Keine Bebauung „Im Loh“

Petitionsausschuss des Landtags bestätigt Ratsbeschluss

Foto: MTK / Dagmar Schwelle

Der Petitionsausschuss des Landtags Baden-Württemberg hat die Petition mit der Bitte um positive Erteilung eines Bauvorbescheids auf der Litzelstetter Gemarkung „Im Loh“ abgelehnt. Grundstückseigentümer hatten im Landtag die Petition eingebracht, am Ortseingang von Litzelstetten drei Wohngebäude für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen zu errichten. Mit dem nun erfolgten Landtagsbeschluss vom 31. Januar 2019 sei das Petitionsverfahren abgeschlossen, wie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in einem Schreiben an die Stadtverwaltung mitteilt.
 
Der aktuelle Beschluss des Landtagsgremiums bestätigt den Ratsbeschluss der Stadt Konstanz vom 18. Oktober 2016. Vor knapp zweieinhalb Jahren hatte der Gemeinderat in einer Sondersitzung klar gegen eine Wohnbebauung gestimmt.
 
Eine mögliche Bebauung des Gebietes wurde in den vergangenen Jahren bereits mehrmals kontrovers diskutiert. Die Flächen waren bereits drei Mal Gegenstand von Untersuchungen einer Baulandentwicklung für Wohnbebauung. 2000 wurde der Flächennutzungsplan 2010 mit grosser Mehrheit beschlossen, der „Im Loh“ als Grün- bzw. Landwirtschaftsfläche darstellt. Dieser Flächennutzungsplan gilt bis heute. Eine weitere Prüfung fand 2013 im Rahmen der Flächensuche für das damals neu aufgelegte Handlungsprogramm Wohnen statt. Man entschied sich auch hier dafür, auf eine Bebauung zu verzichten. Stattdessen wurde der Marienweg in Litzelstetten als Reservefläche für Wohnen in das Handlungsprogramm aufgenommen.
2016 war die Verwaltung stadtweit auf der Suche nach geeigneten Standorten für Flüchtlingsunterkünfte. Auch im Rahmen dieses Flächenscreenings wurde der Standort „Im Loh“ als nicht geeignet bewertet.

(Erstellt am 22. Februar 2019)