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OB vor Ort: Reger Austausch in Litzelstetten

Rund 80 Bürgerinnen und Bürger nutzten das Ortsteilgespräch in Litzelstetten für einen intensiven Austausch mit OB Uli Burchardt


Die Litzelstetter Themenpalette beim Ortsteilgespräch von OB Burchardt am 19. Mai 2017 war breit gefächert. Das Spektrum reichte von der Gestaltung der Ortsmitte über das Wohngebiet im Marienweg, das Bebauungsplanverfahren „Im Loh" bis hin zur  Breitbandversorgung. Neben den vorrangigen Konstanzer Themen Wohnen, Verkehr und Wirtschaft zeigte der Oberbürgermeister im Gespräch mit den BürgerInnen die neuesten Entwicklungen im Ortsteil auf.


Rund 80 Bürgerinnen und Bürger nutzten das Ortsteilgespräch in Litzelstetten für einen intensiven Austausch mit OB Uli Burchardt

Aufwertung der Ortsmitte

Die Entwicklung der Ortsmitte Litzelstetten schreitet weiter voran. Gegenwärtig ist die städtische Wohnbaugesellschaft WOBAK dabei, den Wettbewerbsentwurf Martin-Schleyer-Straße 29 umzusetzen. Der Bauantrag liegt aktuell beim städtischen Baurechts- und Denkmalamt, so der OB. Auch der Freiraum in diesem Bereich und die Martin-Schleyer-Straße sollen aufgewertet werden. „Bis 2020 sind dafür 500.000 Euro im Haushalt eingeplant", so der OB: 50.000 Euro für die Planung in 2018 und 450.000 Euro für die Umsetzung ab 2019. Der weitere Ausbau sei gegenwärtig jedoch nicht in der mittelfristigen Finanzplanung enthalten. Kritik aus den Bürgerreihen gab es für die Größe des geplanten Wobak-Baus, der nicht in das Umfeld passe, und die vorausgegangene Bürgerbeteiligung. Die Ortsmitte Litzelstetten sei ein Beispiel für eine Bürgerbeteiligung, bei der am Beginn die Rahmenbedingungen offenbar nicht klar kommuniziert wurden, räumte OB Burchardt ein. Mit den neuen Leitlinien für die Bürgerbeteiligung sind die notwendigen Spielregeln für solche Prozesse nun geschaffen. Das sei ein Riesenfortschritt.

Marienweg: 80 Wohneinheiten für Familien

Lob äußerte das Publikum für die Entwicklung im Marienweg. Hier entwickelt die Stadt im Rahmen des Handlungsprogramms Wohnen ein Wohngebiet mit rund 80 Wohneinheiten für Familien. Gegenwärtig wird das Wettbewerbsergebnis überarbeitet. Auf dieser Grundlage erfolgt die Erarbeitung des Bebauungsplans. Ab 2018 erfolgt dann die Umlegung, der Baubeginn ist voraussichtlich 2020.


Im Loh: Auslegung des BP-Entwurfs Ende 2017

Ein strittiges Thema bleibt, wie mit dem Gebiet „Im Loh" verfahren werden soll. Entgegen dem Votum des Ortschaftsrates hat sich der Gemeinderat gegen eine Wohnbebauung in dem Gebiet ausgesprochen. Ziel des vom Rat beschlossenen Bebauungsplanes ist es vielmehr, das seeseitige Ortsbild, die siedlungsnahe Grünstruktur und die landwirtschaftlichen Flächen zu erhalten. Im Litzelstetten selbst halten sich Befürworter und Gegner einer Bebauung in etwa die Waage. Gegenwärtig wird der Bebauungsplanentwurf weiter entwickelt und dabei die eingegangenen Stellungnahmen der Bürger und der Behörden behandelt. „Dass das für Litzelstetten ein großes Thema ist, zeigt die frühzeitigen Beteiligung im März 2017. Hier sind rund 70 Stellungnahmen eingegangen", erläuterte OB Burchardt. Ende 2017 wird der konkrete Bebauungsplanentwurf dann nochmals ausgelegt. Zudem verwies der OB auf die rechtliche Auseinandersetzung mit Grundstücksbesitzern die dort gerne bauen würden.


Neuer Zeltplatz: Vorplanung läuft an

Eine gute Nachricht für Neukonzeption des Zeltplatzes ist der aktuellen Beschluss des Technischen und Umwelt Ausschusses tags zuvor: Die Verwaltung wurde mit der Vorplanung für Gebäude und Freianlagen (bis Leistungsphase II) beauftragt. Diese dient als Entscheidungsgrundlage für die langfristige Entwicklung des Campingplatzes Litzelstetten. Vorgesehen ist, die Außenanlagen und Infrastruktur neu zu gestalten und das Sanitärgebäude zu sanieren. Auch soll ein Pachtvertrag für das private Grundstück abgeschlossen werden. Das wäre eine Grundvoraussetzung für die weiteren Planungen, damit die Stadt langfristig über das gesamte Gelände verfügen kann. Nach dem bisherigen Zeitplan könnten 2018 die Umbaumaßnahmen erfolgen und die Verpachtung ausgeschrieben werden. 2019 könnte dann die Neuverpachtung des Zeltplatzes erfolgen. „Der Wunsch, den Platz zu erhalten, besteht", bekräftigte OB Burchardt.


Steg: Planung erfolgt nach Abschluss des Zeltplatz-Konzepts

Der vom Ortschaftsrat gewünschte Steg liegt im FFH-Bereich (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) und der Flachwasserschutzzone. Die Planungen werden in Abstimmung mit dem Ortsvorsteher Wolfgang Gensle erst nach Abschluss des Themas Zeltplatz weiterbearbeitet. In Abstimmung mit der Ortverwaltung ruht das Thema derzeit, so der Oberbürgermeister


Breitbandversorgung im Laufe des Jahres 2018

In Litzelstetten liegt derzeit noch keine Glasfaserinfrastruktur der Stadtwerke Konstanz. Geplant ist die Anbindung von Litzelstetten an das Glasfasernetz der Stadtwerke über die Strecke Litzelstetten - Mülldeponie. Auch von Seiten der Telekom sind hier aktuell keine Maßnahmen geplant, da sich im Ortsteil Litzelstetten ein sogenannter Hauptverteiler (HVT) der Telekom befindet. Durch diese direkte Anbindung von Litzelstetten an den Hauptverteiler, sind auch über die Telekom Anschlüsse bereits höherer Bandbreiten für die Kunden möglich. Die Stadtwerke gehen davon aus, dass sie im Laufe des Jahres 2018 die Versorgung in Litzelstetten aufnehmen können.

Weitere Themen, die Litzelstetten bewegen

Eine Kindergarten-Erweiterung westlich des katholischen Kindergartens ist vom Tisch, da die Kirche von diesem Vorhaben Abstand genommen hat. Eine Bürgerin hatte 500 Unterschriften für den Erhalt der Spielwiese gesammelt und übergab diese an OB Uli Burchardt.
Lob und Verbesserungsvorschläge gab es für die Busringlinie 4/13, welche die Vororte mit der Kernstadt und dem neuen Mobilpunkt am Brückenkopf Nord verknüpft. Die Linie verkehrt im 30-Minutentakt, fährt aber im Schul- und Berufsverkehr am frühen Morgen und späten Nachmittag alle 15 Minuten.
Das Radverkehrsnetz soll bis in die Vororte ausgebaut werden. Das Handlungsprogramm Radverkehr legt dazu die Qualitätsstandards fest. Die Planung der Radfahrachse Innenstadt / Staad erfolgt im dritten Quartal 2017 erfolgen.
Keinen Einfluss hat die Stadt auf der Grundlage der geltenden Rechtslage
auf die Mobilfunkversorgung. Zuständig hierfür ist die Bundesnetzagentur, die auf der Grundlage der geltenden Grenzwerte so genannte Standortbescheinigungen erteilt.


Zuletzt aktualisiert am: 22.05.2017

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