Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche




Standort:


Inhaltsbereich

Geschichte der Tatenbörse

Entstehung

OB Frank rief 1998 BürgerInnen und InteressenvertreterInnen zur groß angelegten Leitbildentwicklung (Stadtmarketing-Prozess) auf. Unter professioneller Moderation beteiligten sich in zahlreichen Foren ca. 700 Personen an der Diskussion über die zukünftige Entwicklung von Konstanz.

Die drei wichtigsten Ergebnisse aus unserer Sicht:

  • Gründung des Stadtmarketing Konstanz, mit dessen Unterstützung in den folgenden Jahren mehrere Arbeitsgruppen an der Umsetzung von verschiedenen Vorhaben arbeiteten.
  • Das Tatenbörse-Team fand sich im Verlauf der Arbeit in den Foren und Arbeitsgruppen zusammen und wurde als Projekt des Stadtmarketing verankert.
  • Formulierung des Leitbildes der Stadt Konstanz, das 1999 vom Gemeinderat beschlossen wurde. Dort heißt es: „Wir messen dem bürgerschaftlichen Engagement in Konstanz einen hohen Stellenwert zu.  Durch eine bessere Unterstützung und Zusammenarbeit der verschiedenen Selbsthilfegruppen und eine höhere soziale Anerkennung der ehrenamtlich Mitarbeitenden werden wir die soziale Integration weiter verstärken." Für die Aufnahme dieses Abschnittes hatten sich insbesondere die angehenden Mitglieder der Tatenbörse stark gemacht.

Beginn der praktischen Tätigkeit

Nach längerer Raumsuche begann im Januar 2002 die Tatenbörse mit ihrer praktischen Arbeit im Pavillon im Foyer des Bürgerbüros. Sie nannte sich: „Tatenbörse - Informations- und Vermittlungsstelle für freiwilliges Engagement. Eine Initiative von Bürgern für Bürger unter dem Dach des Stadtmarketing". Die Stadtmarketing GmbH übernahm die Kosten für Raum und Infrastruktur. Das Team arbeitete ehrenamtlich.

Die Tatenbörse richtete regelmäßige Sprechstunden ein. Bürger und Bürgerinnen konnten sich nun bei einer neutralen Stelle über Möglichkeiten des freiwilligen Engagements in Konstanz informieren und beraten lassen. In der Anfangsphase beteiligten sich auch Mitarbeitende der Konstanzer Betreuungsvereine daran.

Neben dieser Arbeit startete die Tatenbörse zwei weitere Aktivitäten:
Wir gaben den „Alternativen Stellenanzeiger für ehrenamtliches Engagement in Konstanz" heraus und aktualisierten ihn regelmäßig.
Wir luden die Organisationen, die mit der Tatenbörse zusammenarbeiteten, zu Arbeitstreffen ein. Ziel war die Vernetzung und die Arbeit an gemeinsamen Fragestellungen. Nach einigen Jahren wurden diese Treffen eingestellt.

Bemühungen um die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements durch die Stadt Konstanz

Stadtverwaltung und Gemeinderat erarbeiteten am Anfang dieses Jahrhunderts das „Stadtentwicklungsprogramm Konstanz 2020". Das „Leitprojekt 19" dieses Prozesses war der Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements gewidmet. Dazu fand 2005 ein Arbeitsgespräch mit VertreterInnen diverser Organisationen statt; auch Tatenbörse-Mitarbeiter waren vertreten.

Die Tatenbörse im Verbund mit weiteren Organisationen wandten sich in dieser Zeit an den Oberbürgermeister und die Gemeinderatsfraktionen mit dem Anliegen, eine städtische Koordinationsstelle für BE einzurichten. Die Stadtverwaltung brachte darauf 2006 einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat ein, der aber mehrheitlich abgelehnt wurde.

Die Tatenbörse, die Initiative „Kommt Zeit - kommt Tat" und „Füreinander - Miteinander e.V." versuchten ab 2011 verstärkt, die Koordinationsstelle für Bürgerschaftliches Engagement wieder ins Gespräch zu bringen. Dazu führten wir 2012 mit allen KandidatInnen der bevorstehenden OB-Wahl Gespräche und befragten diese zum Thema Bürgerschaftliches Engagement und Koordinationsstelle. Somit brachten wir das Thema auch in die Öffentlichkeit. Der spätere Wahlgewinner Uli Burchardt versprach, im Falle seiner Wahl eine Koordinationsstelle zu schaffen.

Ein regionaler Workshop, veranstaltet von der landesweiten „Allianz für Beteiligung", der im November 2012 in Konstanz stattfand, setzte nochmals ein Zeichen. Thema des Workshops war „Zukunftskonzepte für Koordinierungsstellen für bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung".

An dem Workshop nahm das gesamte Tatenbörse-Team teil. Auch in der sog. „Botschaftergruppe", die den Auftrag hatte, die Umsetzung der Ergebnisse des Workshops voranzubringen, waren Tatenbörse-MitarbeiterInnen vertreten. Die Gruppe erarbeitete einen Entwurf für eine Stellenbeschreibung für den/ die StelleninhaberIn einer städtischen Koordinationsstelle. Tatenbörse-MitarbeiterInnen nahmen Kontakt mit den Gemeinderatsfraktionen auf mit dem Ziel, die baldige Einrichtung der Koordinationsstelle zu erreichen.

Mit dem Doppelhaushalt 2013/2014 beschloss der Gemeinderat schließlich die Stelle eines „Beauftragten für Bürgerbeteiligung und Bürgerschaftliches Engagement", die im Herbst 2013 besetzt wurde.

Aktuelle Situation

Nachdem die Tatenbörse bisher vom Stadtmarketing unterstützt worden war, gelangte sie 2014 unter das Dach der Stadt Konstanz. Sie bleibt eine eigenständige Initiative ohne formellen Status; das Team besteht weiterhin aus Freiwilligen. Sie arbeitet mit dem städtischen Beauftragten zusammen und wird von der Stadt Konstanz ideell und finanziell gefördert.

Das Tatenbörse-Team brachte sich in dem vom städtischen Beauftragten initiierten Prozess „Konstanz engagiert" ein. In diesem Rahmen fand im Mai 2014 ein Workshop zur Entwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements in Konstanz statt. Ein Ergebnis dieses Prozesses war die Gründung des „Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement" im März 2015.
Die Tatenbörse arbeitet in diesem Netzwerk mit.

Öffentliche Anerkennung

Im Jahr 2010 wurde die Tatenbörse für den Preis „Echt gut - Ehrenamt in Baden-Württemberg" in der Sparte „Lebendige Gesellschaft" nominiert. Der Preis wird jährlich von der Landesregierung ausgelobt.


Ende Inhaltsbereich