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Integriertes Klimaschutzkonzept

Die Stadt Konstanz hat sich mit ihrem Beitritt zum Klimabündnis 1992 erstmals zu Emissionsminderungen verpflichtet. In der Zwischenzeit wurden zahlreiche Förderprogramme zum Klimaschutz aufgelegt, welche vermehrt ein systematisches Vorgehen mit Erfolgskontrolle verlangen. Für ein derartiges Vorgehen legt das zuletzt für Konstanz erarbeitete Klimaschutzkonzept den Grundstein.


Seit bald 25 Jahren ist Konstanz im Klimaschutz aktiv. Dennoch sind wir noch weit von einer Erreichung der selbstgesetzten und mit den Landes- und Bundeszielen übereinstimmenden Klimaziele entfernt. Feste eigene Ziele wurden zuletzt 2012 mit der Verabschiedung der Charta der 2000-Watt-Städte in der Bodenseeregion definiert. Gemäß diesen Zielen haben sich die teilnehmenden Städte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu verpflichtet, die sogenannte 2000-Watt-Gesellschaft bis 2050 zu erreichen. Bei den angesprochenen 2000 Watt handelt es sich um einen Dauerenergieverbrauch, der weltweit jedem Mensch zur Verfügung stünde, wenn das Ziel einer Erderwärmung um weniger als 2 Grad erreicht werden soll. Ein Großteil dieses Verbrauchs müsste aus emissionsarmen Energiequellen gedeckt werden, um den damit verbundenen CO2-Ausstoß auf knapp eine Tonne pro Mensch und Jahr zu beschränken.

Um den Klimaschutzzielen näher zu kommen, nimmt Konstanz schon seit 2008 am European Energy Award (eea) teil. Der eea ist ein umsetzungsorientiertes Managementsystem, welches Kommunen europaweit in der nachhaltigeren Gestaltung ihrer Energieversorgung unterstützt, indem es eine standardisierte Fortschrittsevaluation bietet. Im Rahmen des eea wurde auch das derzeit aus Vertretern des Amts für Stadtplanung und Umwelt, des Hochbauamts, der Stadtwerke Konstanz und der Entsorgungsbetriebe Konstanz bestehende „Energieteam" gegründet, welches mindestens halbjährlich zusammentrifft, um sich über Fortschritte und Möglichkeiten für gemeinsame Umsetzungen auszutauschen.

Bis zur 2015 erfolgten Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzepts wurde jedoch nicht beziffert, wie das Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen sein würde. Das nun vorliegende integrierte Klimaschutzkonzept Konstanz („IKSK") zeigt einen entsprechenden Pfad für  den Zeithorizont 2015-2030 auf. Die im Maßnahmenplan des IKSK enthaltenen Lösungsmöglichkeiten sollen nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Als prioritär gelten dabei die folgenden Maßnahmen:

  • Schaffung einer Klimaschutzmanager*innen-Stelle mit Bundesförderung (Zustimmung wurde im Haushalts- und Finanzausschuss am 06.12.2016 erteilt, im Gemeinderat am 20.12.2016)
  • Erarbeitung eines Energienutzungsplans als Grundlage für eine zukunftsfähige Wärme- und Stromversorgung
  • Erarbeitung von Leitlinien für Neubauten (Workshop "energieeffizientes Bauen")
  • Erarbeitung integrierter Quartierskonzepte zur energetischen Sanierung von Stadtvierteln, ggf. bei gleichzeitiger Nachverdichtung
  • Weitere Aktivierung des Photovoltaikpotenzials (insbesondere auf Dachflächen)
  • Umsetzung von Nahwärmeinsel-Projekten mit Kraft-Wärme-Kopplung
  • Abwasser- und Seewasserwärmenutzung
  • Ausbau von Fahrradverleih- und Carsharing-Angeboten
  • kostenlose bzw. günstige Energie- und Sanierungsberatung für Privathaushalte

Die Erstellung des Klimaschutzkonzepts wurde im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Mit der Erstellung wurden die Firmen Pöyry und LBST aus München beauftragt, die endgültige Konzeptüberarbeitung erfolgte durch das Amt für Stadtplanung und Umwelt.

Die Beratung des Klimaschutzkonzepts erfolgte am 8. Dezember 2016 im Technischen und Umweltausschuss. Am 20. Dezember 2016 erfolgte der Beschluss im Gemeinderat. Die entsprechende Sitzungsvorlage finden Sie hier:

Sitzungsvorlage Klimaschutzkonzept

 


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Ansprechpartner:

Martin Wichmann


Lorenz Heublein






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