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Die fünf Entwürfe

Fünf Entwürfe für den neuen Stadtteil aus dem wettbewerblichen Planungsdialog 2018. Die Entwürfe sind in Reihenfolge nach zugeordneter Nummer im Wettbewerb aufgelistet, die Reihenfolge stellt keine Wertung dar. Die fünf Entwürfe wurden gleichrangig ausgewählt. Die Entwürfe sind in vollem Umfang aktuell im 6. OG des Verwaltungsgebäudes an der Laube zu sehen.


Planungsteam Studio Wessendorf (Berlin) und Atelier Loidl (Berlin)


Beschreibung des Planungsteams:
„Umgeben von sanft bewegter Hügellandschaft schmiegt sich der neue Stadtteil um den Hafner wie eine selbstverständliche städtische Fortsetzung des dörflichen Zentrums von Wollmatingen. Durch das Zusammenziehen des städtischen Raumes bleibt ein Maximum der prägenden Kulturlandschaft unbebaut. Die unregelmäßigen Dorfbaufelder sind abwechslungsreich und kleinteilig bebaut mit zahlreichen Öffnungen und informellen Durchbewegungen der Gärten und Höfe.“

 

Das sagt die Jury zum Entwurf: „Der Entwurfsansatz erzeugt entlang des Ringes vornehmlich lange schmale Baufelder mit einer recht hohen Dichte. […] Zwischen diesen Baufeldern wird ein sehr abwechslungsreiches Netz an Gassen, Straßen und kleinen Plätzen entstehen. Der Weg in die Kulturlandschaft ist niemals weit. Der Ansatz einer ‚dörflichen Urbanität‘ […] birgt die Chance einer Neuinterpretation bekannter städtebaulicher Typologien.“

 

Kurz und knapp:

  • Kompakter Siedlungskörper, Orientierung Struktur an Topographie
  • Nettobauland Wohnen 17,5 ha, Gewerbe 8,5 ha, Mischgebiet 6 ha
  • 4-5 Geschosse im Zentrum, 2-3 Geschosse in Randlagen
  • 3 Bauabschnitte
  • 3 Anschlusspunkte an die L221
  • Sammelgaragen an den Zufahrten
  • Bevorzugung Bus-, Fuß- und Radverkehr im Zentrum
  • Zwei Grünverbindungen Nord-Süd
  • Schulcampus und Sportzentrum am Rand des Gebiets

© Stadt Konstanz

Planungsteam rheinflügel severin (Düsseldorf) und bbz landschaftsarchitekten (Berlin)


Beschreibung des Planungsteams:
„Der Hafner ist ein Element der Natur. Zugleich ist er Teil einer sich kontinuierlich verändernden Kulturlandschaft. Natur und Kultur überlagern und durchdringen sich, sodass sich das Eine vom Anderen kaum trennen lässt. Das Zukunftsquartier Hafner steht für eine Fortsetzung dieses Prinzips, ohne Intensitätsverlust der einzelnen Elemente – sie verstärken sich vielmehr. Biotope werden geschützt und miteinander vernetzt.“

 

Das sagt die Jury zum Entwurf: „Das städtebaulich-freiräumliche Konzept zeichnet sich durch eine konzentrierte Bebauung aus, die angrenzende Landschaftsräume sowie relevante Kaltluftschneisen als strukturierende, quartiersbegrenzende Elemente nutzt. Sehr positiv gesehen wird der mehrfach verknüpfte Nachbarschaftsloop für die Fußgänger- und Radverkehre […]. Die Vernetzung des Loops mit den Grünachsen ermöglicht insgesamt eine hohe Attraktivität der öffentlichen Räume […].“

 

Kurz und knapp:

  • Große, struktur gebende Grünachsen
  • Größtenteils 2-4 Geschosse, Zentrum bis 9 Geschosse
  • Nettobauland Wohnen 15 ha, Gewerbe 8,0 ha, Mischgebiet 9,5 ha
  • 4 Bauabschnitte
  • 2 Anschlusspunkte an die L221
  • 4 dezentrale Quartiersgaragen, 1 zentrale Tiefgarage
  • „Nachbarschaftsloop" für Bus-, Fuß-, Radwegeverkehr
  • Zwei große Nord-Süd-Grünverbindung
  • Schulcampus im Gebiet, Sportzentrum am Rand

    Planungsteam KCAP (Zürich) und Ramboll Studio Dreiseitl (Überlingen)


    Beschreibung des Planungsteams:
     „Die bebaubaren Gebiete entstehen grundsätzlich aus der Subtraktion von nicht bebaubaren Flächen, geschützten und erhaltenswerten landschaftlichen Elementen […]. Ein Ring „Hula Hoop“ bestehend aus Zentralitäten, programmierten Außenflächen und öffentlichen Gebäuden bildet zusammen mit dem Landschaftspark ein integriertes, robustes Gerüst um den Hafner und verbindet die neue entstehenden Nachbarschaften mit Wollmatingen.“

     

    Das sagt die Jury zum Entwurf: „Dem Projekt gelingt eine sehr selbstverständliche Korrespondenz von gebauter Stadt, den öffentlichen Freiflächen mit dem ausgeprägten Landschaftsrelief, das von den eiszeitlichen Elementen der Drumline - einer davon der Hafner – dominiert wird. […] Insgesamt weckt der Beitrag die Hoffnung, in der weiteren Bearbeitung eine optimistische Vorstellung von der „Stadt der Zukunft“ von hoher Lebens- und Landschaftsqualität vermitteln zu können.“

     

    Kurz und knapp:

    • Ring mit zentralen Einrichtungen
    • Größtenteils 2-4 Geschosse
    • Nettobauland Wohnen 15 ha, Gewerbe 2,5 ha, Mischgebiet 7,0 ha
    • 4 Bauabschnitte
    • 3 Anschlusspunkte an die L221
    • „Mobility Hubs" mit alternativen Mobilitäts- und Serviceangeboten
    • Dezentrales Parken
    • „Nachbarschaftsloop" für Bus-, Fuß-, Radverkehr
    • zentraler „Hula-Hoop"-Park
    • Schulinfrastruktur entlang des Rings, Sportzentrum am Rand

    © Stadt Konstanz

    Planungsteam Pesch + Partner (Stuttgart) und Lohrberg Landschaftsarchitektur (Stuttgart)


    Beschreibung des Planungsteams:
    „Bauen in der Landschaft: die Prägung durch den Hafner im Zentrum von Alt- und Gartenstadt. Der neue Stadtteil kultiviert die Weite und Schönheit der Landschaft. Alle Quartiere nutzen die optimale Exposition des Südhangs und verbinden sich über einem weiten Bogen zum neuen Stadtteil. Konsequent wird der Fuß des Hafners von Baumaßnahmen freigehalten. Mit einem weiten Bogen stellt die Hafner Promenade eine signifikante Verbindung der Quartiere her.“

     

    Das sagt die Jury zum Entwurf: „Die Quartiere liegen in angemessenem, gut gesetzten Abstand zueinander in die Hügellandschaft eingebettet […]. Das Konzept überzeugt durch die sensible Entwicklung aus dem landschaftlichen Kontext heraus und seine freiräumlichen Qualitäten. Die städtebauliche Struktur bietet darüber hinaus ein starkes und robustes Gerüst für eine flexible Entwicklung eines neuen Stadtteils mit hoher Vielfalt und Lebensqualität.“

     

    Kurz und knapp:

    • Große, strukturgebende Grünachsen
    • Meist 3-4, bis zu 6 Geschosse
    • Nettobauland Wohnen 19 ha, Gewerbe 5,5 ha, Mischgebiet 6,5 ha
    • 3 Bauabschnitte mit jeweils eigenem kleinen Zentrum
    • 3 Anschlusspunkte an die L221
    • Öffentliches und privates Parken
      in Quartiersgaragen
    • Durchquerung Gebiet nur für Bus, Promenade verkehrsfrei (Hauptradroute)
    • Zwei Grünverbindungen Nord-Süd
    • Schulcampus im Gebiet, Sportzentrum am Rand

    Planungsteam Temperaturas Extremas Arquitectos (Madrid)


    Beschreibung des Planungsteams:
    „Die bestehenden natürlichen Vorbedingungen des Ortes, die Biotope, Wasserläufe, Frischluftschneisen und die charakteristische Orographie als ‚Urform‘ werden respektvoll ergänzt. Die Grünstruktur unterteilt das Wohngebiet in kleine Quartiere als Grundordnung. Ausgehend von diesen vorgefundenen Strukturen entsteht als zentrales verbindendes Element ein Grünes Herz, eine Freifläche in der Tradition der Anger, als Zentrum des neuen Wohngebietes.“

     

    Das sagt die Jury zum Entwurf: „Die landschaftsplanerische Idee der Arbeit, die Grünzäsur vom westlichen Drumlin Vochenberg über den Drumlin Hafner ins Schwaketental zu leiten, führt zu einer Zugänglichkeit zu attraktiven Grünflächen im gesamten Quartier. […] Aufgrund des konzeptionell innovativen Ansatzes kann diese Arbeit Antworten insbesondere zu gemeinschaftlichem Wohnen mit guten Nachbarschaften bieten.“

     

    Kurz und knapp:

    • Zentrale Grünachse, Wohnhöfe und -plätze als zentrales Thema
    • Nettobauland Wohnen 12 ha, Gewerbe 13,5 ha, Mischgebiet
      14,5 ha
    • 3 Bauabschnitte
    • Drei Anschlusspunkte an die L221
    • 6 Gemeinschaftsgaragen als
      Tiefgaragen
    • Fuß- und Radwegring
    • Zwei große Grünverbindungen
    • Schulcampus im Gebiet, Sportzentrum am Rand

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