Wir als Stabsstelle initiieren und pflegen die Kooperation mit allen relevanten Akteuren, u.a. interkulturellen Vereinen und Migrantenselbstorganisationen (MSOs) bzw. internationalen Vereinen, Hochschulen und ehrenamtlichen Helferstrukturen.

Projektförderung durch die SKI

Sie sind eine zivilgesellschaftliche Organisation und haben ein Projekt bei dem Sie unsere Unterstützung möchten? 

Wenn Sie ein Projekt oder eine Projektidee in einem der folgenden Bereiche haben, freuen wir uns über Kontaktaufnahme.

  • Stärkung der Willkommenskultur in der Stadt Konstanz
  • Förderung der gleichberechtigten Teilhabe
  • Stärkung des Zusammenhalts

 
Wir bieten Ihnen nach Möglichkeit eine ideelle, sachliche oder finanzielle Unterstützung an. 
Weitere Informationen finden Sie in unseren Grundsätze zur Projektförderung (Förderrichtlinien) (151 KB). Für Fragen stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Sie können sich direkt mit diesem Formular (53 KB) bewerben oder bei Bedarf Kontakt mit uns aufnehmen.

Der/die Zuwendungsempfänger/in hat spätestens 3 Monate nach Abschluss des Projektes einen Sach- und Finanzverwendungsnachweis zu erbringen. Dabei ist die Vorlage „Verwendungsnachweis der SKI“ (96 KB) zu verwenden.

Aktuelle Projekte

Veranstaltungskalender

Februar
21.2.
Online Veranstaltung "Sprachliche Vielfalt in Konstanz
- Chancen, Herausforderungen und Erfahrungen”.
Anlässlich des internationalen Tags der Muttersprache
22.2.
Internationales Forum
März
17.3.

Buchlesung: "Wie hättet ihr uns denn gerne?
Ein Briefwechsel zur deutschen Realität"
Mit Özlem Topçu und Richard C. Schneider

Zum Internationalen Tag gegen rassistische Diskriminierung
April
2.4. Lebendige Bibliothek -
Internationale Frauenwochen
9.4. Internationales Konzil
Mai
12.5. Die rettende Grenze - Druck.Machen
31.5. Der Krieg in der Ukraine unter der Genderperspektive
Juni
10.6. "Der Vogelfänger und der Spatz" - Kinderbuch
Bilinguale Lesung und Gespräch mit Marifet Kaya

12.6. Serenat Ezgican "Lieder aus aller Welt"
20.6. Flucht.Macht.Diskriminierung - Weltflüchtlingstag
25.6. Kicken gegen Rassismus
Juli
12.7. Lasst uns über Diskriminierung sprechen

12.7. - Lasst uns über Diskriminierung reden!

Antidiskriminierungsarbeit in Konstanz

Verschiedene Konstanzer Stellen, die sich mit Antidiskriminierungsarbeit beschäftigen und Beratung anbieten, stellen sich und ihr Arbeit vor:

  • Melanie Brand und Felicia Afriyie stellen das Angebot der Antidiskriminierungsberatung adib der AWO im Landkreis Konstanz vor: Für wen ist das Angebot da? Zu welchen Themen kann ich mich beraten lassen? Was erwartet mich in der Beratung?
  • Julika Funk stellt die Beratungsangebote zu Chancengleichheit und Antidiskriminierung bei der Stadt Konstanz vor.
  • Lana Daudrich, Prof. Dr. Theodoros Marinis und Vera Maier-Tragmann stellen die Antidiskriminierungsarbeit an der Universität Konstanz und der HTWG Konstanz vor.
  • Linda Adae stellt die Ergebnisse aus einem "Oral History" Projekt zu Rassismuserfahrungen in Konstanz vor.

Wir versuchen, den Zugang möglichst barrierearm zu gestalten. Teilen Sie uns gerne Ihre Bedürfnisse mit!
Wir wollen an diesem Abend auch über Diskriminierungserfahrungen ins Gespräch kommen. Was macht es schwierig darüber zu reden? Let's talk about it!

Wann: Dienstag, 12.7.2022, 17 - 19 Uhr Wo: Kulturzentrum K9, Hieronymusgasse 3, 78462 Konstanz
Eintritt ist frei und ohne Anmeldung
Hier gibt's den Programmflyer (351 KB)

Alle, die nicht Fußball spielen möchten, können zuschauen und anfeuern, sich an den Ständen von NGO’s informieren, Kurzbeiträgen von Menschen aus aller Welt lauschen, Beachvolleyball spielen, ins Gespräch kommen, leckeres Essen genießen und natürlich Spaß haben!

25.6. - Kicken gegen Rassismus

Weil Rassismus verhindert, dass wir uns freundlich begegnen. Weil Rassismus für viele das Recht auf die gleichen Chancen im Leben verwehrt. Weil Rassismus unfair ist, hat er bei uns auf dem Platz nichts zu suchen. Es geht nicht ums Gewinnen, es geht um ein Leben miteinander in Frieden und Freiheit - gemeinsam wollen wir Rassismus vom Platz kicken"
Seid dabei und stellt ein Team, das NEIN sagt zu Rassismus:

Wann: Samstag, 25. Juni von 10 - 17 Uhr auf dem Sportplatzareal Schänzle (bei schlechtem Wetter wird das Turnier abgesagt) Was: Ein Fußballturnier mit 21 Teams mit he 6 SpielerInnen (+ AuswechselspielerInnen). Spielzeit pro Partie sind 10 Minuten - jede Gruppe spielt 6 Spiele. Es wird jeweils auf zwei Plätzen gespielt. Besonderheiten: Es muss immer ein/e FLINT-FußnallerIn auf dem Platz eines Teams sein, während des gesamten Spiels. (FLINT: Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans).
Anmeldung: Meldet euch an, indem ihr 20€ an eine NGO eurer Wahl (Verwendungszweck: Kicken gegen Rassismus) spendet und uns eure Anmeldung inkl. Team-Name und Telefonnummer einer Ansprechperson an folgende Mail schickt: kicken@cafe-mondial.orgAnmeldeschluss für die Teams ist der 20.05.2022

Alle, die nicht Fußball spielen möchten, können zuschauen und anfeuern, sich an den Ständen von NGO’s informieren, Kurzbeiträgen von Menschen aus aller Welt lauschen, Beachvolleyball spielen, ins Gespräch kommen, leckeres Essen genießen und natürlich Spaß haben!


Die SKI hat das Turnier nicht nur finanziell unterstützt sondern bei diesem Event teilgenommen und dabei ein klares Zeichen für Fairness und gegen rassistische Diskriminierung gesetzt. Dabei spielte die SKI mit drei SpielerInnen in der städtischen Mannschaft „BSG Stadt Konstanz“ mit.
Zusätzlich war die SKI mit einem Info-Stand am Spielfeldrand vertreten.

Zu Beginn des Turnier eröffnete Dr. David Tchakoura zusammen mit Melanie Brand von der Antidiskriminierungsstelle des Landkreises das Turnier mit einem Grußwort zum Thema Zusammenhalt.

Einen ausführlichen Bericht des Turniers gibt es auf der Webseite des Café Mondial.

20.6. - Flucht.Macht.Diskriminierung

Mitte 2021 waren weltweit 84 Millionen Menschen auf der Flucht. Das ist mehr als die gesamte Bevölkerung Deutschlands. Mit dem aktuellen Krieg in der Ukraine muss diese Zahl noch deutlich nach oben korrigiert werden. (Zugeschriebene) Merkmale wie Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Religion und Kultur führen zur Hierarchisierung und Priorisierung von Menschen und ihren Fluchterfahrungen. Diese Unterscheidungen haben schwerwiegende Konsequenzen für das Schicksal der Flüchtenden bzw. der Geflüchteten. Je nach institutioneller Bewertung durch EntscheidungsträgerInnen erhalten sie ein unterschiedliches Maß an aufenthaltsrechtlicher Sicherheit, Ressourcen, Würde und Unterstützung. In der medialen Berichterstattung werden rassistische Bilder über Geflüchtete aufgegriffen und verbreitet; wiederholt finden sich Debatten, die „kulturelle“ Nähe oder Fremdheit zuschreiben. Die derzeitige Fluchtbewegung aus der Ukraine verdeutlicht die Notwendigkeit einer längst überfälligen Diskussion über ungleiche Behandlungen von Geflüchteten. Welche gravierenden Auswirkungen haben diese Ungleichbehandlungen auf sie? Wie kann das Grundrecht aller Menschen auf Würde bewahrt werden und welche Verantwortung tragen wir dabei als Gesamtgesellschaft? Die Veranstaltung beleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven die vielschichtigen Zusammenhänge von Flucht, (Ohn)Macht und Diskriminierung und lädt zur Reflexion ein.

Öffentliche Online-Veranstaltung anlässlich des Diversity Day und des Weltflüchtlingstags 2022
in Kooperation mit dem Referat für Gleichstellung, Familienförderung und Diversity der Universität Konstanz und der Antidiskriminierungsberatung Landkreis Konstanz sowie der Referentin für Gleichstellung und Diversity der HTWG, Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung

Montag, 20.06.2022, 17.00-19.00 Uhr, Zoom

Hier gibt's den Programmflyer (351 KB)


Zoom-Zugangsdaten
https://us06web.zoom.us/j/82201450333?pwd=U1NDRmFXYmhOcE94bkJHS3N1ZU5xZz09
 
Meeting-ID: 822 0145 0333
 

Serenat Ezgican "Lieder aus aller Welt"

Auf ihrem Soloalbum „I touched the rainbow“ und im neuen Konzertprogramm erzählt Serenat von Liebe, Leid und Hoffnung und singt dabei in 22 Sprachen und Dialekten u.a. georgisch, armenisch, türkisch, kurmandschi, italienisch, griechisch, judeo espanol, in Romanes und in der kurdischen Minderheitensprache Zazaki.

Serenat beginnt schon als Kind in den Sprachen ihrer Umgebung zu singen und die in Istanbul ausgebildete Musikerin hatte mit 18 Jahren ihre ersten Solo-Auftritte mit Gitarre und Gesang. 2008 ging sie für ein Friedensprojekt nach Italien und lebte dort vier Jahre lang in einem Haus mit mehrsprachigen Bewohner*innen. Sie entdeckte Lieder in vielen Sprachen und ihre Geschichten. Serenat begann diese Lieder zu sammeln. In Italien trat sie mit verschiedenen Musikgruppen auf. Heute lebt die Musikerin in der Schweiz und unterrichtet in Musik und Bewegung, was sie auch an der Züricher Hochschule der Künste studierte. Wir freuen uns mit ihr den Schatz vieler Sprachen in Form von Liedern und Geschichten auf die Bühne des K9 bringen zu können.

Termin: Sonntag, 12. Juni
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr (bis 22 Uhr)
Ort: Kunst- und Kulturzentrum K9, Hieronymusgasse 3, Konstanz
Eintritt regulär 12 Euro/ ermäßigt 10 Euro 

zum Kartenverkauf

Der Vogelfänger und der Spatz (Kinderbuchlesung)

Am Freitag, den 10. Juni um 13 Uhr liest die Autorin Marifet Kaya aus dem bilingualen Märchenbuch "der Vogelfänger und der Spatz" in Zazaki und Deutsch.

Eine Veranstaltung mit Filmausschnitten und Gespräch. Die Kinderbuchlesung findet im Rahmen der Ferienwoche zur Sprachvielfalt mit spannenden Angeboten und lustigen Spielen statt.

Termin: Freitag, 10. Juni
 Beginn: 13 Uhr 
Ort: KiKuZ, KinderKulturzentrum, Rebbergstr. 34 - 36
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten

Informationen und Anmeldung unter:
E-Mail: Kikuz@Konstanz.de
Tel. 07531 54197

Der Krieg in der Ukraine unter der Genderperspektive

Der Vortrag beinhaltet den Bericht einer Augenzeugin, die kurz nach der russischen Invasion in der Ukraine im März 2022 aus Kiev nach Konstanz geflohen ist. Sie berichtet über die tragischen Ereignisse im Krieg und auf der Flucht in und aus der Ukraine über Polen nach Deutschland aus der geschlechtsspezifischen Perspektive.Insbesondere wird auf die erhöhten Risiken für Frauen und Mädchen eingegangen z.B. sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt in den besetzten Regionen, erschwerter Zugang zum Gesundheits- und Mutterschutz und Menschenhandel mit geflüchteten Frauen.

Dr. Lina Kurchenko ist seit 2013 Dozentin am Lehrstuhl für Deutsch an der Fakultät für Internationale Wirtschaft und Management der Kyjiwer Nationalen Vadym-Hetman-Wirtschaftsuniversität in der Ukraine. Sie setzt sich für die gelebte Gleichstellung an Universitäten ein und koordiniert derzeit auf der ukrainischen Seite das bilaterale DAAD-finanzierte Projekt von der Universität Konstanz und der KNEU "Female Leadership in Academia and Management in Germany and Ukraine".

Termin: Dienstag, 31. Mai
 Beginn: 17 Uhr (bis 18.30 Uhr)
Ort: Rosgartenmuseum Konstanz
Eintritt frei

Die rettende Grenze - Druck.Machen

Wie Schmuggel und Fluchthilfe die Menschlichkeit bewahren
Am westlichen Bodensee spielte der illegale Grenzübertritt stets eine gewichtige Rolle – und oft war er demokratiefördernd und lebensrettend: Vor und während der demokratischen Revolution 1848 zum Beispiel, als liberale Konstanzer Verleger ihre Druckschriften in Kreuzlingen herausbrachten; während der repressiven Bismarck-Zeit, als die Sozialdemokratie verboten war (1878–90) und linkes Schrifttum über die Grenze geschmuggelt wurde – oder zur Nazizeit, als mutige Menschen NS-Verfolgte in die rettende Schweiz in Sicherheit brachten.

Auch in den 1990er Jahren – die Asylgesetzgebung wurde damals schrittweise ausgehöhlt – wagten so manche den kühnen Schritt. Aber wie sieht es heute aus? Wie und wo kann man sich engagieren, um der inhumanen Abschottungspolitik etwas entgegenzusetzen?

Eine Debatte über Flucht und Schmuggel früher und jetzt. Es nehmen teil: Musa Cebe (Kurdistan/D), Jürgen Weber (Filmer, Seebrücke), Gabriel Endurance (Nigeria/D), Thomas Nuding (Seenotretter), Alexa Best (Flüchtlingshelferin) und Ralph Braun (Buchautor, OV Medien Konstanz). Gesprächsleitung: David Tchakoura (Stabsstelle Stadt Konstanz International)

Termin: Donnerstag, 12. Mai 2022, 20 Uhr
Ort: Bürgersaal, Stephansplatz, Konstanz
Eintritt ist grundsätzlich frei – aber wir sammeln Spenden für das Projekt SARAH-Seenotrettung!

*Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

Lebendige Bibliothek

Frauen erzählen ihre Geschichte
Das Prinzip der „Lebendigen Bibliothek“ ist so einfach wie originell. Anstelle eines Buches erzählten am 2. April 2022 von 15 bis 17 Uhr zehn Frauen aus Konstanz ihre Geschichte. Dabei handelt es sich nicht nur um ihre eigene Lebensgeschichte. Manche berichten – wie ein Sachbuch – von ihrer täglichen Arbeit, wie beispielsweise die Mitarbeiterinnen des Vereins „Frauen helfen Frauen in Not e.V.“, die Leiterin des Hospizes oder eine Mitarbeiterin des Frauenhauses. Aber auch andere Genres, wie eine Liebesgeschichte oder das Abenteuer des Ankommens in einer Flüchtlingsunterkunft als kleines Mädchen, waren vertreten und wurden mit mitgebrachten Bildern und Erinnerungsstücken den ZuhörerInnen lebhaft erzählt.  
Alle beteiligten Frauen trugen durch Ihre Erzählungen dazu bei, für Themen, die zwar aus den Medien und dem Alltag allgemein bekannt zu sein scheinen, zu sensibilisieren und den „LeserInnen“ näher zu bringen. Die „lebendigen Bücher“ konnten für 20 bis 30 Minuten ausgeliehen werden und zu ihrer Geschichte gefragt werden. Viele der zahlreichen BersucherInnen liehen sich gleich mehrere Bücher aus und waren begeistert von den eindrücklichen Erzählungen der Frauen.

Die Veranstaltung fand im Treffpunkt Petershausen in Kooperation mit der Stabsstelle „Konstanz internationale Stadt“ statt und ist Teil des Rahmenprogramms zum „Internationalen Frauentag“ der Stadt Konstanz. AbiturientInnen der Gemeinschaftsschule Konstanz verkauften Kaffee und Kuchen.

Tag gegen Rassismus - Online Lesung "Wie hättet ihr uns denn gerne? Ein Briefwechsel zur deutschen Realität"

Am 21. März 2022 jährt sich der Internationale Tag gegen Rassismus zum 56. Mal. Dieser wurde erstmalig im Jahr 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Um die Bedeutung dieses  wichtigen Tages zu unterstreichen, laden die Stabsstelle Konstanz International, die VHS Konstanz, die Deutsch-Israelische-Gesellschaft Bodensee-Region und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz zur Online-Lesung  "Wie hättet ihr uns denn gerne? Ein Briefwechsel zur deutschen Realität" am 17. März um 19.30-21.00 Uhr ein.

Die bei der Landes-Antidiskriminierungsstelle (LADS) von Baden-Württemberg eingehenden Anfragen weisen auf eine erschreckende Entwicklung hin: Circa ein Drittel der Anfragen thematisieren rassistische Diskriminierungen. Die Themen betreffen dabei nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens. Oft müssen Menschen rassistische Anfeindungen auf dem Arbeitsmarkt, bei der Wohnungssuche oder beim Arzt und Besuch im Restaurant erleben. Vor allem in der Corona-Krise haben besonders asiatische und jüdische Menschen den Hass zu spüren bekommen.

Als internationale und weltoffene Stadt, die Heimat für Menschen aus 160 unterschiedlichen Nationen ist, ist es für Konstanz eine Selbstverständlichkeit, Menschenfeindlichkeit in allen ihren Formen konsequent entgegenzuwirken. Die Online-Lesung mit Özlem Topçu und Richard C. Schneider ist nicht nur die Sicht zweier Journalisten, die am Diskurs über das Verhältnis zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten teilnehmen, sondern die zweier Freunde, die sich ihre deutschen Geschichten erzählen. Und miteinander können sie auch über ihre Ganz-, Halb- und Viertel-Identitäten diskutieren, denn sie wissen, was es heißt, in unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften beheimatet zu sein. In ihrem politischen, gesellschaftskritischen Sachbuch blicken sie auch als "Jude" und "Türkin" ein Jahr lang auf Deutschland, seine Debatten zu Integration, Rassismus, Antisemitismus und den Umgang mit dem „Anderen“, mal irritiert, mal überrascht, oft wütend.

"Wie hättet ihr uns gerne?" ist ein Briefwechsel zur deutschen Realität, voller Humor, Einsichten und Geschichten aus zwei deutschen Welten. Muslimisch, jüdisch, deutsch - ein Erfahrungsbericht.
Özlem Topçu und Richard C. Schneider sind neben vielen Dingen auch zwei Deutsche – das ist für viele immer noch nicht selbstverständlich.

 
Özlem Topçu: Geboren 1977 in Flensburg als Tochter türkischer »Gastarbeiter«, Studium der Islamwissenschaft, Politik und Medienwissenschaft. Von 2009 bis 2021 arbeitete sie für DIE ZEIT – erst als Redakteurin im Politikressort, später dann als stellvertretende Koordinatorin Außenpolitik – und schreibt heute für den SPIEGEL. Sie lebt in Hamburg.

 
 
 
Richard C. Schneider: Geboren 1957 in München als Kind ungarischer Holocaust-Überlebender. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte. Seit 1987 bei der ARD, 2006 – 2015 Studioleiter und Chefkorrespondent im ARD Studio Tel Aviv, 2016/17 dieselbe Position ARD Studio Rom. Seit 2017 Editor-at-Large beim BR/ARD. Er lebt in Tel Aviv.

Tag der Muttersprache

Am 21. Februar ist der Internationale Tag der Muttersprache um diesen Tag zu feiern und den internationalen Charakter von Konstanz zu unterstreichen, hat das Personal- und Organisationsamt zusammen mit der Stabsstelle Konstanz International die Mitarbeitenden zu einer Video-Aktion aufgerufen, um die sprachliche Diversität der Stadtverwaltung zu zeigen.

Im Video stellen sich einige städtische Kolleg:innen in ihrer jeweiligen Muttersprache vor.

Doch was versteht man überhaupt unter Muttersprache? Die Muttersprache ist die erste Sprache, die ein Kind versteht und spricht. Es lernt die Sprache von den Eltern, Familienmitgliedern oder weil es in einem anderen Land groß geworden ist. Daher wachsen manche Kinder auch mit mehreren Erstsprachen auf. Wer älter ist, kann neue Sprachen nicht mehr einfach vom Zuhören lernen, sondern muss sie sich aktiv beibringen.

Durch Sprachen werden nicht nur Informationen und Wissen vermittelt, sondern auch die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft gefördert. Daher ist ein wertschätzender Umgang mit den verschiedenen Herkunftssprachen von Kindern besonders wichtig.

Biografiegespräche

Biografiegespräche

Seit nun mehr 50 Jahren leben und arbeiten Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Und trotz einiger sehr guter Entwicklungen, hin zu mehr gegenseitiger Akzeptanz und einem offenen Miteinander, gibt es auch immer noch viele Barrieren. Wie können wir gemeinsam Brücken bauen, um gegenseitige Gefühle der Fremdheit, Vorurteile, mangelndes Wissen voneinander und daraus resultierende Missverständnisse zu überwinden? – Durch echte Begegnungen und Räume, in denen ein Dialog stattfinden kann. Für einen freundschaftlichen, ernsthaften und intensiven Austausch persönlicher Erfahrungen und Lebenswege. Mit unserem Projekt „Biografiegespräche.- Menschen erzählen sich ihr Leben“ leisten wir hierzu einen wichtigen Beitrag.

Die Biografiegespräche zwischen Deutschstämmigen und MigrantInnen orientieren sich an dem erfolgreichen Modell der Ost-West Biografiegespräche. Bereits seit fünfzehn Jahren lädt das Ost-West-Forum monatlich zu Ost-West Biografiegesprächen ein, um Menschen aus den alten und neuen Bundesländern näher zueinander zu bringen und ihr Verständnis für den jeweils anderen zu vertiefen.

Mit den Konstanzer Biografiegesprächen soll das Wissen voneinander vertieft und Vorurteile abgebaut werden. Toleranz soll geübt und Klarheit darüber geschaffen werden, dass es nicht nur die eigene Wahrheit gibt und gesellschaftliche Realitäten von verschiedenen Perspektiven betrachtet werden können. Wir wollen uns an diesem Wochenende intensiv mit unseren sehr persönlichen Biografien beschäftigen. Im Mittelpunkt steht, genau hinzuhören, um zu verstehen, was jemand sagt und was sie/er damit tatsächlich meint. Es geht darum, offen zu bleiben für die Sicht des Anderen.

Welche Erfahrungen bringen Biografiegespräche?

Einander zuhören, statt übereinander reden: Das ist das Ziel des Gesprächswochenendes. Es geht darum, das Leben des anderen zu begleiten, Fremdes anzuhören und verschiedene Wahrheiten zu akzeptieren. Unkommentiert und ohne, dass die persönlichen Erzählungen des anderen bewertet werden.

Nur so ist eine ehrliche Begegnung möglich. Nur so können Unterschiede und Gemeinsamkeiten erlebt, Missverständnisse erkannt und Kultur als ein Gefüge vielfältigster Facetten begriffen werden.

Die Biografiegespräche (578 KB) finden jedes Jahr im Frühjahr und Herbst statt. 
Wenn Sie offen für einen interkulturellen Austausch und neugierig auf das Leben der Anderen sowie bereit sind, Ihre eigene Lebensgeschichte zu erzählen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

REMARK

Remark (RefugeeMusicArtKonstanz) ist ein seit 2017 bestehendes Kunstkollektiv aus Konstanz. Es besteht aus Künstlern, Künstlerinnen und Kunstinteressierten mit und ohne Fluchterfahrung. Remark macht Kunst über, nach und trotz Flucht.

Gegründet wurde das Kollektiv mit dem Ziel Konstanzer Kunsträume zu öffnen, gemeinsame Kunst- und Dialogräume zu etablieren und gemeinsame Arbeiten einmal jährlich zu präsentieren. So will man lokale Künstler:innen mit und ohne Flucht- und Migrationserfahrungen zusammenbringen und gemeinsam eine „multivokale“ Kunst auf Augenhöhe gestalten und der gemeinsamen Stadtgesellschaft präsentieren. Die lokalen Künstler:innen teilen und öffnen ihre Infrastruktur und ihre Netzwerke mit geflüchteten Künstler:innen und stärken eine inklusive Willkommens- und Anerkennungskultur. Über die Kunst soll ferner die Gesellschaft sensibilisiert werden für Themen der Flucht und ein gemeinsamer Austausch angeregt werden.

Das Künstler:innen-Kollektiv besteht aktuell aus 10 Mitgliedern, 8 davon haben eigene Flucht- und Migrationserfahrungen. Flucht- und Migration sind zentrale Themen, die gemeinsam künstlerisch aufgearbeitet werden. Seit 2017 hat Remark zweimal jährlich mehrtägige Kunstveranstaltungen organisiert, die Ausstellungen, Konzerte und Lesungen umfassen. Remark will neue Begegnungs- und Wirkungsorte in der Region etablieren und einen gesamtgesellschaftlichen Austausch stärken. Im Vordergrund steht das gemeinsame Kunstschaffen. Damit beansprucht Remark die Potentiale und Ressourcen der Menschen und ermöglicht eine aktive Teilhabe insbesondere am kulturellen Leben, aber auch den zivilgesellschaftlichen Austausch mit einem breiten Publikum.

Wenn Sie interessiert sind bei Remark mitzumachen melden Sie sich bei: info@the-remark.de

Weitere Informationen zum Projekt REMARK finden Sie hier.

Perspektiven durch ehrenamtliches Engagement

Es ist für Neuzugewanderte nicht immer leicht, im neuen Land Fuß zu fassen. Vergleichsweise ist die Situation noch schwieriger für Geflüchtete und besonders für diejenigen von ihnen, die nur eine Duldung haben. Ohne Arbeitserlaubnis haben sie oft keine Zukunftsperspektiven. Neben Alltagsschwierigkeiten müssen sie psychische Belastungen überwältigen. An diese Zielgruppe richtet sich dieses Projekt. Geduldete Geflüchtete in Konstanz sollen in sinnvolle ehrenamtliche Beschäftigungen in lokalen Vereinen oder Institutionen vermittelt werden.

Unmittelbares Ziel des Projekts ist die Unterstützung der Integration von noch perspektivlosen Geflüchteten. Geflüchtete Personen werden für ehrenamtliches Engagement begeistert, um ihre Teilhabe an der Gesellschaft zu erhalten. Dabei können bisher erlernte Sprachkenntnisse angewendet und erweitert werden. Dies schafft wichtige Voraussetzungen für den Beginn einer Ausbildung oder den erfolgreichen Eintritt ins Berufsleben. Der Einsatz soll zudem das Selbstwertgefühl der Zielgruppe erhöhen, ihrem Alltag eine geordnete Struktur verleihen und ihr Leben etwas abwechslungsreicher machen.

Wenn Sie interessiert sind an diesem Projekt melden Sie sich bei:  international@konstanz.de 

Weitere Informationen entnehmen Sie dem den Flyer (256 KB) zu diesem Projekt.

Konstanz Internationale Stadt

Ausführliche Informationen zum Projekt Konstanz Internationale Stadt finden Sie hier

Interkulturelle Woche

Konstanz und Kreuzlingen sind internationale Städte, die sich durch ihre vielfältige Bevölkerung auszeichnen. Diese Vielfalt feiern wir seit vielen Jahren mit der gemeinsamen Interkulturellen Woche!

Im Zentrum steht eine ganztägige Veranstaltung im Konzil, bei der sich viele interkulturelle Initiativen und Vereine vorstellen. Hier können sich die Besucher informieren und sich selbst von der Vielfalt in unserer Stadt überzeugen. Darüber hinaus gibt es ein vielfältiges Angebot und tolle Aktionen und Aufführungen auf der Bühne.

Ausführliche Informationen zur Interkulturellen Woche 2021 finden Sie hier.