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Wettbewerb Spitalstiftung Sierenmoos Süd

Wettbewerbsergebnisse zur Wohnbebauung Spitalareal Sierenmoos Süd
liegen vor das Preisgericht tagte am 16.10.2017


1. Preis 

LANZ - SCHWAGER ARCHITEKTEN BDA PART GMBH

Markus Lanz, Nicolas Schwager, Konstanz

3. Preis             

pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Stuttgart
Franz Pesch, Mario Flamman, Philip Schmal

Sachverständige Berater, Fachplaner:
Hannes Bäuerle Landschaftsarchitekt

3.Preis                 

mharchitekten Part GmbH,
Ute Michaelsen, Joachim Hermet, Stuttgart

Mitarbeit:

Jonathan Croissant,  Architekt,
Agnieszka Sawczyn, UPV Architektur,
Ibrahim Al-Mardini, Landschaftsarchitekt

Anerkennung   

ARGE

wolf.sedat architekten PartGmbH, Weikersheim
Martin Wolf, Maco Sedat

und

baulinie architekten
Gläser & Lehmann, Architektenpartnerschaft, Ravensburg

Sachverständige Berater, Fachplaner:

Freianlagen: Grüne Welle Landschaftsarchitektur, Grünkraut
Farbkonzept: Thomas Ruthenfoord, Kunst&Kunst&Bau, CH-Winterthur
Modellbau: Gnädinger Architekturmodellbau GmbH, CH-St. Gallen

Anerkennung 

bauraum gmbh, konstanz
Jörn Thamm, Architekt (BDA)

Sachverständige Berater, Fachplaner:

Kerstin Winandi, Landschaftsarchitektin, Planstatt Senner, Überlingen
Felix Müller, Permakulturdesigner (PRI)


1. Preis 

LANZ - SCHWAGER ARCHITEKTEN BDA PART GMBH

Markus Lanz, Nicolas Schwager, Konstanz


Aus dem Protokoll des Preisgerichts zum 1. Preis:

"Städtebau
Der Entwurf zeigt eine klare Gliederung der Baumasse, die sich entlang der Nordseite des Grundstücks abstaffelt. Dabei vermittelt die Bebauung, in kleinteiliger punkt- b.z.w. zellenartiger Körnung, optimal zwischen nachbarschaftlicher Bebauung und den Gebäuden des Klinikums. Besonders hervorzuheben ist die städtebaulich gelungene Setzung, in der sich, wo immer möglich, für die Bewohner im Norden weiterhin Blickbeziehungen in den Freiraum nach Süden ergeben. Durch die prägnante Gestaltung einer Architektur mit erkerähnlichen Loggien entsteht ein einheitliches aber auch abwechslungsreiches Bild, welches sich gut in das heterogene Umfeld einfügt sowie identitätsstiftend auf das Quartier wirkt.

Gebäudeorganisation
Die Gebäude sind als Dreispänner organisiert und bleiben in ihrer Drei-geschossigkeit deutlich unter dem gestaltprägenden ‚Dach der Bäume' zurück. Dabei ist in jedem Wohnhaus das gesamte Spektrum, mit einem Wohnungsmix von 2-4 Zimmern, angeordnet. So ergibt sich ein gut durchmischtes Wohnumfeld. Als gemeinsame Mitte wird das Treppenhaus über einen angemessenen und wohl proportionierten Vorraum erreicht. Diese mittige Organisation für die Erschließung, ermöglicht eine maximale Ausnutzung der Belichtungsmöglichkeit über die Fassade, was insgesamt zu hoher Aufenthaltsqualität und zu natürlich belüfteten und belichteten Bädern führt. Zudem ermöglicht die gewählte Lage des Badezimmers im Grundriss eine freie Einteilung in Zimmergrößen. Im Hinblick auf eine gewisse Nutzungsneutralität- und Flexibilität ist dies positiv zu bewerten. Insgesamt lobt die Jury die zeitgemäße Organisation der Grundrisse, die überwiegend mit nutzungsneutralen Zuschnitten arbeitet. Die geschickte Strukturierung, die sowohl ein Wohnen in der Familie, mit großem Ess-Wohnbereich, als auch ein Wohnen in der Gemeinschaft mit Individualräumen, zulässt, zeigt deutlich das hohe Niveau des Entwurfs. So lässt sich die große Fläche des Wohnbereichs derart umorganisieren, dass sie problemlos in einen Individualraum und Wohn-Essbereich unterteilt werden kann. Jedem Ess- und Wohnbereich ist ein geschützter Freibereich zugeordnet.
Dieser wirkt als ‚Erker' gestaltprägend im Straßenraum. Sinnvollerweise ist dieser als Freiraum außerhalb der Gebäudehülle angeordnet.

Konstruktion
Die kompakten Baukörper in Holz-Stahlbeton Hybridbauweise lassen eine gute Wirtschaftlichkeit erwarten.
Dabei werden die Vorteile der beiden Bauweisen vorteilhaft miteinander kombiniert.
Zusammen mit den strukturell gut geordneten Grundrissen ergibt sich ein logisches konstruktives System mit gleichen Spannweiten.

Freiraumplanung
Die Erschließung entlang der Anliegerstraße ist einfach und übersichtlich gelöst und fördert prinzipiell die Orientierung. Auch befindet sich der Quartiersplatz an geeigneter, zentraler Stelle. Obwohl die geschickte Anordnung der Baukörper einen gut proportionierten Straßenraum vorzeichnet, wird dieser aufgrund der Durcharbeitungstiefe der Außenbereiche nicht sichtbar. Die Jury empfindet das derzeitige Angebot, in Form einer banalen Fahrspur, als deutlich zu kurz gegriffen. Es wird empfohlen bei der weiteren Bearbeitung auf eine außenräumliche Qualität hinzuwirken, die dem Charakter des sonst insgesamt überzeugenden Entwurfs entspricht.

Insgesamt besticht der Entwurf mit einem klaren und schlüssigen städtebauli-chen Konzept, dem die Vermittlung im heterogenen Umfeld - zwischen klein-teiliger Wohnbebauung und großmaßstäblichen Klinikbauten - gelingt.
In Kombination mit einer versierten Grundrissorganisation und wohlgestalteten Fassaden, erfüllt er in besonderer Weise die wesentlichen Anforderungen für ein zeitgemäßes Wohnen, sowohl bezogen auf die Identität des Standortes als auch hinsichtlich der Verwebung der bestehenden baulichen Strukturen."


3. Preis             

pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Stuttgart
Franz Pesch, Mario Flamman, Philip Schmal

Sachverständige Berater, Fachplaner:
Hannes Bäuerle Landschaftsarchitekt


Aus dem Protokoll des Preisgerichts zum 3. Preis:

"Städtebau

Vier punktförmige Gebäude werden in loser Folge im Norden des Grundstücks angeordnet. Durch deren kompakte Baukörperform gelingt es den Verfassern, den Baumbestand zu schützen und einen parkähnlichen Grünraum zu schaffen, der zwischen dem Klinikgebäude und der umgebenden Bebauung genügend Abstand schafft und dabei gleichzeitig vermittelnd wirkt. Das Konzept des fließenden Freiraums wirkt sich so positiv auf das gesamte Quartier aus. Zugunsten des Erhalts b.z.w. des Umbaus des Gebäudes an der Luisenstraße 7b, wird die ursprünglich gewählte Gebäudeform beibehalten, was einen gewissen Bruch im System darstellt. Der Vorschlag graue Energie zu sparen ist anerkennenswert, müsste jedoch in Folge genauer überprüft werden.

Gebäudeorganisation

Die Erschließung der Häuser erfolgt von Norden. Ein Netz von Wegen zieht sich in geschwungener Form durch das Gebiet, der Thematik der Parklandschaft folgend.
Man betritt die Gebäude über einen großzügig angelegten Vorraum, von dem das anschließende Treppenhaus hingegen wenig profitiert. Über einen schmalen Durchgang gelangt man ins dunkle, somit künstlich zu beleuchtende Treppenhaus, in dem sich die Stiege um den Lift windet. In den als Dreispänner organisierten Häusern sind die Wohnungen in jeweils zwei Himmels-richtungen orientiert, was eine gute Belichtung für die Wohnungen zur Folge hat. Auch die Anordnung der Freibereiche mittels Loggien oder Außenterrassen Richtung Süden oder Westen trägt zur Aufenthaltsqualität bei. Als positiv wird auch das Angebot der sich nach Westen und Süden hin orientierenden Dachterrasse gesehen.

Konstruktion

Die kompakten Baukörper, in Hybridbauweise aus Holz und Beton, zeigen auch mit der angedachten Vorfertigung von Elementen, eine wirtschaftliche und durchdachte Bauweise. Insgesamt überzeugt die städtebauliche Anordnung, die das Erleben der Parklandschaft als Botschaft übermittelt. Die Baustruktur ist angemessen dimensioniert, weist jedoch mit der beengten inneren Erschließung Schwächen auf."


3.Preis                 

mharchitekten Part GmbH, Ute Michaelsen, Joachim Hermet, Stuttgart

Mitarbeiter:
Jonathan Croissant,  Architekt, Agnieszka Sawczyn, UPV Architektur, Ibrahim Al-Mardini, Landschaftsarchitekt


Aus dem Protokoll des Preisgerichts zum 3. Preis:

"Mit einem zentralen Shared-Space erschließt der Beitrag wirkungsvoll die neue Nachbarschaft und integriert das Gebäude 7c in eine gemeinsame Raum-konfiguration. Eine differenzierte Platzfolge erlaubt eine hohe Identifikation mit dem Ort und bietet nutzungsoffene Flächen an.
Klinik und Wohnbereiche werden durch die vorgeschlagene Erschließungs-systematik als inhaltlich getrennte Räume klar ablesbar. Bestandsbäume und Neupflanzungen umspielen die Gebäude und integrieren diese in den Charakter des Gesamtraumes. Die Eingänge zu den Einzelgebäuden orientieren sich zum Gemeinschaftsraum und werden durch Fahrradabstellplätze und großzügige Sitzmöglichkeiten in ihrer positiven Wirkung noch einmal gestärkt. Darüber hinaus schlägt der Vorschlag auch Zugänge zur rückwärtigen Hausseite vor und belebt dadurch alle Seiten der Gebäude. Positiv wirkt sich das im Norden aus, in dem die gartenseitige Erschließung der benachbarten Wohngebäude an der Allmanns-dorfer Straße integriert wird.

Die Grundrisse der Gebäudegeschosse lassen vielfältige Raumtypologien mit sinnvollen Umnutzungsmöglichkeiten erwarten. Positiv werden die belichteten Treppenhäuser und großzügigen Eingangsbereiche gewertet. Die Vier- und Drei- spänner lassen eine gute Ausnutzung erwarten. Die privaten Vorbereiche um das EG sind angemessen dimensioniert, ökologische Qualitäten werden durch Dach-begrünung und Vorortretention gewährleistet. Die Erstellung in Holzbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad erscheint sinnvoll.

Dahingegen werden die aufwändigen Fassaden und meist sehr schmalen Balkone kritisch gesehen. Die auf den Plänen sichtbare horizontale Gliederung wird mit Erweiterungen der Bodenplatte erkauft und erscheint, wie auch die Vor- und Rücksprünge in der Fassade als wirtschaftlich nicht mit der Aufgabenstellung vereinbar. Die durchgängige Geschossplatte aus Holz erscheint darüber hinaus als bauphysikalisch problematisch. Kritisch werden auch die vorgeschlagenen Sockel der Gebäude gesehen. Deren positive Wirkung für die Entwicklung der Gebäude und Freiräume wird leider durch die Erhöhung der Gebäude und deren daraus resultierende zu mächtige Erscheinung im Verhältnis zur Bebauung an der Allmannsdorfer Straße aufgehoben. Die Tiefgaragenoption im Ideenteil, ebenfalls ein Kostentreiber, wird in Frage gestellt."


Anerkennung                 

ARGE

wolf.sedat architekten PartGmbH, Weikersheim
Martin Wolf, Maco Sedat

und

baulinie architekten
Gläser & Lehmann, Architektenpartnerschaft, RavensburgGläser, Lehmann, Ravensburg

Sachverständige Berater, Fachplaner:

Freianlagen: Grüne Welle Landschaftsarchitektur, Grünkraut

Farbkonzept: Thomas Ruthenfoord, Kunst&Kunst&Bau,
CH-Winterthur

Modellbau: Gnädinger Architekturmodellbau GmbH,
CH-St. Gallen


Aus dem Protokoll des Preisgerichts zur Anerkennung:

"Auffallend ist, dass Arbeit ausgesprochen sorgfältig ausgearbeitet ist bis ins Detail. Städtebaulich sind die Quartiersräume gut positioniert und proportioniert. Die Verknüpfung im Quartier und aus dem Quartier heraus ist schlüssig und hierarchisch gut gegliedert. Die Freianlagen in Bezug auf den Bestand werden durch die Konzeption deutlich aufgewertet bis hin zu dem neuen gemeinsamen Hof zwischen Haus Salzberg und Haus 7c.
Der Hof lässt sich nicht umsetzen aufgrund der Nutzung als Demenzgarten. Eine Veränderung wird nicht befürwortet.
Die Erschließung zwischen Bestand 7c und Neubauten ist richtig gelegen.
Die Aufreihung der 5 Wohnhäuser im Norden ist gelungen.
Durch die Differenziertheit wirken sie kleinteilig, aber auch zergliedert.
Die Grundrisse sind sehr genau ausgearbeitet.
Das Erscheinungsbild der Gebäude ist schlicht aber durch die Farbgebung anspruchsvoll.
Fraglich ist ob der Entwurf wirtschaftlich umsetzbar ist.
Der ruhende Verkehr vor den Wohngebäuden wird kritisch betrachtet.
Wohnungsanzahl und Gemenge sind professionell ausgearbeitet und entsprechen den Anforderungen. Das Energiekonzept wirkt innovativ.
Insgesamt eine sehr schöne Arbeit die leider die Frage aufwirft ob die zerglie-derten Wohnhäuser wirtschaftlich umsetzbar sind.
Die Jury hat den Entwurf kontrovers diskutiert."


Anerkennung   

bauraum gmbh, konstanz
Jörn Thamm, Architekt (BDA)

Sachverständige Berater, Fachplaner:

Kerstin Winandi, Landschaftsarchitektin,
Planstatt Senner, Überlingen

Felix Müller, Permakulturdesigner (PRI)


Aus dem Protokoll des Preisgerichts zur Anerkennung:

"Der Entwurf weist eine klare Gliederung auf, die durch die Verwendung von Punkthäusern eine parkähnliche Gesamtstruktur bildet. Die architektonische Gestaltung der Baukörper ist maßstäblich und ruhig und fügt sich in das Dorfbild ein, ohne störende Elemente aufzuweisen oder sich der heterogenen Struktur unterzuordnen. Durch die fußläufige Erschließung entsteht im Innenbereich eine hohe Wohnqualität, die sich andererseits durch die geringen Gebäudeabstände wiederum relativiert.  Inwieweit die Erschließung für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge funktioniert, müsste noch geklärt werden.

Der angebotene Quartiersplatz im nördlichen Teil des Plangebietes ist positiv zu bewerten, wenngleich man sich weitere derartige Bereiche gewünscht hätte.

Die Anzahl der angebotenen Wohneinheiten liegt geringfügig über dem Durchschnitt. Die

Grundrissgestaltung ist teilweise nicht unproblematisch, da auf die Lärmbelastung von der MartinSchleier-Straße und die Besonnung wenig Rücksicht genommen wird. Die Freisitze sind für heutige Wohnbedürfnisse zu klein und eher ungünstig zugeschnitten.

Die Wirtschaftlichkeit des Vorschlags dürfte eher im unteren Bereich angesiedelt sein, da durch die vielen Einzelbaukörper eine große Anzahl an Erschließungsflächen entsteht und zudem pro Hauseinheit eine Aufzugsanlage erforderlich wird.

Die Tiefgaragen sind als zweihüftige Anlagen wirtschaftlich herzustellen, erschließen jedoch nur zwei Drittel der Gebäude direkt.

Insgesamt ein positiver Beitrag, der der Aufgabenstellung gerecht wird, allerdings in einzelnen Bereichen Schwächen aufweist und im Umgang mit der vorhandenen Geländestruktur schlussendlich nicht überzeugen kann."


AnsprechpartnerIn:

Sabine Schmitz


Isabelle Horvath




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