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Boris Petrovsky im Gewölbekeller - Vernissage am Freitag, 17. Juli

Am Freitag, 17. Juli 2015 um 19 Uhr findet im Foyer des Kulturzentrum am Münster die Vernissage zu der Ausstellung von Boris Petrovsky »Große Erzählungen in kleinen Einheiten: Kontantpumpe am Fundamentplatz« statt. Die Laudatio hält Anna Emmerling, Kunstwissenschaftlerin. Veranstaltet wird die Ausstellung vom Kulturbüro Konstanz.


Vom 18. Juli bis zum 6. September 2015 ist die Arbeit von Boris Petrovsky im Gewölbekeller zu sehen.

 

Petrovsky beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit den Zusammenhängen zwischen Vorstellung, Zeichen, Begriff und Objekt in einer medialisierten Welt. Seine Themen sind die Herausforderungen und Absurditäten der modernen Medien- und Konsumgesellschaft. In seinen oft überdimensionalen Installationen verwertet er industriell gefertigte Produkte, er arbeitet mit Leuchtkörpern, Hard- und Software. Häufig verwendet Petrovsky ausgemusterte Neonschriften und Werbebotschaften - Symbole der Konsumindustrie. Seine Objekte sind oft über das Internet virtuell vernetzt, interaktiv und ortsübergreifend erweitert. Über Licht, Sound und mechanische Bewegung werden die Objekte zu Erzeugern von Kommunikation, Information und Zusammenhängen.

 

In Konstanz beschäftigt sich Boris Petrovsky nun mit den Auswüchsen des Wohnungsmarktes, der endlosen Suche, den Geschichten und Erwartungen, die dahinter stehen. Gleichsam wie die Illias als große Erzählung, die den raumgreifenden Leuchtkörper aus Neonröhren zuvor bespielte, werden deren Schlachten als Wahnsinn der Immobilienindustrie mit ihren Folgen aktualisiert.

Im unbewohnten Gewölbekeller werden Immobilienanzeigen live zum Buchstabendurchlauf der Kunst: in kleinen Einheiten durchbuchstabiert, werden sie grell leuchtend durch Neonröhren gepumpt, die fest montiert auf einem Marmorsockel stehen, der gleichzeitig Fundament und Luxus ist. Aus dem Gewölbekeller dringt pulsierendes, rotes Licht in die nächtliche Stadt.

 

Boris Petrovsky führt uns erneut eine Zerreißprobe vor zwischen Werk, Werkzeug und Datenmaterial, zwischen Chaos, Konsumrausch und ästhetischer Verdichtung, zwischen Täuschung und Zweifel, Wahrnehmung und Illusion.

 

Boris Petrovsky wurde 1967 in Konstanz geboren und studierte freie Kunst und Produktdesign an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Prof. Henning Christiansen. 1997 erhielt er sein Diplom, seitdem arbeitet er als freischaffender Künstler, seit 2007 in Konstanz. Er hat zahlreiche Ausstellungen und Projekte im In- und Ausland durchgeführt. Seine Installationen und Objekte sind in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten.

 

 

 

Boris Petrovsky - »Große Erzählungen in kleinen Einheiten: Kontantpumpe am Fundamentplatz«

 

Vernissage:         17.07.15 um 19 Uhr

Ort:                      Foyer des Kulturzentrum am Münster

Laudatio:            Anna Emmerling, Kunstwissenschaftlerin Konstanz, Zürich

 

Ausstellung:        18.07.- 06.09.2015

Ort:     Gewölbekeller, Kulturzentrum am Münster, Wessenbergstr. 43, 78462 Konstanz

Öffnungszeiten:  Di-Fr 10-18 Uhr; Sa, So, Feiertag 10-17 Uhr

 

 



Zuletzt aktualisiert am: 09.07.2015

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