Kulturmanager, Kulturschaffende und Künstler, Kommunen und regionale Behörden, Forschungs- und Bildungsinstitute sowie Unternehmen aus den Bereichen Kulturwirtschaft, Medien und Bildung über ca. 40 Förderprogramme der EU, die auch für kulturelle Vorhaben relevant sind.
www.europa-foerdert-kultur.info

Kunstbüro

Eine Anlaufstelle für Bildende Künstlerinnen und Künstler in Bezug auf allgemeine oder individuelle Fragen und Probleme, für Informationen in Bezug auf Stipendien und Preise, für organisatorische Anregungen und Weiterbildungen, für künstlerischen und persönlichen Austausch.
www.kunstbuero-bw.de

Deutsches Informationszentrum

Wer fördert was? Die Antwort wird hier ganz einfach.
www.kulturfoerderung.org/de/dizk_content/Foerderersuche/

Cultural Contact Point

Der Cultural Con­tact Point Germa­ny (CCP) ist die offi­­ziel­le deu­tsche Kontakt­­stel­le für die Kultur­­förder­ung der Euro­päischen Un­ion.
www.ccp-deutschland.de/

Seite des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Kulturfinder

Das Online-Portal für Kultur in Baden-Württemberg. Hier finden Sie Termine, Inhalte, Infos usw.
www.kulturfinder-bw.de

ZF Kunststiftung

Das Förderkonzept umfasst drei Schwerpunktthemen: die regionale Kulturförderung, das Stipendium für Bildende Künstlerinnen und Künstler sowie den ZF-Musikpreis. Die Begegnung mit Kunst und Kultur spielt eine zentrale Rolle, das unmittelbare Erleben, der persönliche Kontakt werden großgeschrieben. Atelierbesuche oder Künstlergespräche fördern die direkte Auseinandersetzung mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen. Öffentliche Wettbewerbskonzerte und Meisterkurse ermöglichen dem Publikum ganz neue Einblicke in die Welt der Musik.
www.zf.com/kunststiftung/content/de/homepage/index.html

Kleinkunstpreis Ba-Wü

Baden-Württemberg sucht wieder die besten Kleinkünstler des Landes. Der Wettbewerb um den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2011 wird von der Regierung des Landes ausgelobt und richtet sich an den Künstlerischen Nachwuchs sowie an professionelle Künstlerinnen und Künstler aus der Kleinkunstszene. Teilnahmeberechtigt sind sowohl Einzelinterpreten als auch Gruppen, gleichgültig, ob es sich dabei um Amateure handelt oder um professionelle Künstler. Die Bewerber sollen mindestens 16 Jahre alt sein und in Baden-Württemberg wohnen.
www.kleinkunstpreis-bw.de

Förderatlas der Initiative Musik GmbH

Kulturkalender BW Online

Auf dieser Seite gibt es hochwertige Infos und Kulturtipps, sowie alle wichtigen Veranstaltungstermine aus den Sparten Musik, Kunst, Theater, Literatur und Tanz.
www.kulturkalender-online.de

Kulturpreise online

Fakten und Meinungen zu Preisen, Ehrungen, Stipendien und anderen regelmäßigen Förderaktivitäten.
www.kulturpreise.de

Landesmusikakademie Berlin

Als musikalische Bildungseinrichtung hat die LA Berlin den Auftrag, die Laienmusik in Berlin durch vielfältige Angebote in unterschiedlichen Angebotsformen zu fördern. Über Vernetzung, Qualifizierung, Anregung, Projektbegleitung und -Unterstützung verhelfen wir Menschen jeden Alters und jeder Herkunft, Musik in all ihren Facetten zu entdecken und sich musikalisch zu professionalisieren. Damit leistet die Landesmusikakademie einen wichtigen Gesellschaftsbeitrag.
www.landesmusikakademie-berlin.de

Filmcommission Bodensee

Ansprechpartnerin: Miriam Schuster

Die FilmCommission Bodensee ist ein Angebot der Bodensee Standort Marketing GmbH und Teil der von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH initiierten und mitfinanzierten regionalen Anlaufstellen für Filmschaffende in Baden-Württemberg. Sie dient der Förderung der regionalen Filmwirtschaft und bietet in- und ausländischen Filmschaffenden kostenlose Beratung, Information und Unterstützung rund um den Dreh in der grenzüberschreitenden Vierländerregion Bodensee.
Die FilmCommission Bodensee ist somit die erste vier Länder übergreifende Einrichtung ihrer Art. Bei grenzüberschreitenden Filmprojekten hat dabei die räumliche Nähe der Länder den Vorteil, geforderte Ländereffekte der jeweiligen Filmförderungen mit möglichst geringem logistischen Aufwand zu erzielen.
www.filmcommission-bodensee.de