Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche







Inhaltsbereich

Transparent, partizipativ, kollaborativ - 1. Open Government Dialog Konstanz

Es war ein erster Schritt: Am Donnerstag, den 6. Juli 2017 lud die Stadt Konstanz zum 1. Open Government Dialog ein. Über 80 Interessierte kamen zusammen, um sich Fachvorträge und Best Practice zum Thema anzuhören und Ideen auszutauschen.


Hinter Open Government stehe in erster Linie eine Transformation der Verwaltung, so erklärte Prof. Dr. Ines Mergel, Professorin für Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Dabei gehe es um Fragen, wie zum Beispiel: Wie werden Entscheidungen in der Verwaltung getroffen? Welche Daten werden wofür genutzt? Und gibt es eine Vergleichbarkeit unter den Verwaltungen? Entstehen würden Fragen dieser Art wegen eines Informationsungleichgewichtes zwischen der Verwaltung und den Bürgern.

 

Christian Geiger, IT- und Digitalisierungsbeauftragter der Stadt Ulm, unterstrich die Notwendigkeit einer digitalen Agenda und plädierte für eine offenere Fehlerkultur. Als Spielwiese für kreative Ideen wurde mitten in Ulm das „Verschwörhaus" gegründet. Ein städtisches Best Practice für ein „Experimentierfeld für die Welt von morgen", das Projektmanager Stefan Kaufmann auch den Konstanzer schmackhaft machte.

 

So drehten sich die Diskussionen im „Open Space", der sich an die Vorträge anschloss, auch um die Möglichkeiten, eine Art „Verschwörhaus" Konstanz zu etablieren. Ein wichtiger Schritt auf der Dialogveranstaltung war auch das Sammeln bereits existierender Initiativen und Gruppierungen. Weitere Gruppen tauschten sich über die Hindernisse bei der Umsetzung von Open Government und den notwendigen kulturellen Wandel in der Verwaltung aus.

 

Open Government ist transparent, partizipativ, kollaborativ. Das ist auch das große Ziel für die Stadtverwaltung Konstanz. Mit dem 1. Open Government Dialog ist der Auftakt gemacht, Kontakt sind geknüpft und weitere Schritte müssen folgen. Für ein Gelingen dieses Vorhabens, das machte Prof. Mergel sehr deutlich, ist jedoch die Unterstützung der politischen Entscheidungsträger zum Anschub und zur Institutionalisierung des Vorhabens nötig. Ebenso entsprechende Gelder und eine hohe Mitwirkungsbereitschaft seitens der Bürgerschaft und Unternehmen. Das Rad selbst, so Mergel, muss hier nicht neu erfunden werden. Jedoch, das betonte Christian Geiger, gilt es durchaus zu prüfen, welches Konzept auch wirklich auf die eigene Stadt passt.



Zuletzt aktualisiert am: 11.07.2017

Ende Inhaltsbereich