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Tourist Information Konstanz

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Von der Idee zur Realisierung

Der 16. August 2006 stellte für die beiden Grenzstädte ein historisches Datum dar. An diesem Tag schnitten der Kreuzlinger Stadtammann Josef Bieri und der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank den Grenzzaun entzwei und gaben damit 300 Meter Maschendraht am See zum Abriss frei. Anstelle des Zauns markiert seit April 2007 die weltweit erste Kunstgrenze den Verlauf der Landesgrenze zwischen Deutschland und der Schweiz. Acht Meter hohe Skulpturen aus kolibrirot lackiertem Edelstahl verbinden sich mit dem Blau von Himmel und Wasser und dem Grün von Wiesen und Bäumen.



Von der Idee zur Realisierung war es ein weiter Weg: Schon lange war Josef Bieri und Horst Frank (Bild), den Repräsentanten der beiden Städte, der unansehnliche Grenzzaun ein Dorn im Auge gewesen. So entstand der Wunsch, den Zaun zu entfernen. Im Jahr 2004 starteten Oberbürgermeister Horst Frank und Stadtammann Josef Bieri (Kreuzlingen, im Bild links mit OB Frank) eine gemeinsame Initiative für den Abriss des Grenzzauns auf dem Gebiet Klein Venedig. Die Grenzbehörden beider Länder waren einverstanden, unter der Bedingung, dass die Grenze auf andere Art und Weise markiert würde. Von da war es nicht mehr weit zur Idee, den Grenzverlauf durch Kunstwerke sichtbar zu machen. Als Johannes Dörflinger davon hörte, entwickelte er die Idee weiter zum Projekt Kunstgrenze mit Tarot-Skulpturen. Die von Bettina Rosenburg präsidierte Dörflinger-Stiftung erklärte sich bereit, die Kosten für die Herstellung der Skulpturen und weiterer Leistungen in Höhe von insgesamt rund 670.000 € zu übernehmen.


Rund zwei Jahre vergingen, bis die Zustimmung von insgesamt sechzehn Gremien dies- und jenseits der Grenze eingeholt war, der Zaun endlich fallen und der Kunstgrenze Platz machen konnte. "Die Kunstgrenze war nur zum jetzigen Zeitpunkt möglich", meint Dörflinger. Alles hat gepasst: Der besonders gute `Draht` der Bürgermeister zueinander, die Annäherung der Schweiz an die EU, Idealismus und die Grosszügigkeit der Dörflinger-Stiftung, das Denken in Symbolen, das heute viel ausgeprägter ist … und natürlich: Johannes Dörflinger und das Thema Tarot, das ihn seit über 30 Jahren beschäftigt.






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