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Dingelsdorfer ziehen an einem Strang

Rund 50 Dingelsdorfer verfolgten das Ortsteilgespräch von OB Uli Burchardt im Gemeindehaus. Der Oberbürgermeister zog ein durchweg positives Resümee und lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit dem Ortsteil: „Hier findet man immer einen gemeinsamen Weg“. Eine Nachlese zu den wichtigsten Themen zur Gesprächsreihe "OB vor Ort"


Neben den gesamtstädtischen Themen Wohnen, Verkehr, Wirtschaft (O-Ton OB Burchardt: „Konstanz ist ein boomender Wirtschaftsstandort") nahm sich der OB Uli Burchardt ausgiebig Zeit für die Anliegen der Dingelsdorfer. Im Fokus standen unter anderem der Straßenzustand in der Thingoltstraße, der Planungsprozess für das Gebiet Steinrennen II, die Breitbandversorgung und die Pläne für eine Anschlussunterkunft im Ortsteil.


Radweg Dettingen/Dingelsdorf: Stadt geht in Vorleistung

Der Bau eines Radwegs liegt eigentlich im Zuständigkeitsbereich des Landkreises. Zur Beschleunigung der Planung und in Abstimmung mit der Verwaltung und den Ortschaftsräten tritt die Stadt bei der Planung in Vorleistung (auf Kosten der Stadt). Die aktuelle Vorleistung der Stadt beinhaltet die Festlegung einer groben Linienführung, die Durchführung einer so genannten Umweltverträglichkeitsprüfung und die Klärung des notwendigen Genehmigungsverfahrens. In Abstimmung mit den Ortschaftsräten wird die Planung für einen straßenbegleitenden Radweg südlich der K 6172 weiterverfolgt. Eine Machbarkeitsstudie zeigt, dass die Eingriffe und die damit verbundenen Konflikte deutlich höher zu bewerten sind als im Abschnitt Dettingen-Allensbach. Offen sei noch, ob die Stadt auch bei der Entwurfsplanung in Vorleistung tritt. Danach können die weiteren Schritte erfolgen: Stadt und Landkreis sollen je 25 Prozent der Kosten übernehmen, für die andere Hälfte müssten Fördermittel beantragt werden. Im zweiten Halbjahr soll das Thema im Gemeinderat behandelt werden.


Thingoltstraße: Sanierung im nächsten Haushalt veranschlagt

Die Thingoltstraße ist in einem sanierungsbedürftigen Zustand, bemängelten die Dingeldorfer. In der mittelfristigen Finanzplanung sei die Sanierung aber nicht enthalten. Ein Ausbau sei plangemäß derzeit nicht vorgesehen, so der Oberbürgermeister. Eine Oberflächensanierung durch den Einbau einer neuen Deckschicht würde hier nur kurzfristig Abhilfe schaffen. Das Tiefbauamt wird für die nächsten Doppelhaushaltsberatungen einen Haushaltsansatz für eine abschnittsweise Sanierung der Ortsdurchfahrt erarbeiten, sicherte OB Burchardt zu. Hier steht sie dann in Konkurrenz zu anderen, ebenfalls notwendigen Sanierungsmaßnahmen.

Breitbandversorgung: Stadtwerke verlegen Leerrohre

Derzeit haben die Stadtwerke Konstanz hinsichtlich der Telekommunikationsversorgung in Dingelsdorf noch keine Anschlüsse. Aktuell wird der Ortsteil über die Telekom versorgt. Die Telekom ist nun dabei, die Kabelverzweiger in Dingelsdorf mit Glasfaser anzubinden. Im Zuge dieser Baumaßnahmen werden auch die Stadtwerke Leerrohre für eine spätere Glasfasererschließung mitverlegen. Hausanschlüsse etc. sind derzeit nicht vorgesehen und müssten im Nachgang je nach Wunsch erstellt werden.

Steinrennen II: Planungsprozess läuft an

Die im künftigen Gebiet „Steinrennen II" liegenden beiden Grundstücke wurden zu jeweils 70 Prozent von der Stadt Konstanz erworben. Damit sind die Voraussetzungen aus dem Grunderwerbsmodell erfüllt. Der Planungsprozess (Bauleitplanung) kann demnächst anlaufen. Aktuell führt die Stadt noch Verhandlungen mit weiteren benachbarten Eigentümern im Hinblick auf eine mögliche Zusammenlegung des Gebietes. Abhängig von der Bereitschaft dieser Eigentümer wird angedacht, das Gebiet aufgrund des großen Wohnflächenbedarfs zu erweitern. Dieses könnte dann komplett überplant und in Bauabschnitten realisiert werden.

Plan für Anschlussunterkunft ruht

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft WOBAK hat ein Grundstück nahe der Thingolthalle überplant. Der Entwurf sieht sechs Wohnungen und ein Gemeinschaftsraum vor. Zwischenzeitlich hat das Land Baden-Württemberg seine Förderbestimmungen für solche Objekte geändert. Der Neubau könnte demnach baurechtlich genehmigt, jedoch finanziell nicht gefördert werden. Somit ruht das Vorhaben. Da sowohl die Stadt Konstanz als auch die WOBAK noch Hoffnung auf einen positiven Förderbescheid des Landes haben, wollen beide an dem Projekt einstweilen festhalten.


Belästigung durch freilaufende Hunde

Künftig könnte die Ortsverwaltung als Eigentümerin/Grundstücksverwalterin im Bereich der Trockenliegenplätze für Boote am Hafen einen Leinenzwang erlassen. Alternativ könnte man das Grundstück einzäunen und den Mietern der Trockenliegeplätze Schlüssel aushändigen. Sollte die Polizeiverordnung den Leinenzwang in Zukunft ausdehnen, könnte man einen Verstoß nicht nur privatrechtlich, sondern dann auch öffentlich-rechtlich über eine Anzeige weiterverfolgen. Aktuell gilt der Leinenzwang nach § 11 Abs. 4 der Polizei- und Umweltschutzverordnung nur in der Innenstadt, in der Hafenstraße, im Stadtgarten sowie in der Seestraße und im Hoerle-Park und zeitweise auf dem Uferweg am Schänzle. Ein Überwachung durch das Bürgeramt wäre zeitlich nicht möglich, ohnehin geht nur um wenige Hundehalter, die ihren Vierbeiner nicht anleinen.


Zuletzt aktualisiert am: 12.05.2017

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