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Konstanz beteiligt sich an Aktionstag gegen Todestrafe

Fassade und Innenhof des Rathauses am 30. November 2017 beleuchtet. Am 3. Dezember 2017 wird im Rahmen des KiKuz - Advents Kino Open Airs um 16 Uhr im Rathaushof ein Statement gegen die Todesstrafe verlesen.


Am 30. November 2017 findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant'Egidio und in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen der XVI. Internationale Aktionstag „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe"  statt.

Auch unsere Stadt Konstanz beteiligt sich an dieser Kampagne und beleuchtet an diesem Tag in
Besonderer Weise die Fassade und den Innenhof des Rathauses. Von 18.00 Uhr bis 20.00Uhr
führt die Ortsgruppe Konstanz von Amnesty International eine Mahnwache mit Infostand,Plakaten und Kerzen vor dem Rathaus aus. Am 03.12. 2017 wird im Rahmen des KiKuz - Advents Kino Open Airs um 16.00 Uhr im Rathaushof ein Statement gegen die Todesstrafe
verlesen.

Seit Beginn der Kampagne im Jahr 2002 wurden in über 100 Ländern Aktionen, Projekte, Veranstaltungen, etc. zur Sensibilisierung der Zivilgesellschaft für eine Kultur durchgeführt, die immer das Leben achtet (im vergangenen Jahr 2016 über 3000 Aktionen). Der internationale Tag „Cities for Life" ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen. In Deutschland haben sich in den vergangenen 16 Jahren fast 200 Städte (darunter sehr viele Großstädte wie Berlin, Hamburg, Stuttgart, Bremen, Köln, Leipzig, Hannover) am Aktionstag durch Veranstaltungen beteiligt: besondere Beleuchtung bekannter Gebäude, Konferenzen, Dichterlesungen, schulische Projekte, Unterschriftensammlung für einen Appell zur universalen Abschaffung der Todesstrafe, etc.
Vor zehn Jahren, im Dezember 2007, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum ersten Mal in der Geschichte mit großer Mehrheit eine Resolution für ein universales Moratorium der Todesstrafe verabschiedet, die im Dezember 2016 mit noch größerer Zustimmung zum wiederholten Male bestätigt wurde (117 Länder stimmten für ein Hinrichtungsmoratorium, 40 dagegen, 31 enthielten sich).


Auch in diesem Jahr hat sich einiges auf dem Weg der Abschaffung der Todesstrafe getan. Im Oktober dieses Jahres wurde in Guatemala die Todesstrafe für zivile Vergehen abgeschafft. Mittlerweile haben 140 Staaten der Erde die Todesstrafe ganz abgeschafft oder wenden sie in der Praxis nicht mehr an, nur eine Minderheit von 58 Staaten übt diese Praxis noch aus. Beim von Sant'Egidio organisierten internationalen Kongress für Justizminister aus Ländern mit und ohne Todesstrafe, haben weitere Länder Überlegungen begonnen, ihre Rechtsvorschriften in Richtung einer Einschränkung bzw. Abschaffung der Todesstrafe zu ändern.


Die Gemeinschaft Sant'Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 70.000 Mitgliedern in 74 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der World Coalition against the Death Penalty für ihre universale Abschaffung ein. Sie hat 2002 die Aktion „Cities for life - Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe" ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter:



Zuletzt aktualisiert am: 10.11.2017

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