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Der Energienutzungsplan hilft beim Klimaschutz

Das Amt für Stadtplanung und Umwelt (ASU) der Stadt Konstanz hat einen umfangreichen und flächendeckenden Energienutzungsplan erarbeitet. Dieser verschafft der Stadtverwaltung und den Gebäudeeigentümern einen genauen Überblick zum Stand der Energieversorgung und zu den zukünftigen Möglichkeiten.


Mit dem Energienutzungsplan kann Lorenz Heublein den Wärmebedarf der Häuser ermitteln
Mit dem Energienutzungsplan kann Lorenz Heublein den Wärmebedarf der Häuser ermitteln© Stadt Konstanz

Der Energienutzungsplan dient als Grundlage für eine zukunftsfähige Wärme- und Stromversorgung innerhalb der Stadt Konstanz. Die Aufgabe von Lorenz Heublein, zuständig beim ASU für Klimaschutz und somit auch für den Energienutzungsplan, besteht unter anderem darin, Bürgerinnen und Bürgern den Klimaschutz näher zu bringen. Gerade bei Wohnhäusern und anderen Gebäuden lässt sich viel Energie einsparen.

Was viele nicht wissen: Ein Drittel des CO2-Reduktionspotenzials steckt im Wärmebedarf der Gebäude. Sie sind in Deutschland für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Heublein hat dazu eine Bestandsanalyse erarbeiten lassen, welche die Grundlage für weitere Schritte darstellt: Der Gebäudebestand wurde ermittelt und für eine interaktive digitale Bearbeitung grafisch aufbereitet. Damit ist ersichtlich, welche Gebäude im Stadtgebiet stehen, wie alt sie sind und welchen Wärmebedarf sie haben. Auch war es wichtig, die Art der Energieversorgung darzustellen und herauszufinden, wo fossile Energieträger wie Gas und Öl zum Einsatz kommen und wo bereits regenerative und hocheffiziente Technologien genutzt werden.

 

Ein großer Schritt für den Klimaschutz

Darüber hinaus wurde erfasst, welche Dächer für Solaranlagen geeignet sind. Das war eine umfangreiche und sensible Aufgabe, denn selbstverständlich wurde dabei der Datenschutz berücksichtigt. Der Fachmann fasst den Energienutzungsplan zusammen: „Ziel war es, sämtliche Gebäude auf dem Stadtgebiet zu erfassen und ihre Optimierungsmöglichkeiten bei Energiebedarf und -versorgung zu identifizieren." Insgesamt, so Heublein, könne in Konstanz mit dem Energienutzungsplan ein großer Schritt für den Klimaschutz gemacht werden. Gebäudebesitzer, Unternehmer und Vereine sollen angeregt werden, sich mit dem Energiebedarf und der Energieversorgung ihrer Gebäude auseinanderzusetzen.

Die Analyse ermögliche es ihnen, Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren und durch eine Umsetzung das Klima zu schützen sowie den Gebäudewert zu erhalten. Heublein hat in einem weiteren Schritt die Potenziale einer energiesparenden Wärme- und Stromversorgung analysieren lassen. Daraus sollen für die Stadtverwaltung quartierspezifische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden und Steckbriefe für Neubauareale entstehen. Grundsätzlich sei bereits jetzt klar, dass gerade in den immer dichter besiedelten „Schwarmstädten" ein Halten der Klimaschutzziele nur dann möglich sein wird, wenn der Gebäudeenergie- und der individuelle Wohnflächenbedarf gering gehalten wird, denn auch zur Nutzung regenerativer Energien bedarf es Flächen.

 

Infoveranstaltung zum Thema

Zum Energienutzungsplan findet eine öffentliche Informationsveranstaltung am 13. Juni 2018,18.30 Uhr, im Bürgersaal (Stephansplatz 17) statt. Neben der Ergebnispräsentation werden Ideen für eine intelligente Energieversorgung der Stadt Konstanz sowie Beispiele aus anderen Kommunen vorgestellt. Im Anschluss folgt ein Kurzvortrag zum Thema: „2018: das Jahr der Förderprogramme für energetische Sanierungen, erneuerbare Energien und Elektromobilität." Besucherinnen und Besucher können sich auch zu Möglichkeiten der Gebäudesanierung informieren.

 



Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2018

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