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Förderpreis für Junge Kunst

Die diesjährige Preisverleihung findet am 14. Oktober 2017 um 19 Uhr im Wolkenstein-Saal des Kulturzentrum am Münster in Konstanz statt. Der Förderpreis wird dieses Mal verliehen an: Bogdan Michael Kisch (Musik), Meral Ziegler (Literatur) und Jeremias Heppeler (Bildende Kunst).



Seit 1983 verleiht die Stadt Konstanz in zweijährigem Turnus einen Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Musik, Literatur und Bildende Kunst. Der Preis heißt seit diesem Jahr »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« - und die Gewinner im Jahr 2017 stehen nun fest!

 

Die Jury, bestehend aus Michael Auer (Musikpädagoge), Beat Fehlmann (Intendant Südwestdeutsche Philharmonie), Dr. Stephan Geiger (Galerist und Lehrbeauftragter an der Universität Konstanz), Teresa Renn (Regisseurin), Helga Sandl (Kuratorin), Daniel Widmaier (Buchhändler), und Mark Zurmühle (Regisseur & Oberspielleiter Theater Konstanz), sowie Sarah Müssig und Alisa Körner (Kulturamt Konstanz) hat  folgende Preisträger für das Jahr 2017 benannt:

 

Bogdan Michael Kisch (Musik), Meral Ziegler (Literatur) und Jeremias Heppeler (Bildende Kunst).

 

Die diesjährige Preisverleihung findet am 14. Oktober 2017 um 19 Uhr im Wolkenstein-Saal des Kulturzentrum am Münster in Konstanz statt.

 

  • In der Sparte Musik konnte der Cellist Bogdan Michael Kisch die Jury am meisten überzeugen, der aus einer großen Zahl von preiswürdigen Bewerbern ausgewählt wurde.

Seine kraftvollen und gleichzeitig einfühlsamen Interpretationen von Werken der klassischen und romantischen Literatur und seine makellose Technik haben die Jury gleichermaßen überzeugt.

 

Bogdan Michael Kisch, 1990 in Rumänien geboren, kam im Alter von 4 Jahren nach Konstanz. Hier hat er erste und vielfältige musikalische Erfahrungen gesammelt und ist bis heute mit seiner Heimatstadt durch zahlreiche Soloauftritte und Kammerkonzerte, u.a. mit dem von ihm gegründeten Gutfreund-Trio, eng verbunden.

 

Nach dem Abitur 2009 studierte er Violoncello an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Seinen Bachelor erhielt er dort Anfang 2014, und hat dort im Juli dieses Jahres seinen Master-Abschluss mit Auszeichnung absolviert. Zurzeit studiert er Klavierkammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt und ist seit dieser Saison Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters.

 

Nach intensiven Studienjahren und vielfältigen Auszeichnungen und Konzerterfolgen steht er nun kurz vor dem Abschluss seiner Masterstudien im Fach Kammermusik.

 

  • Meral Ziegler, Preisträgerin in der Sparte Literatur, ist Spoken Word Poetin (Poetry Slam) und Autorin. Die Jury überzeugte sie vor allem mit ihrer Performance und ihrer eigenständigen, wirkungsvollen Sprachmacht.

 

Zieglers Texte zeichnen sich durch Schnörkellosigkeit und Konzentration aus, hier ganz der speziellen Darbietungsform des Poetry-Slam verpflichtet. Als Performerin ihrer Texte zieht sie ihr Publikum in den Bann, berührt, provoziert und amüsiert. Sie findet dabei starke und prägnante, aber auch nachdenkliche Worte zu Themen aus der Erfahrungswelt ihrer Generation. Da geht es geht um Identität, Freunde und Familie, Nähe und Fremde, gesellschaftliche Bruchlinien...

 

Meral Ziegler, geboren 1993, mit deutscher und Schweizer Staatsangehörigkeit, lebt in Kreuzlingen und studiert in Konstanz Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft. Als leidenschaftliche und berufstätige Poetry Slammerin hatte sie ihre ersten Auftritte 2010, zahlreiche Auftritte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg folgten seitdem. Außerdem ist sie als Dokumentationssprecherin und Autorin tätig. Sie gewann mehrere Meisterschaften, unter anderem wurde sie 2011 Landesmeisterin Schleswig-Holstein in der Gruppe U20. 2015 wurde ihr Debütroman »Feier dich!« veröffentlicht. Seit 2016 ist sie Vorstandmitglied des Vereins »Slam Alpha«, der sich für die Förderung von Frauen im Poetry Slam einsetzt. 

 

  • Preisträger in der Sparte Bildende Kunst ist Jeremias Heppeler. Sein breites Spektrum an unterschiedlichsten Arbeiten aus den Bereichen Bildende Kunst, Experimental- als auch Dokumentarfilm und Installation, gepaart mit einem hohen Maß an künstlerischer Energie, überzeugte die Jury.

 

Mal verspielt und leicht, mal ernsthaft und tiefgründig, immer überzeugend im Hier und Jetzt angesiedelt, wagt er sich in viele künstlerische Bereiche, in denen er sich sicher bewegt. Er zeigt einen modernen, individuellen Stil, der jedoch nicht auf ein künstlerisches Medium reduziert ist, sondern sich sehr breit gefächert präsentiert. In der Kunst hat er seinen Platz bereits gefunden, dennoch ist er noch nicht angekommen, sondern befindet sich derzeit auf einem suchenden, sich ausprobierenden Weg und ist deshalb nach Ansicht der Jury genau zu diesem Zeitpunkt förderwürdig.

 

Jeremias Heppeler, geboren 1989 in Tuttlingen, schloss sein Studium in Konstanz mit einem Bachelor in Germanistik und Geschichte und 2015 mit dem Master in Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft ab.

Er versteht sich als freier Texter, Filmemacher und intermedial arbeitender Künstler.

 

Jeremias Heppeler hat schon einige Ausstellungsprojekte umgesetzt: unter anderem »Der Prozeßß« in Aldingen/Rottweil, »drei tote hunde« in Tuttlingen, »Hydra aka Das Ende der Quadrate« in Venedig. Im Gewölbekeller im Kulturzentrum am Münster zeigte er 2016 »und hier am ende ist mensch nichts weiter als eine erfindung«. Ausgezeichnet mit dem Samsung Smartfilm Award (für den experimentellen Kurzfilm »Soi«) und dem MotionPicture 2.0 Award des ZKM Karlsruhe (für »Der Beobachter«). Für das Dokumentarfilmprojekt »Die Stadt der vergessenen Kinder« reiste Jeremias Heppeler im Juli 2015 in die Mongolei. Sein aktuelles Filmprojekt »Allein mir fehlt der Glaube« feierte im September 2017 im Zebra Kino Premiere.

 



Zuletzt aktualisiert am: 02.10.2017

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