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La Juive - Oper im Stadtraum

Zum Finale des Konziljubiläums ist die Oper "La Juive" vom 14. Juni bis zum 9. Juli am Schauplatz ihrer Handlung – in der Konstanzer Altstadt - zu erleben.


Konstanz 1414: Zu Beginn des Konzils, das um die kirchliche Einheit ringt, geraten in der Stadt die Konflikte zwischen Juden und Christen außer Kontrolle. Die Situation eskaliert, als offenbar wird, dass Rachel, die Tochter des jüdischen Goldschmieds Éléazar, ein Verhältnis mit dem katholischen Fürsten Léopold hat. Für die Titelheldin führen religiöser Starrsinn und die Überschreitung gesellschaftlicher Normen schließlich zur Katastrophe und der Verurteilung zum Tod.

 

Die Oper von Jacques F. Halévy und Eugène Scribe aus dem Jahr 1835 ist wesentlich mehr als eine dramatische Liebesgeschichte - "La Juive" (= die Jüdin) ist ein Plädoyer für die Ideale der Aufklärung und eine Warnung gegenüber Fanatismus jeglicher Art. Die historische Verortung auf dem Konstanzer Konzil dient dabei als Katalysator der Handlung und kritisiert jeglichen Machtanspruch religiöser Überzeugungen.

 

Für die Konstanzer Inszenierung arrangierte Alexander Krampe die Grand Opera von Jacques Fromental Halévy für 18 Musikerinnen und Musiker der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, sechs Sängerinnen und Sänger und das 16-köpfige Vokalensemble Konstanz. Die konzentrierte Fassung verdichtet Musik sowie Handlung und bindet Ausschnitte anderer Komponisten ein, wie Viktor Ullmann, ein jüdischer Komponist, der in Theresienstadt ermordet wurde, oder Oswald von Wolkenstein mit seinen vermutlich auf dem Konstanzer Konzil komponierten Trinkliedern.


© Konzilstadt Konstanz

Während Opernhäuser weltweit Kulissen schaffen müssen, verwandelt die Konstanzer Inszenierung die Altstadt in den Klangraum. Der Abend beginnt an einem der ältesten Wohntürme im Innenhof des Kulturzentrums (Zugang erfolgt über die Torgasse). Der zweite Teil spielt im Concept Store Sankt Johann, einem ehemaligen Kirchenraum mit wechselvoller Geschichte: In der im 10. Jhd. von Bischof Konrad gegründeten Kirche Sankt Johann wurde 1525 in Konstanz erstmalig das Abendmahl in beiderlei Gestalt gefeiert, bevor das Kircheninnere beim Bildersturm 1530 weitestgehend zerstört wurde. Eine Passage führt die Zuhörer in die Lutherkirche: Der Weg entspricht den letzten Schritten von Jan Hus nach seiner Verurteilung im Münster zum Scheiterhaufen auf dem Brüel.


Für das außergewöhnliche Experiment, eine Oper an unterschiedlichen Orten im Stadtraum zu realisieren, konnten sieben international bekannte Sänger und Sängerinnen aus sechs Nationen gewonnen werden. Unter der musikalischen Leitung von Hermann Dukek treten sie zusammen mit dem Vokalsensemble Konstanz (Einstudierung Steffen Schreyer) und der Südwestdeutschen Philharmonie auf. Johannes Schmid, Regisseur der Produktion, ist bekannt für seine präzise Schauspielerführung. Mit Ausstatter Michael Kraus verbindet ihn eine Bildsprache, die sich einfacher, aber wirkungsvoller visueller Zeichen bedient.


Eine Produktion der Südwestdeutschen Philharmonie und der Konzilstadt Konstanz im Rahmen des Jubiläums „600 Jahre Konstanzer Konzil 2014 bis 2018". Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung mit Unterstützung von Aesculap a B.Braun brand.

Musikalische Leitung: Hermann Dukek
Inszenierung: Johannes Schmid
Bühnen- und Kostümbild: Michael S. Kraus
Choreinstudierung: Steffen Schreyer
Dramaturgie: Serge Honegger


Éléazar, ein Goldschmied: Kristian Benedikt, Gustavo De Gennaro
Rachel, seine Tochter: Yana Kleyn
Léopold, Reichsfürst: Francisco Brito
Prinzessin Eudoxie: Justyna Samborska
Kardinal Brogni: Tadas Girininkas
Ruggiero, Hauptmann: Vladislav Pavliuk


Vokalensemble Konstanz
Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz


Aufführung in französischer Sprache
Dauer: ca. 195 Minuten, inkl. einer Pause in Sankt Johann


Premiere: 14. Juni 2018, 19.00 Uhr
weitere Vorstellungen: 16., 18., 20., 24., 26., 28. Juni, 1., 7. und 9. Juli jeweils um 19 Uhr, Nachmittagsvorstellung am 4. Juli um 16 Uhr.


Bei Regen findet die Vorstellung in der Lutherkirche statt, bei unsicherem Wetter Informationen unter +49 7531 363 27-29.


Eintritt: 48 € inklusive Pausengetränk; Schüler/Studierende: 28 €


Tickets erhältlich in der Südwestdeutschen Philharmonie, an allen Vorverkaufsstellen des Theater Konstanz sowie der Tourist-Information Konstanz und unter www.philharmoniekonstanz.de.
Freie Platzwahl, Rollstuhlfahrer bitte anmelden!


Weitere Informationen unter:

 

 



Zuletzt aktualisiert am: 12.06.2018

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