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"Gedenkstunde an Deportationswaggons"

Begleitend zur Ausstellung des Rosgartenmuseums „Das jüdische Konstanz“ werden im Bahnhofsgelände bei Klein Venedig zwei Reichsbahnwaggons von1940 aufgestellt, in der Konstanzer Juden deportiert wurden. Die Waggons werden vom 20. Oktober bis einschließlich 1. November und eine darin installierte Ausstellung über die damaligen Ereignisse zu besichtigen sein. Dazu findet am 22. Oktober um 19 Uhr eine Gedenkstunde an den Waggons statt.

Vor 75 Jahren klingelten Konstanzer Polizeibeamte und Gestapomänner an den Türen jüdischer Bürger, um sie zur Deportation abzuholen: 112 Konstanzer Juden wurden deportiert, zwei Jahre später kamen die letzten acht hier verbliebenen jüdischen Bürger in die Vernichtungslager. Zur Erinnerung an diese 120 Bürgerinnen und Bürger und an die erste planmäßige Deportation deutscher Staatsbürger in ein Lager veranstalten Rosgartenmuseum, der junge jüdische Verein „Jewlike" und die Initiative Stolpersteine am 22. Oktober, abends 19 Uhr, im Bahnareal Klein Venedig (nahe Lago-Brücke) eine Gedenkstunde an zwei originalen Deportationswaggons von 1940. Die Bahn Stiftung und die Deutsche Bahn AG tragen als Sponsoren einen Teil der Sachkosten des Projekts mit. Sprechen werden Museumschef Tobias Engelsing und Vadim Schuhmann von „Jewlike", außerdem wird Rabbiner Stern das Totengebet Kaddisch beten. Zuvor findet um 18 Uhr an der Gedenkstele neben der Dreifaltigkeitskirche eine Mahnwache der Initiative Stolpersteine statt. Vom 20. Oktober bis einschließlich 1. November sind die Waggons und eine darin installierte Ausstellung über die damaligen Ereignisse täglich von 10 bis 18 Uhr kostenlos zu besichtigen. Für Schulklassen werden besondere Führungen angeboten (Tel. 07531 / 900-851, lisa.foege@konstanz.de)

 



Zuletzt aktualisiert am: 14.10.2015

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