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OB vor Ort: Allmannsdorf soll Allmannsdorf bleiben

Beim Auftakt der Konstanzer Stadt- und Ortsteilgespräche beantwortete OB Uli Burchardt zahlreiche Fragen der rund 70 interessierten BürgerInnen aus Allmannsdorf, Staad und Egg. Einigkeit herrschte darin, dass die Identität des Stadtteils gewahrt bleiben soll.


Zum Auftakt der Stadt- und Ortsteilgespräche kam OB Uli Burchardt in die Mehrzweckhalle in Allmannsdorf und beantwortete die Fragen der rund 70 Bürgerinnen und Bürger Aus Allmanndorf, Egg und Staad.

Mit den wichtigen Konstanzer Themen Wohnen, Verkehr und Wirtschaft eröffnete OB Uli Burchardt den Dialog in der Mehrzweckhalle Allmannsdorf.

Wohnen: smart wachsen

Beim Thema Wohnen folge Konstanz dem Grundsatz „smart wachsen". Dass dringend Wohnraum benötigt wird, belegt ein Blick auf das Bevölkerungswachstum in den vergangenen Jahren: Seit 2012 ist die Zahl der EinwohnerInnen um gut 3.000 gestiegen. Die Stadt wird dem Wachstum mit dem Handlungsprogramm Wohnen gerecht, das, so OB Burchardt, als „vorbildlich in Baden-Württemberg" gelte. Das wohl größte Wohnbauprojekt ist der geplante neue Stadtteil Hafner, der im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme entstehen soll.


Verkehr: Neue Wege gehen

Beim Thema Verkehr will Konstanz neue Wege gehen, kündigte der Oberbürgermeister an. Beispielhaft nannte er das Verkehrskonzept für den Altstadtring, das Handlungsprogramm Radverkehr, die neue Rad- und Fußgängerbrücke (Z-Brücke) in Petershausen sowie die Prüfung alternativer Verkehrsmittel für Konstanz wie Seilbahn, Straßenbahn und Wassertaxie. Als Vorzeigeprojekte gelten die TINK-Transporträder, die in den Stadtteilen Altstadt, Paradies und Petershausen gemietet und rege genutzt werden.

Wirtschaft: Standort klug weiterentwickeln

Den boomenden Wirtschaftsstandort Konstanz will der Oberbürgermeister „klug weiterentwickeln". Sowohl die Anzahl der Betriebe als auch die Zahl der Arbeitsplätze haben in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. Den Fokus legt das von OB Burchardt initiierte Handlungsprogramm Wirtschaft auf die
Infrastruktur, Vernetzung und Digitalisierung, eine klugen Flächenpolitik, familiengerechtes Wohnen und Arbeiten sowie Ausbildung, Qualifikation und Integration.


Bürgerbeteiligung weiter stärken

Weiteres wichtiges Thema auf der OB-Agenda ist die Bürgerbeteiligung. Hierfür wurden Leitlinien entworfen und vom Rat verabschiedet. Einen weiteren Meilenstein der Bürgerbeteiligung in Konstanz hat der Gemeinderat im Januar 2017 mit der so genannten Vorhabenliste beschlossen.Dabei handelt es sich um eine Übersicht geplanter Vorhaben, die aus Sicht der Bürgerschaft von hoher Bedeutung sind und die kontinuierlich aktualisiert werde.

Fokus auf Themen vor Ort

Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den Themen vor Ort. Oberbürgermeister Uli Burchardt stellte die wichtigsten Planungen der einzelnen Vorhaben vor und beantwortete die Anliegen der BürgerInnen. Ein Statement an die Adresse des Oberbürgermeisters lautete: „Wir wollen nicht nur bewahren, sondern wir wollen auch Veränderung. Dafür brauchen wir politische Lösungen".
OB Burchardt präsentierte eine Übersicht zu den stadt- und ortsteilspezifischen Themen sowie Themen, die von BürgerInnen auf der Internetseite genannt und bewertet wurden. Hier eine Auswahl der wichtigsten Themen:

Entwicklung der Ortsmitte und Pflegeheim auf der Jungerhalde

Auf der Jungerhalde Nord, der größten unbebauten Gemeinbedarfsfläche im Konstanzer Stadtgebiet, wird ein Altenpflegeheim mit 60 Plätzen errichtet. Der Kindergarten St. Georg wird aus der Ortsmitte verlagert. Nach der Verlagerung kann ein Ortsplatz südlich des Kirchplatzes entwickelt werden. Ab 2019 sind Mittel für den Neubau des Kindergartens St. Georg in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen (Kosten insgesamt: rund 4 Millionen Euro). Der Satzungsbeschluss des Bebauungsplans Jungerhalde Nord ist für Juli 2017 vorgesehen, kündigte OB Burchardt an. Der Baubeginn des Altenpflegeheims ist für Ende 2017 geplant.

Schiffstraße/Staaderstraße: Rahmenplan wird überarbeitet

Durch einen städtebaulichen Rahmenplan und einen Bebauungsplan wird sichergestellt, dass sich das Gebiet verträglich weiterentwickelt und wichtige Grün- und Freiflächen gesichert werden. Gegenwärtig wird der Rahmenplan überarbeitet und zusammen mit dem Bebauungsplanentwurf im Laufe des Jahres dem Technischen- und Umweltausschuss zum Beschluss vorgelegt.Nach der Durchführung einer weiteren öffentlichen Informationsveranstaltung wird der Bebauungsplan 2017/2018 dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt.

Grundschule: Erweiterung um zwei Mehrzweckräume

Für die Grundschule in Allmannsdorf sind die Erweiterung um zwei Mehrzweckräume und der Einbau einer notwendigen Fluchtwegetreppe ab 2019 terminiert. Eine Verbesserung der Situation für die Kernzeit kann durch die Baumaßnahme erfolgen. Dann könnte die Schule mit der Kernzeit wegen Überlassung einer der beiden neuen Mehrzweckräume eine Vereinbarung schließen. Wegen der Platznot - teilweise sind 140 Kinder in einem Rum untergebracht - sagte der Oberbürgermeister die Prüfung der Nutzungsmöglichkeit der Kellerräume an der Grundschule zu.


Tempo 30 in Mainaustraße

Der Entwurf des Lärmaktionsplanes schlägt für die Mainaustraße (Abschnitt Staader Straße bis Egger Straße) Tempo 30 ganztags vor. Der Entwurf des Lärmaktionsplans geht im Juni mit dem Beschluss über die Öffentlichkeitsbeteiligung in den Technischen und Umwelt Ausschuss (TUA), kündigte OB Burchardt an. Die Beteiligung der Öffentlichkeit wird aktuell vorbereitet und findet im Anschluss im Juli statt. Dazu sind auch Informationsveranstaltungen geplant. Die zur verkehrsrechtlichen Anordnung notwendigen straßenbezogenen Einzeluntersuchungen werden bis dahin durchgeführt und mit den zuständigen Behörden wie dem Regierungspräsidium Freiburg noch abgestimmt. In diesem Zusammenhang wird auch die seit drei Tagen vorliegende Verwaltungsvorschrift zur Tempo 30 Regelung bei besonderen Einrichtungen und deren Möglichkeiten mit diskutiert, so dass es eine ganzheitliche Sichtweise und Lösung geben werde, so der Oberbürgermeister. Auf der Grundlage der Ergebnisse der Beteiligung werde der Lärmaktionsplan dann im Gemeinderat im Herbst beschlossen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die notwendigen Voraussetzungen für Tempo 30 in den genannten Bereichen erfüllt sind (also auch in Allmannsdorf).


Entwicklung Universität: Masterplan bis Ende des Jahres

Für die räumliche Entwicklung der Universität wurde ein Flächenbedarf bis 2060 von 55.000 Quadratmeter Nutzfläche sowie 120.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche prognostiziert. Die Entwicklung soll sich an der bestehenden Grundformation orientieren. Die naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für eine bauliche Entwicklung im Bereich der Parkplätze (z.B. Waldabstand, Schutzwürdigkeit von Flora und Fauna) werden ermittelt. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde am 14. April 2011 im TUA gefasst. Aktuell wird der Masterplan im Auftrag von Vermögen und Bau in Zusammenarbeit mit der Universität und der Stadt aufgestellt. Die Fertigstellung ist bis Ende 2017 vorgesehen. Die weiteren Schritte im Bebauungsplanverfahren erfolgen dann in 2018.


Flüchtlingsunterkünfte: Wohnbauvorhaben in Ortsmitte zurück gestellt

Der Bezugsbeginn für die Anschlussunterbringung (AU) in Egg ist diesen Freitag, dem 12. Mai 2017. Insgesamt werden 44 Personen, hauptsächlich Familien, in die elf Dreizimmerwohnungen einziehen. Außerdem verfügt die AU über eine Gemeinschaftswohnung, in der eine Sozialbetreuung gewährleistet ist.
Für den Standort am Ortsausgang (Gärtnerei) laufen die Verhandlungen zum Erwerb der Grundstücke, erläuterte OB Burchardt. Die Entwicklung des Wohnbauvorhabens in der Ortsmitte Allmannsdorf westlich des Kindergartens wird aufgrund der geänderten Förderrichtlinien und der beengten Erschließungssituation zunächst zurück gestellt.


OB vor Ort: Drei Termine diese Woche

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Oberbürgermeister Uli Burchardt besucht Stadt- und Ortsteile

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Zuletzt aktualisiert am: 08.05.2017

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OB vor Ort


© Stadt Konstanz

@ Im Vorfeld können alle Bürgerinnen und Bürger bis sieben Werktage vor dem jeweilgen Termin auf www.konstanz.de/OB-vor-Ort ihre Themen und Anliegen einreichen.