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Stadtportrait

Die Bodenseemetropole Konstanz bietet ihren BürgerInnen und Gästen ein vielfältiges und lebendiges Umfeld.


Wer hier lebt, hat wirklich Glück

Welche Stadt in Deutschland ist so schön gelegen, wie Konstanz? Von welchen Ufern erschließen sich so vielfältige Blicke und Perspektiven über das Wasser auf die Alpen, den Säntis, den Hegau, den Schweizer Seerücken, wie hier? Schon die privilegierte Lage der Stadt an genaugenommen ja drei Gewässern - dem Obersee, dem Überlinger See und dem Seerhein - macht Konstanz zu einem attraktiven Ferienziel nicht nur für die Gäste der Stadt. Viele Konstanzer verbringen ihren Urlaub zu Hause: „Hier ist es so schön, wir wollen gar nicht weg fahren", hört man immer wieder.

Doch "Lebensqualität" bedeutet in Konstanz weit mehr als die schöne Lage am See. Wer hier lebt, hat wirklich Glück: Denn die „historische Stadt mit jungem Herz" bietet den Menschen, die hier leben, ein vielfältiges und lebendiges Umfeld mit einer vorbildlichen Infrastruktur in vielen Bereichen, wie z.B. bei der Ausstattung mit Kindertagesstätten, der medizinischen Versorgung, dem ÖPNV, dem vielfältigen Angebot an Kultur- und Freizeiteinrichtungen für Jung und Alt. Dafür haben Verwaltung und Gemeinderat in den vergangenen Jahrzehnten durch eine ebenso weitsichtige wie besonnene Stadtentwicklungspolitik zukunftsfähige Weichen gestellt.

 


Stadt mit Kultur

Die Aufführungen des Stadttheaters - es ist das einzige Theaterensemble am See - ziehen Besucher aus der ganzen Region nach Konstanz. Einladungen zu Festivals im In- und Ausland und das Medieninteresse zeugen von der engagierten und niveauvollen Theaterarbeit, die sich an kulturell interessierte Menschen aller Generationen wendet. Einzigartig in der Region ist auch die Südwestdeutsche Philharmonie, die in Konstanz beheimatet ist. Mit rund 140 Konzerten im Jahr ist das Orchester ein wichtiger Träger des Kulturlebens in der euregio Bodensee.

Ein Ort der Kommunikation ist das Kulturzentrum der Stadt, das im Mai 1998 eröffnet wurde. Hier befinden sich in ansprechenden, offenen Räumen die Stadtbücherei, der Kunstverein und die Wessenberg-Galerie. Sie vereint Kunstwerke aus hochrangigen Sammlungen. Der Bestand umfasst 6000 Exponate. Seit Herbst 2000 ist im Kulturzentrum am Münster auch die VHS-Hauptstelle Konstanz untergebracht.

Zu den städtischen Kultureinrichtungen gesellen sich die freien Kulturträger wie das Kunst- und Kulturzentrum K9, das mit Rock-, Pop- und Jazzkonzerten sowie Theater und Kabarett die Aufmerksamkeit auf sich zieht, und der Kulturladen. Er profiliert sich vor allem auf dem Gebiet nicht-kommerzieller, unabhängiger Rock- und Popmusik und bietet ein offenes Forum für noch unbekannte Künstler. Hinzu kommt eine Vielzahl privater Initiativen: Zusammenschlüsse von Bürgerinnen und Bürgern, die aktiv und gestaltend im kulturellen Leben unserer Stadt mitmischen und zeigen, dass Kultur nicht nur eine Sache für alle, sondern auch von allen sein soll.

Wissenshungrigen bietet Konstanz eine veritable Museumslandschaft. Das Rosgartenmuseum in der Innenstadt, eines der ältesten Museen Baden-Württembergs, zeigt Exponate zur Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt und der Region. Nach seiner Sanierung und Erweiterung im Jahr 2003 hat es für die Besucherinnen und Besucher noch mehr an Attraktivität gewonnen. Tausende Besucher, darunter vor allem Gäste aus der Tschechischen Republik, kann das Hus-Museum jährlich zählen. Das archäologische Landesmuseum stellt auf rund 3000 Quadratmetern die Ergebnisse archäologischer Forschung im Lande vom Jahr 8000 v. Chr. bis ins 19. Jahrhundert aus. Um eine große Attraktion reicher ist Konstanz seit Mai 1999: Im Sea-Life Konstanz taucht der Besucher in die Unterwasserwelt der Alpbäche, der Flüsse und Meere ein und sieht sich Aug‘ in Aug‘ mit Petersfischen, Katzenhaien und Stechrochen. Im gleichen Gebäude, direkt am See, hat auch das Bodensee-Naturmuseum eine neue Heimat gefunden. Im Mittelpunkt der modernen Präsentation mit vielen Möglichkeiten zum Anfassen und Ausprobieren steht die Darstellung des Bodensees als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

 


Stadt der Bildung

Mit der Universität - der 2007 der begehrte Titel einer Exzellenz Universität zuerkannt wurde -  und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) verfügt Konstanz über zwei hochrangige Bildungseinrichtungen von gutem Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus. Sie fungieren als Innovationsschmieden und Wissensvermittler für die Region. Das bewegt sich nicht nur im theoretischen Bereich. In vielen Projekten gelingt der Brückenschlag zwischen Hochschule und Lebenswelt. Viele  Unternehmen in Konstanz und der Region konnten sich in der Vergangenheit nur so gut entwickeln, weil sie mit den Hochschulen kompetente Partner in der Forschung und Entwicklung, in der Ausbildung und der Nachwuchsförderung gefunden haben. Auch die Konstanzer Bürgerinnen und Bürger profitieren vom Angebot der Bildungsstätten.

Als leistungsfähigste Institution der Erwachsenenbildung im Hegau und westlichen Bodenseegebiet gilt die Volkshochschule Konstanz-Singen e.V. (VHS). Ihr Angebot deckt sowohl die berufliche Weiterbildung und Qualifizierung als auch die privaten Bildungsinteressen der Konstanzer Bürgerinnen und Bürger ab.

 


Stadt der Wirtschaft

Konstanz hat sich in den vergangenen Jahren einen guten Ruf als attraktiver Wirtschaftsstandort für neue Technologien erworben. Vor allem für Firmen aus dem Bereich Biotechnologie, Kommunikationstechnik, Solarenergie und unternehmensnahe Dienstleistungen ist hier ein hochinteressantes Zentrum mit einer sich ergänzenden Firmenstruktur und guten Möglichkeiten zur Vernetzung entstanden. Auch jungen kreativen Unternehmen gelingt es immer wieder, herausragende Innovationen zu entwickeln.

Bedeutend ist Konstanz schließlich auch als Medienstandort: dank des Südkurier-Medien- und Verlagshauses sowie weiterer Verlage, Agenturen und Medienunternehmen behauptet sich die Stadt seit Jahrzehnten als wichtigster Medienstandort in der Region.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Konstanz engagiert sich, den Wirtschaftsstandort Konstanz weiter auszubauen. Erklärtes Ziel ist es, Investitionen von Unternehmen sei es durch Firmenerweiterungen oder Neuansiedlungen attraktiv zu machen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Förderung von Existenzgründungen im Bereich neuer Technologien. Schon seit 1985 stellt die Stadt Konstanz innovativen Existenzgründern und jungen Unternehmen günstige Räumlichkeiten im Technologiezentrum Konstanz (TZK) zur Verfügung und unterstützt mit firmenübergreifenden Veranstaltungen die Vernetzung und die Schaffung von Synergien zwischen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verwaltung. Das TZK war eines der ersten Technologie- und Gründerzentren der Bundesrepublik.

Für die Bewohner der Region ist das Oberzentrum Konstanz ein wichtiges Zentrum für Einkauf und Freizeit mit einem stark differenzierten Fachhandel in der Innenstadt und guten Einkaufsmöglichkeiten an der Peripherie. Seit Frühjahr 2004 verfügt Konstanz mit der Fertigstellung des LAGO Shopping Centers über das größte und attraktivste Einkaufszentrum der Region Bodensee. Der 27.500 qm große Komplex mit mehr als 60 Läden und Gastronomiebetrieben, einem Multiplexkino und einem Fitness-Center erweitert das Einkaufsangebot und den Dienstleistungsbereich der Stadt nachhaltig und führt so auch zu einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts Konstanz. Das vielseitige Angebotsspektrum hat neue Käuferschichten mobilisiert und führte zu einer höheren Einkaufsfrequenz in der Stadt, wovon der gesamte innerstädtische Handel profitiert.

Mit rund 610.000 Übernachtungen pro Jahr ist der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für den Konstanzer Handel sowie die Gastronomie und Hotellerie. Jährlich werden im Gastgewerbe rund 117,1 Millionen Euro Brutto-Umsatz erwirtschaftet (Beherbergung und Gastronomie, Stand Dezember 2009).  


Soziale Stadt

Als familien- und kinderfreundliche Stadt richtet Konstanz seine Kinderbetreuungsangebote nach modernen Familienstrukturen aus. So sind sechs Kinderhäuser entstanden, in denen Kinder in altersgemischten Gruppen zwischen 7 und 17 Uhr betreut werden. Das Kinderhauskonzept als Konstanzer Antwort auf die veränderten Familienstrukturen kommt insbesondere vielen Einkindfamilien und alleinerziehenden Eltern entgegen. Für die Altersgruppe der 6 bis 14-Jährigen wird in städtischer Trägerschaft das Kinderkulturzentrum KIKUZ unterhalten. Für die Altersgruppe der 12 - 20-Jährigen bietet, neben zahlreichen Einrichtungen in freier Trägerschaft, das Jugendzentrum eine breite Angebotspalette. Um die Beteiligung Jugendlicher an der Kommunalpolitik zu fördern wurden sogenannte "Jugendhearings" institutionalisiert. Sie bieten Jugendlichen die Möglichkeit, sich unmittelbar mit Gemeinderäten und Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung auseinander zu setzen und Einfluss auf für sie relevante Themen und Fragestellungen zu nehmen.

Im größten Konstanzer Stadtteil Petershausen unterhält die Stadt seit 1993 ein Stadtteilzentrum für soziale und kulturelle Stadtteilarbeit, den Treffpunkt Petershausen. Die Einrichtung stellt eine Anlaufstelle für die Bewohner des Stadtteils dar und ist zu einem Kristallisationspunkt für das Leben in Petershausen geworden. Ältere Menschen finden in Konstanz ein umfassendes Unterstützungs-, Pflege- und Veranstaltungsangebot, das ihnen auch im letzten Lebensdrittel eine hohe Lebensqualität ermöglicht. Seit März 1987 gibt es in der Innenstadt das "Seniorenzentrum für Bildung, Kultur und Freizeit" mit vielen, auch generationenübergreifenden Veranstaltungen.

 

 


Internationale Stadt

Tourismus-Fachleute sprechen manchmal gerne vom Bodensee als der „Seele Europas", wenn sie die Charakteristik unserer Region griffig auf den Punkt bringen möchten. Sie beziehen sich dabei nicht nur auf die Anmut und Schönheit der Landschaft, sondern auf die geografische Verwurzelung in der europäischen Geschichte, die über Jahrhunderte prägend wirkte. Das gilt besonders für die Stadt Konstanz.

Konstanz ist eine liberale und weltoffene Stadt, in der der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus ein starkes Element ihrer Urbanität bedeutet. Regional handeln heißt hier immer zugleich auch international handeln. Beispielhaft zeigt sich das bei den vielen Feldern der Zusammenarbeit mit unserer Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen. Konstanz und Kreuzlingen ziehen im Umweltschutz an einem Strang, indem sie in der Abwasserbeseitigung zusammenarbeiten, sie beziehen ihre Gasversorgung aus denselben Leitungen und sie können sich bei der Wasserversorgung gegenseitig unterstützen. Aber nicht nur bei der Daseinsvorsorge gibt es etliche Berührungspunkte, sondern auch im politischen Bereich: Offizielle Besuche zwischen den Rätinnen und Räten der Städte Konstanz und Kreuzlingen standen bereits öfters auf der Tagesordnung. Daneben ist vor allem die Grenzlandkonferenz hervorzuheben. Mit ihr wurde die einzige institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Schweizer und deutschen Gemeinden entlang der Grenze etabliert. Seit 2007 sind die beiden Städte Konstanz und Kreuzlingen durch die weltweit erste „Kunstgrenze" miteinander verbunden: Statt durch einen Zaun getrennt, markieren 22 Skulpturen des Künstlers Johannes Dörflinger die Landesgrenze zwischen Deutschland und der Schweiz.

Unmittelbar präsentiert sich die Internationalität unserer Stadt natürlich im Spiegel ihrer Bürgerinnen und Bürger. Konstanz ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einer ethnisch, kulturell und religiös stärker differenzierten Gemeinschaft geworden. Ein Blick auf die Statistik zeigt eine deutliche Zunahme der ausländischen Bevölkerung: So lebten 1985 7.100 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Konstanz, während es im Jahre 2010 knapp 9.700 waren. Doch nicht allein die Zunahme des ausländischen Bevölkerungsanteils, sondern gleichermaßen die Vielfalt an Nationen und Kulturen bewirken Internationalität  - so leben doch Menschen aus beinahe 140 verschiedenen Ländern in Konstanz. Um ein friedliches und reibungsloses Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger in Konstanz zu fördern, richtete die Stadt ein "Forum für Integration" ein, in dem sich Konstanzer ausländischer Herkunft und Einheimische für ein gemeinsames Leben in unserer Stadt engagieren.

Im Rahmen der Städtepartnerschaften ist Konstanz freundschaftlich verbunden mit Fontainebleau (F), Lodi (I), Tabor (CZ), Richmond (GB) und Suzhou (C).


Stadt ihrer Bürger

Die Gestaltung des Gemeinwesens obliegt in Konstanz nicht den etablierten Gremien allein. Die unmittelbare Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Gestaltungsprozess "Stadt" wird immer wichtiger. Nur so schaffen wir langfristig eine Stadtqualität, mit der sich die Bewohner der Stadt identifizieren können.

 

Für das aktive Zusammenleben der Bürger in der Stadt sind auch die vielen Vereine von hoher Bedeutung. Rund 600 Vereine und Initiativen aus den Bereichen Sport, Kultur, Soziales oder Ökologie tragen zur Angebotsvielfalt in der Stadt entscheidend bei. Die Palette der Aktivitäten ist außerordentlich groß. Sie reicht vom Trachtenverein bis zum avantgardistischen Tanztheater, vom Fotoclub bis zum kommunalen Kino, vom Gesangverein bis zum Jazzclub, von den Kanuten bis zum Yachtclub.


Stadt mit Zukunft

Eines der wichtigsten Projekte der vergangenen Jahre ist das Stadtentwicklungsprogramm „Zukunft Konstanz 2020".  Im Januar 2008 hat der Gemeinderat das Programm mit breiter Mehrheit verabschiedet. Es ist das Ergebnis eines jahrelangen Entwicklungsprozesses an dem sich Bürger und Bürgerinnen intensiv beteiligten. Das STEP bildet die strategische Ausrichtung der Stadt Konstanz bis zum Jahr 2020. Es formuliert für alle Bereiche des städtischen Lebens Leitlinien, in welche Richtung sich die Stadt in den nächsten zwölf Jahren entwickeln will. Das betrifft die Bevölkerungsentwicklung und den demografischen Wandel, die gemeinsame Entwicklung von Stadt und Region, die Weiterentwicklung der einzelnen Stadt- und Ortsteile, Natur und Umwelt, Arbeit und Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft, Tourismus, Familie, Jugend, Soziales und Gesundheit, Freizeit und Sport, Kultur, Bürgerbeteiligung und Finanzen.

Das STEP gibt es auch als Broschüre. Sie fasst auf 68 Seiten das Programm und die darin entwickelten Ziele und Handlungsansätze aus allen Schritten des STEP-Prozesses zusammen. Die Druckschrift ist in 15 Kapitel gegliedert und mit vielen Bildern illustriert. Zahlreiche Pläne und Grafiken ergänzen die fachlich fundierten Texte, die trotz der zum Teil komplexen Sachverhalte in einer verständlichen und einfachen Sprache verfasst sind.



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Wir für Konstanz - Leitbild der Stadt Konstanz