Der Konstanzer Kunstpreis wird alle zwei Jahre vergeben - im Wechsel mit dem Förderpreis der Stadt. Er ist mit 8.000,- Euro dotiert und wird von der Stadt Konstanz und dem Kunstverein Konstanz ausgelobt.

Seit 1979 wird er an Künstler und Künstlerinnen verliehen, die im deutschsprachigen Bodenseeraum geboren oder beheimatet sind, hier längere Zeit künstlerisch tätig waren oder der Bodenseelandschaft in ihrem Werk eine bevorzugte Stellung einräumen. Durch die Auszeichnung soll die Reichhaltigkeit und die Bedeutung des Kunstschaffens im Bodenseeraum gestärkt, in das Bewusstsein der Öffentlichkeit getragen und die Bildende Kunst gefördert werden.

Mitglieder der Jury sind:

  • Anna-Maria Lacher-Rapp (Kunstverein Konstanz)
  • Kirsten Helfrich (Kunsthaus Bregenz)
  • Christoph Bauer (Kunstmuseum Singen)
  • Stefanie Hoch (Kunstmuseum des Kantons Thurgau)
  • Dr. Friedemann Malsch (Kunstmuseum Liechtenstein)
  • Dr. Ute Hübner (Hermann-Hesse-Höri-Museum)
  • Corinne Schatz (Kunsthistorikerin St. Gallen)
  • Michael Günther (Kunstverein Konstanz)
  • Dr. Barbara Stark (Städtische Wessenberg-Galerie)

Kunstpreis 2018

Rachel Lumsden (© Privat)

Im Januar 2018 wählte die Jury die Künstlerin Rachel Lumsden für den Konstanzer Kunstpreis aus, der alle zwei Jahre vom Kunstverein Konstanz e.V. und der Stadt Konstanz vergeben wird. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern diverser Kulturinstitutionen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz.
Die Verleihung erfolgte am 23. September 2018 im Wolkenstein-Saal des Kulturzentrum am Münster.
 
Rachel Lumsden, 1968 in Newcastle-Upon-Tyne GB geboren, lebt und arbeitet in St.Gallen, Arbon und London. Sie studierte an der Nottingham Trent University (BA) und den Royal Academy  Schools, London (MA). Sie ist Dozentin an der Hochschule für Design & Kunst in Luzern.
 
Rachel Lumsdens Hauptmedium ist die großformatige Malerei, die sich im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion sowie zwischen dem Bildinhalt und dem Malakt selbst entfaltet. Ihre Motive findet sie im Alltäglichen, das jedoch in einer oft surreal wirkenden Verfremdung erscheint. Mit der Mehrdeutigkeit der Inhalte korrespondiert die Vielschichtigkeit des Malaktes. Ihre Bilder werden in einem mehrschichtigen Prozess entwickelt, der ein tiefes Verständnis für die Eigenheiten und Qualitäten des Materials voraussetzt und sichtbar macht.
 
In der Ausstellung des Kunstvereins Konstanz zur Preisverleihung zeigt Rachel Lumsden neue, großformatige Malereien auf Kreidegrund, der sowohl ein spontanes, fast aquarellartiges Malen mit Ölfarben erlaubt als auch einen pastoseren Farbauftrag; Technik und Bildträger - Pappelholzplatte mit Baumwolle überzogen, um eine stabile Oberfläche für den Kreidegrund zu erhalten - hat sie neu entwickelt, um Wege abseits des Malens auf Leinwand und Keilrahmen zu entdecken. Es entstehen Bilder mit intensivem Kolorit und sichtbarem Pinselduktus. Inhaltlich wendet sie sich in ihren neuen Arbeiten nach einer langen Phase von Interieurs der Landschaft im weitesten Sinn zu Architektur, Seestück, urbane Situationen. An diesen neuen Malereien fasziniert die Künstlerin die atmende Oberfläche, die Kraft des Atmosphärischen.

Bildergalerie

Kunstpreis 2016

Karl-Heinz Ströhle (Foto: Privat)

Anfang 2016 war der in Wien und Schwarzach lebende Künstler Karl-Heinz Ströhle von der Jury, die sich aus Vertretern diverser Kulturinstitutionen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zusammensetzte, zum Kunstpreisträger 2016 gewählt worden.
 
Mit Bestürzung hatten der Kunstverein Konstanz und die Stadt Konstanz die Nachricht vernommen, dass der in Wien und Schwarzach lebende Künstler Karl-Heinz Ströhle überraschend am 24. August verstorben ist.
 
Die Stadt und der Kunstverein Konstanz hatten beschlossen, die für den 2. Oktober geplante Preisverleihung an Karl-Heinz Ströhle posthum stattfinden zu lassen. Auch der Familie von Karl-Heinz Ströhle und seiner Lebensgefährtin war es ein großes Anliegen, dass die Ausstellung, die ihm sehr am Herzen lag und an der er über Wochen intensiv gearbeitet hatte, trotzdem stattfindet.
Die Preisverleihung erfolgte am 2. Oktober 2016 um 11 Uhr im Wolkenstein-Saal des Kulturzentrum am Münster.
 
Karl-Heinz Ströhle, geboren 1957 in Bregenz, hatte einen Lehrauftrag an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 2014 habilitierte er dort im Fach Bildhauerei.
Als Zeichner, Maler, Performance-, Objekt- und Medienkünstler gehörte er zu den interessantesten und wichtigsten künstlerischen Positionen Österreichs. Stark ausgeprägt in seinem Werk sind auch seine Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum und seine Beschäftigung mit Kunst-am-Bau-Projekten. So umgab er z.B. in einem seiner Videos Hochhäuser mit punktgeschweißten Stahlbändern, die durch einen Impuls in Schwingung versetzt werden - das Hochhaus wird personifiziert, wird zum Tänzer. Karl-Heinz Ströhle bewegte sich hier im Grenzbereich zwischen Skulptur, Architektur und Performance.
Die Jury würdigt mit der Verleihung des Preises Ströhles vielseitiges und konsequentes Oeuvre und die Ökonomie beim Einsatz seiner künstlerischen Mittel, die mit einer reduzierten Formensprache verbunden wird.

Kunstpreis 2014

Simone Kappeler (Foto: Privat)

Den Konstanzer Kunstpreis 2014 erhielt die Schweizer Fotografin Simone Kappeler aus Frauenfeld im Kanton Thurgau. Die  Preisverleihung fand am 20. Juli 2014 um 11 Uhr im Wolkenstein-Saal des Kulturzentrum am Münster statt.
 
Simone Kappeler, Jahrgang 1952, zählt zu den wichtigsten Schweizer Fotokünstlerinnen ihrer Generation. Seit mehr als 30 Jahren untersucht sie mit überwiegend analoger Fotografie atmosphärische Befindlichkeiten von Personen und Landschaften, die sie auf kleineren oder größeren Reisen antrifft. Simone Kappeler arbeitet freischaffend als Fotografin. Bekanntheit erlangte sie durch diverse Buchpublikationen, sowie Ausstellungen in Zürich, Biel, Nürnberg oder New York.

Kunstpreis 2012

Markus Daum

Die Preisverleihung fand am Sonntag, 22. September 2012, 11.00 Uhr, im Kulturzentrum am Münster statt.

Im Fokus

Radstadt Konstanz

Die Stadt Konstanz gehört zu den Städten mit dem höchsten Radverkehrsanteil in Deutschland. Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Radstadt Konstanz.

Der Siegerentwurf für den Hafner aus der Vogelperspektive

Heimat Hafner

Konstanz wächst. Die Stadt möchte mit diesem Wachstum Schritt halten und entsprechend Wohnraum bieten können. Als größtes Projekt im Handlungsprogramm Wohnen soll deshalb ein neuer Stadtteil entstehen: der Hafner.

Verkehrsplanung

Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen zur Verkehrsentwicklung in Konstanz.