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Ein gutes Zusammenleben für alle schaffen

Dennis Neuhäuser von der Geschäftsstelle des Präventionsrates stellt sich vor


Konstanz soll eine sichere und lebenswerte Stadt sein. Dafür setzt sich der Präventionsrat mit verschiedenen Projekten ein. Seit dem 17. September leitet Dennis Neuhäuser die Geschäftsstelle des Präventionsrats und ist auch stellvertretender Teamleiter des Kommunalen Ordnungsdiensts (KOD).

 

Dennis Neuhäuser kennt Konstanz wie seine Westentasche. Er ist hier zur Schule gegangen und hat an der Universität Konstanz ein Bachelorstudium in Psychologie absolviert. „Es freut mich sehr, dass ich nun so eine sinnvolle Aufgabe übernehmen kann." sagt er. Dennis Neuhäuser leitet seit dem 17. September die Geschäftsstelle des Präventionsrates. Dieser wurde 2014 mit der Idee ins Leben gerufen, gesellschaftliche Konflikte auch zivilgesellschaftlich anzugehen und sie nachhaltig und gemeinschaftlich zu lösen.

 

Die Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtlich im Präventionsrat tätig sind, bilden deshalb ein breites Spektrum an Interessen ab. Darin vertreten sind Mitglieder des Stadtseniorenrats, des Schülerparlaments, der Fraktionen im Gemeinderat, der Universität und HTWG, des Gesamtelternbeirates und der Studentenschaft. Das unabhängige Gremium tagt regelmäßig. „Wir entwickeln Konzepte, um Konstanz für alle Bürgerinnen und Bürger noch lebenswerter zu machen", sagt Dennis Neuhäuser. Neben der Kriminalprävention haben sich in den vergangenen Jahren auch weitere Handlungsfelder ergeben. Stand zunächst die Verbesserung des Zusammenlebens am Uferbereich des Seerheins mit Schwerpunkt Herosépark im Mittelpunkt, wurden vor zwei Jahren drei Hauptthemen festgelegt: Prävention des Alkoholmissbrauchs Jugendlicher an der Fasnacht, die Förderung der Zivilcourage und die Entschärfung von Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum. Das jüngste Beispiel: die Einrichtung eines mobilen b.froobie-Kiosks machte den Park diesen Sommer nicht nur attraktiver für Familien, sondern bot leckere Alternativen zum Alkoholkonsum und verbreitete die Idee von b.free.

 

Alkohol spielt in der Fasnacht eine große Rolle. Um jungen Menschen hier Alternativen zu bieten, war der PräStadtgeschehen ventionsrat mit einem Stand auf dem Stephansplatz vertreten, wo kostenlos Handbrote und alkoholfreie Getränke verteilt wurden. „Das wurde von den Jugendlichen sehr gut angenommen und wir planen das auch für die Fasnacht im nächsten Jahr", erklärt Dennis Neuhäuser. Gemeinsam mit dem Gesamtelternbeirat, dem Jugendzentrum, der Suchtberatung Konstanz, der Polizei und Rettungskräften sowie Schülerinnen und Schülern hatte der Präventionsrat ein Konzept erarbeitet, das dieses Jahr einen sicheren Rahmen für die Fasnachtsfeiern der Schülerinnen und Schüler auf dem Stephansplatz bot. „Mehr Sicherheit, ohne das Brauchtum einzuschränken, das war das große Ziel", betont Dennis Neuhäuser. Nicht nur bei der Fasnacht kooperiert der Präventionsrat mit anderen Akteuren. Verschiedene Vorträge und Workshops zum Thema Zivilcourage bei der Volkshochschule, im Jugend-Zentrum oder im Seniorenzentrum wurden bisher unterstützt. „Man soll zum Beispiel lernen, wie man sich in kritischen Situationen richtig verhält, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen", sagt Neuhäuser.

 

Die Geschäftsstelle ist im Bürgeramt im Bereich Öffentliche Sicherheit und Gewerbewesen angesiedelt. „Sie ist eine Schnittstelle zwischen dem Präventionsrat und der Verwaltung", führt Neuhäuser aus. Er platziert Themen und prüft, ob bestimmte Maßnahmen überhaupt möglich sind. Organisatorische Aufgaben und das Anstoßen und Durchführen kleinerer Projekte fallen ebenfalls in den Bereich des Geschäftsstellenleiters. So soll beim nächsten Treffen das Thema „Littering" (=„Vermüllung") auf dem Plan stehen. Vor kurzem hatten Kinder in einer Gemeinderatsitzung auf dieses Problem hingewiesen. Auf einem Areal am Rheinufer hatten sie auf 200 Quadratmetern Müll gesammelt, darunter über 4.000 Zigarettenkippen. „Anja Risse, die Leiterin des Bürgeramts, hat jetzt angeregt, dass Taschenaschenbecher beworben und verteilt werden. Ganz wichtig ist uns, dass wir Prävention betreiben. Wir arbeiten nicht mit Verboten, sondern wollen Handlungsalternativen schmackhaft machen", sagt Dennis Neuhäuser. Neben der Leitung der Geschäftsstelle ist Neuhäuser als stellvertretender Teamleiter des Kommunalen Ordnungsdienstes ins Bürgeramt eingebunden.



Zuletzt aktualisiert am: 27.11.2018

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