22. Juli bis 30. Dezember 2012
Am westlichen Bodensee reiht sich Schloss an Burg und Herrensitz an herrschaftliche Villa. Wann sind diese geheimnisvollen Zeugen früherer Herrschaftsverhältnisse, Wohnsitz oder Fluchtort vornehmer Familien und neureicher Potentaten entstanden und wer waren ihre Bewohner? Diesen Fragen geht die Sommeraustellung des Rosgartenmuseums Konstanz in Bildern, mit Objekten und spannenden Geschichten nach. Romantische Gemälde unter anderem von Schloss Gottlieben, Schloss Luisenberg oder dem hoch aufragenden Salenstein, zauberhafte Ansichten der Neuburg, vom Turmhof in Steckborn und dem Hohenklingen über Stein am Rhein, Lithografien und Zeichnungen des Seeräubernests Oberstaad und der Bischofsburg Gaienhofen, Ansichten vom Scheffelschlössle in Radolfzell, von Schloss und Ruine Bodman, Schloss Spetzgart oder Schloss Maurach lassen Zeiten lebendig werden, in denen die Herrschaften in der Sänfte saßen und die Dienstmädchen in der Schlossküche schufteten. Innenansichten, Originalmobiliar, Fotos und Zeugenberichte erzählen vom früheren Alltagsleben in den Herrensitzen am Bodensee.
Im Rahmenprogramm bietet das Museum gemeinsam mit den Eigentümern verschiedener Schlösser und Herrensitze Exkursionen und Führungen an sonst nicht zugängliche Orte. Im Kinderprogramm steht ganz anschaulich das Leben in Burg und Schloss im Mittelpunkt.
Gruppenführungen für Erwachsene oder Kinder/Jugendliche jederzeit möglich (Tel. 07531/900 246 oder Mail: FrankR@stadt.konstanz.de)
Wir stellen das spezielle kurzweilige Besuchsprogramm für Sie zusammen.
Historische Räume mit unbekannten Spitzenstücken aus dem Depot neu gestaltet: Die Konstanzer Reformation und Gegenreformation, Lebenskultur und Kunsthandwerk des 17. Jahrhunderts. Die Revolution von 1848 und die Modernisierung von Konstanz bis 1865.
Die historische Guldinast-Stube entsteht in ihrer ursprünglichen Gestalt, ausgestattet als Schatzkammer mit Spitzenstücken der regionalen Kunst und des Kunsthandwerks des 16. - 18. Jahrhunderts. Der alte Täfersaal ersteht wieder als Präsentationsraum für die Kunst und die Lebenskultur des 18. und 19. Jahrhunderts am Bodensee: Ellenrieder, die Künstlerfamilie Mosbrugger, Möbel und Kunsthandwerk der Zeit in stimmungsvoller Umgebung.
Eine Stadt wird protestantisch: Die Konstanzer Reformation des 16. Jahrhunderts und die Gegenreformation, mit Kunstwerken und Zeugnissen dieser besonders bewegten Epoche der Stadtgeschichte. Neugestaltung des "Bischofszimmers".
Ab 25. Mai 2012
Neugestaltung der Dauerausstellung zur spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte
Bis zu seiner Zerstückelung und schließlichen Vernichtung im frühen 19. Jahrhundert war das Bistum Konstanz das größte der deutschen Bistümer. Bis Ludwigsburg im Norden, weit nach Vorarlberg hinein und über wesentliche Teile der Deutschschweiz erstreckte sich das geistliche Herrschaftsgebiet. Die weltliche Macht des Konstanzer Fürstbischofs war dagegen brüchig: Die forsch in den Thurgau vordringenden Eidgenossen, selbstbewusste Standesherrn und Klosterherrschaften sowie in der eigenen Bischofsstadt die im globalen Fernhandel erfolgreichen Patrizier und das streitbare Zunftbürgertum prägten die politische Geschichte des Bistums. Der Rolle des Bischofs als Fürst, Bauherr und Kunstmäzen, dem patrizischen Ratsregiment und den Anfängen einer auf Gerechtigkeit basierenden Rechtsprechung ist dieser völlig neu gestaltete Teil der Dauerausstellung des Rosgatenmuseums gewidmet. Aus den einmaligen Schätzen der eigenen Sammlung bestückt, stellt die Ausstellung bedeutende Bischöfe, Märtyrer und Heilige vor, führt zu Patriziertürmen und Domherrenhöfen, zeigt Instrumente der Strafjustiz und erklärt, was es mit den „Sauschwaben" und „Kuhschweizern" an dieser bis heute nicht konfliktfreien Grenze auf sich hatte.
Mit einer lebensecht rekonstruierten Figurengruppe zum spätmittelalterlichen Alltag, geschaffen vom renommierten Schweizer Präparator Marcel Nyffenegger.
2. Dezember 2012 bis 6. Januar 2013
Ausstellung der großen historischen Krippe aus dem 18. Jahrhundert, ursprünglich aus dem Kloster Zoffingen stammend.
Der Eintritt zur Krippe ist frei
Ende Inhaltsbereich