Wie können wir ohne Mühe zum Klimaschutz beitragen? Diese Labels helfen dem Verbraucher, nachhaltig einzukaufen. Es handelt sich dabei um eine Auswahl an verschiedenen Siegeln.
Der Blaue Engel
Etwa 3600 Produkte und Dienstleistungen von ca. 580 Zeichennehmern des In- und Auslandes dürfen den Blauen Engel tragen.
Papier
Voraussetzung für möglichst umweltschonendes Papier ist, dass es zu 100% aus Altpapier besteht. Das Papier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ wird garantiert zu 100% aus Altpapier hergestellt und total chlorfrei gebleicht.
Ökopa und Ökopa plus
...sind firmeneigene Label, die das Unternehmen Venceremos vergibt. Es sind ungeschützte Zeichen, d.h. sie werden nicht von einer öffentlichen Institution überprüft. Der Hersteller garantiert den Einsatz von 100 % Altpapier. Auf vielen Heften und Blöcken
z.B. ist v.a. das Ökopa plus - Zeichen mittlerweile in Kombination mit dem blauen Engel zu sehen.
Das Wort “Holzfrei” ist eine Qualitätsbezeichnung für Papier, das nicht stark vergilbt- und enthält keine ökologische Aussage. Am besten ist das sogenannte “Original Umweltschutzpapier” (UWS). Weniger empfehlenswert:Aqua Pro Natura / Weltpark TropenholzEs handelt sich um ein firmeneigenes Zeichen: Das Papier ist nicht mit Chlorgas oder anderen Chlorverbindungen gebleicht. Aber: Kein Einsatz von Holz aus den Tropen, jedoch aus allen anderen Urwäldern erlaubt.
Transfair
1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den fairen Handel ihre Lebensund Arbeitsbedingungen zu verbessern. TransFair ist keine Marke, sondern zeichnet Produkte mit seinem Siegel aus, die zu festgelegten fairen Bedingungen gehandelt wurden. Zu den Aufgaben gehört die Kontrolle der Fairhandelsregeln, das Siegelmarketing, die Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit.
www.transfair.org
Rugmark
Die Initiative gegen illegale Kinderarbeit in der Teppichindustrie Rugmark wurde 1995 gemeinsam von indischen Nichtregierungsorganisationen, deutschen und internationalen Hilfswerken und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit initiiert (GTZ).
Die Initiative vergibt ein international registriertes Siegel für Teppiche,
die nach den Rugmark Kriterien geknüpft wurden. Das Rugmark-Konzept verfolgt dabei zwei Strategien: Kontrolle und Zertifizierung der Produktion vor Ort, Sozialprogramme für
(ehemalige) Kinderarbeiter und deren Familien.
MSC für Fisch
Viele Fische sind mit Umweltgiften belastet und fast drei Viertel der Bestände sind überfischt oder brauchen dringend ein besseres Management, um den drohenden Kollaps abzuwenden. Aquakulturen sind selten eine Alternative, denn sie bringen ähnliche
Probleme mit sich wie die Massentierhaltung an Land. Das MSC arbeitet zum Schutz der weltweiten Fischbestände an der Unterstützung und Förderung der umweltfreundlichsten Alternativen. Fischerzeugnisse, die mit dem MSC Label ausgezeichnet sind, stammen aus einer verantwortlich geführten Fischerei und tragen nicht zum Problem des Überfischens bei.
FSC für Holz
Einziges weltweit anerkanntes und nachvollziehbares Gütesiegel für Holz ist derzeit das FSC-Zertifikat. Das FSC (Forest Stewardship Council; Weltforstrat) zertifiziert Holz, unabhängig von den Interessen der Industrie unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Konsumenten erwerben mit zertifiziertem Holz das gute Gewissen,
etwas für den Fortbestand der natürlichen Wälder und die Einwohner der Herkunftsländer getan zu haben. Einige Baumarktketten in Deutschland vertreiben bereits FSC-zertifiziertes Holz.
http://www.fsc-deutschland.de/
FLP Flower Label Programm für Blumen
Blumen mit dem FLP (Flower Label Programm) Gütesiegel von FIAN sind erhältlich im Blumenfachhandel und Rosen mit dem FAIRTRADE Gütesiegel im Lebensmitteleinzelhandel.
Beide Blumengütesiegel stehen für sozial gerechte und ökologisch verträgliche Produktionsbedingungen ohne Kinderarbeit, mit festen Arbeitsverträgen, existenzsichernden Löhnen, Gewerkschaftsfreiheit und Gesundheitsschutz.
Um dem Gebot der Nachhaltigkeit gerecht zu werden, ist ein verantwortlicher
Umgang mit natürlichen Ressourcen ein zusätzliches Kriterium.
Kakao
Über 90 Prozent der weltweit konsumierten Schokolade werden in den Industrieländern
vernascht, obwohl die wichtigsten Zutaten wie Kakao und Zucker ursprünglich aus wirtschaftlich benachteiligten Ländern des Südens stammen. Mehr als 50 Prozent der Kakao-Weltproduktion kommt aus Westafrika. Aber auch in Lateinamerika wird Kakao angebaut.
Kaffee
Kaffee ist nach Erdöl der weltweit wichtigste Exportrohstoff. In 76 Anbauländern, vornehmlich Entwicklungsländern, leben über 100 Millionen Menschen von der Produktion, Verarbeitung und dem Vertrieb von Kaffee. Doch obwohl Kaffee das Lieblings-Heißgetränk der Deutschen ist und im Jahr 2004 pro Kopf 151 Liter getrunken wurden, werden die Produzenten im Süden davon nicht reich.
Tee
Nach Kaffee wird auch der Genuss von Tee in Deutschland immer beliebter. Im Jahr 2003 wurden hierzulande 160 Tonnen Tee mit dem TransFair-Siegel aufgebrüht. Dabei stammt das Heißgetränk überwiegend aus folgenden Ländern: Indien, Sri Lanka (früher Ceylon), Tansania, Nepal, Kenia.
Bananen
Seit neuestem gibt es Bananen mit TransFair-Siegel im Supermarkt zu kaufen. Sie sind gleichzeitig auch immer aus biologischem Anbau. So profitieren vom Kauf der gesiegelten Früchte sowohl die Menschen als auch die Umwelt.
Orangensaft
Orangensaft ist – nach Apfelsaft – der zweitliebste Saft der Deutschen. 10,4 Liter trinken wir durchschnittlich im Jahr. Rund 90 Prozent des hierzulande konsumierten Orangensafts stammen aus Brasilien. Fairer Orangensaft stammt vor allem aus Früchten, die aus Brasilien, Mexiko und Kuba geliefert werden.
Papier
40 Prozent der weltweit industriell geernteten Bäume werden zu Papierprodukten verarbeitet. Dazu kommt, dass die Papierherstellung zu den energieintensiven Industrien gehört und daher zur Klimaerwärmung, aber auch zum Artenschwund und zur Waldvernichtung beiträgt.
Unsere Entscheidungen
Die Entscheidung, wie wir konsumieren, hat Auswirkungen auf den Mensch und die Natur auf der gesamten Welt. Der Kaffee, den wir einkaufen unterstützt, je nachdem, die großen Konzerne oder die „kleinen“ Kaffeebauern.
Ein paar regionale Tipps:
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