Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche







Inhaltsbereich

Geld aus der Cerlowa-Stiftung für soziale Projekte

1 Million Euro erhält die Stadt Konstanz aus der Cerlowa-Stiftung des Carl O. Walser. Das Geld soll über die nächsten 10 Jahre hinweg in Projekte der Inklusion fließen.


Es war die Förderung wohltätiger Zwecke, die Carl O. Walser im Sinn hatte, als er 1970 verfügte, dass 40 Jahre nach seinem Tod die Städte Konstanz und Bad Saulgau zu je 50 Prozent an den Vermögenswerten seiner Stiftung begünstigt werden.1969 hatte er in Liechtenstein die Cerlowa Stiftung gegründet, die 1974 mit seinem Tode gemeinnützig wurde. Seit 2010 ist die Stiftung in das Handelsregister von Liechtenstein eingetragen. Die Vermögenswerte der Stiftung bestehen in einem Bankkonto, das einen Betrag von etwa 2 Millionen Euro aufweist.

 

Der verstorbene Stifter wurde am 19. August 1888 in Bad Saulgau geboren, wuchs dort auf. In Bad Saulgau betrieben Walsers Eltern eine Weinstube. Carl Walser machte eine Lehre zum Hotelkaufmann und war viele Jahre in den ersten Hotels der europäischen Metropolen beschäftigt, zuletzt als Empfangschef und Direktor des Intercontinental in München. Von 1931 bis 1943 war er in Konstanz als selbständiger Kaufmann tätig. Da die Geschäfte nicht sehr gut liefen, stellte er das Unternehmen 1943 aus Warenmangel ein und arbeite fortan beim Wirtschaftsamt des Landkreises Konstanz. Im April 1944 wurde er aus gesundheitlichen Gründen endgültig vom Wehrdienst zurückgestellt. Politisch aktiv war Walser weder vor noch nach 1933. Am 21. Oktober 1974 starb Carl Walser in Konstanz.

 

Neben seiner Geburtsstadt Bad Saulgau freut sich auch Konstanz über die Begünstigung aus Walsers Stiftung. „Wenn ehemalige Bürger die Stadt in ihrem Testament bedenken, ist das ein Zeichen dafür, dass Konstanz wirklich Heimat sein konnte. Das freut und ehrt uns! Solche großzügigen Begünstigungen, die in soziale Aufgaben wie die Inklusion fließen, helfen dabei, dass Konstanz weiterhin für alle lebens- und liebenswert bleibt," so Oberbürgermeister Uli Burchardt.

 

Über die Annahme der Begünstigung durch die Stadt Konstanz wird am 26. Januar 2017 im Gemeinderat entschieden. Die Mittel, so der Vorschlag der Verwaltung, sollen über die nächsten 10 Jahre zu gleichen Teilen Maßnahmen zur Verbesserung der Inklusion in der Stadt zukommen. Über den Einsatz der Mittel wird der Behindertenbeauftrage Stephan Grumbt in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gremien beraten.



Zuletzt aktualisiert am: 19.01.2017

Ende Inhaltsbereich