Abfallwege: Restmüll

Restmüll-Umlade

Konstanzer Restmüll in Zahlen

  • 11.165 Tonnen Restmüll im Jahr 2020 (inkl. Gewerbe)
  • 131 kg Restmüll je Einwohner im Jahr 2020
  • 3 Müllfahrzeuge für die Restmüll-Abfuhr im Einsatz

Was ist Restmüll?

Restmüll: Kein Restmüll, sondern:
Hygieneprodukte wie benutzte Taschentücher, Windeln, Einmalmasken, u.v.m. Essensreste: Biomüll

Kehricht Verpackungen aus Plastik und/oder Metall: Gelber Sack
Staubsaugerbeutel Glasflaschen: Altglas
Kaputte Kleinteile wie Kinderspielzeug (ohne Elektronik) Altpapier und Kartons: Papiermüll
Medikamente Intakte Kleidung und Schuhe: Altkleider

Diese und weitere Infos finden sich im Abfall ABC.

Was passiert mit dem Konstanzer Restmüll?

Mit dem "Müllzug" nach Weinfelden

Der Restmüll wird alle 14 Tage von den EBK Müllwerkern gesammelt. Erstes Ziel ist die Umlade auf dem Gelände der Entsorgungsbetriebe. Dort wird er in orangefarbene Container gepresst. Die vollen Container werden in Kreuzlingen direkt hinter dem Autobahnzoll auf den „Müllzug“ geladen. Zweimal wöchentlich fährt der Zug direkt zur Kehrichtverbrennungsanlage Weinfelden.
In der Verbrennungsanlage kommt der Müll in den sogenannten Restmüllbunker. Eine Krananlage mit großem Müllgreifer verteilt ihn von dort auf zwei Ofenlinien. So landet der Konstanzer Restmüll unweigerlich in einem der beiden 1000 Grad heißen Öfen. Die Verbrennungsöfen laufen ununterbrochen an sieben Tagen in der Woche.

Wärme, Energie und Schadstofffilter

Die dabei produzierte Wärme und Energie werden bestmöglich genutzt: In Form von Strom, der neben der Kehrichtverbrennungsanlage weitere 9.000 Haushalte versorgt, und als Fernwärme für eine Papierfabrik, ein Hallenbad und eine Schule. Damit so wenige Schadstoffe wie möglich freigesetzt werden, durchlaufen Rauch und Abgase aufwendige Filter- und Spülverfahren, bevor sie in die Atmosphäre entlassen werden.

Restmüll wird nicht nachsortiert

Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben wird der Restmüll vor der Verbrennung nicht erneut sortiert. Was in der Restmülltonne landet, wird verbrannt und ist damit endgültig aus dem Wertstoffkreislauf genommen. Auch die Annahme, dass zusätzliches Plastik oder Öl im Restmüll den Verbrennungsprozess beschleunige, stimmt nicht. Durch die Verbrennung von Haushalts- und Gewerbemüll wird die Temperatur optimal gesteuert.
Die Entsorgung über die Restmülltonne ist also immer die Entscheidung, dass diese Abfälle endgültig aus dem Wertstoffkreislauf genommen werden. Viele der Rohstoffe, die in der Restmülltonne landen, sind dort falsch. Sie könnten stattdessen aufbereitet und wiederverwertet werden. Welche das sind, was in die Restmülltonne gehört und was nicht, ist in den Abfallinfos der Entsorgungsbetriebe beschrieben. Die Abfallinfos sind auf der Website und in gedruckter Form bei den EBK erhältlich. Denn: Mülltrennung ist Umweltschutz, Mülltrennung ist nachhaltig.

Die drei häufigsten Restmüll-Irrtümer

  1. Irrtum: Der Restmüll wird nochmals sortiert, bevor er verbrannt wird.
    Richtig: Der Restmüll wird in der Kehrichtverbrennungsanlage verbrannt, ohne dass er vorab nochmals sortiert wird.
    Alles, was in der Restmülltonne landet, wird somit unwiederbringlich aus dem Wertstoffkreislauf genommen.
  2. Irrtum: Um einen optimalen Verbrennungsprozess zu erreichen, sollte man auch gut brennbare Materialien wie Öl zum Restmüll geben.
    Richtig: Die Verbrennungsanlage steuert die Verbrennung bestens mit sortenreinem Gewerbemüll.
    Man sollte auf keinen Fall giftige Problemstoffe wie Altöl zum Restmüll regeben.
  3. Irrtum: Bauschutt kann auch über den Restmüll entsorgt werden, wenn er in die Tonne passt.
    Richtig: Die Restmülltonne ist absolut ungeeignet für Bauschutt.
    Die Kehrichtverbrennungsanlage kann durch Bauschutt sehr teuren Schaden nehmen. Mineralischer Bauschutt kann nicht verbrannt, aber als Recyclingbauschutt wiederverwertet werden.

Mehr Infos zum Restmüll finden Sie hier

Was passiert eigentlich mit...?