Inhalt des Projekts
2,9 Millionen Menschen in Deutschland sind türkischer Herkunft. Trotz zahlreicher Initiativen durch die Bundestegierung und im zivilgesellschaftlichen Bereich wird ihre Integration kontrovers diskutiert und kritisiert.
Die Kultur von in Deutschland lebenden Menschen mit türkischen Wurzeln wird oftmals von Deutschen ohne Mitgrationhintergrund als fremd wahrgenommen, und in den immer wiederkehrenden Diskussionen geht es um fehlende Anpassung an die deutsche Gesellschaft, Bildungsmisserfolge, Gewwalttätigkeit oder extreme Religiosität. Die Kluft zwischen türkischen Zuwanderern und Einheimischen scheint gegenwärtig eher größer statt kleiner zu werden.
Ein ernsthfter und intensiver Austausch, ein persönlicher Dialog zwischen Türkeistämmigen und einheimischen Deutschen ist notwendig, um diese Kluft zu übrbrücken und um Vorurteile abzubauen.
Zielsetzung
Die "Deutsch-Türkischen Biografiegespräche" fördern die Interaktion und den Austausch durch Vertiefung des interkulturellen Dialogs.
Durch die Schilderungen der individuellen Lebenswege der anderen sowie deren persönlichen Erfahrungen wird das Wissen voneinander vertieft und vorurteile werden abgebaut. Die deutschen Teilnehmer entwickeln gegenüber Zuwanderern und ihren Lebenumständen eine größere Sensibilität, die Türkeistämmigen wiederum gewinnen über diesen umfassenden Austausch sehr persönliche Einblicke ind die deutsche Gesellschaft.
Methode
Die "Deutsch-Türkischen Biografiegespräche" wendendas seit 18 Jahren erfolgreich erprobte "Gödelitzer Modell" an: Auf Gut Gödelitz ladt das Ost-West-Forum e.V. monatlich zehn Personen zu Ost-West-Biiografiegesprächen ein, um Menschen aus den alten und neuen Bundesländern einander näher zu bringen und ihr Verständnis für den jeweilig anderen zu vertiefen.
Die Idee dieser Gesprächsrunden stammt von Wolfgang Thierse und Professor Peter von Oertzen. Beide warben kurz nach der Wende öffentlich dafür, dass menschen aus beiden Teilen Deutschlandes sich zusammensetzen und einander ihre Biografien erzählen. Nur so könne die nach der Wende entdeckte Fremdheit zwischen Ost und Wet abgebaut werden. Die gesammelten Erfahren bei den feutsch-Deutschen Biografierunden sind durchweg positiv: Mittlerweile haben über 1 500 Menschen an den Ost-West-Biografien teilgenommen.
Deutsch-Türkische Biografiegespräche am Bodensee
Die Pilotveranstaltung am Bodensee fand am Wochendende des 26.-28. November 2010 auf der Reichenau statt und war ein großer Erfolg. Eine zweite Biografierunde fand vom 27. bis 29. Mai 2011 statt.
Die Veranstaltungen beginnen traditionell am Freitagabend und enden am Sonntagnachmittag, mit zwei Übernachtungen im Famlienzentrum Reichenau. Moderiert werden die Detusch-Türkischen Biografiegespräche von Frau Oya Susanne Abali.
Die Biografieveranstaltungen am Bodensee werden von der Stadt Konstanz und dem Landratsamt gefördert.