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Konstanz ist bunt

OB Uli Burchardt und weitere RednerInnen warben heute Abend auf dem Münsterplatz für Weltoffenheit und Toleranz. Rund 2.000 Menschen nahmen an der Kundgebung teil. Der Gemeinderat verabschiedete in seiner Sitzung am 19. Juli 2012 die Konstanzer Erklärung „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus".



OB Burchardt und weitere Redner werben auf dem Münsterplatz für Weltoffenheit und Toleranz




Auch am Fährehafen in Staad wurden die Anleger mit dem Motto der Kundgebung "Konstanz ist bunt" begrüßt. Den gleichen Willkomensgruß gab es an der Ortseinfahrt an der B33.

„FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus"

 

Der Gemeinderat verabschiedete in seiner Sitzung am 19. Juli 2012 die Konstanzer Erklärung „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus"

 

Die Erkärung im Wortlaut:

 

Konstanz versteht sich als weltoffene, liberale Stadt, die sich für Chancengleichheit aller Menschen, die in ihr leben, einsetzt. Unabhängig von nationaler, kultureller und ethnischer Zugehörigkeit aber auch unabhängig von Alter, Geschlecht, Weltanschauung und Lebensstil sollen Menschen in Konstanz gleiche Chancen in der Gesellschaft haben.

Wir sind uns bewusst, dass es auch in Konstanz Rassismus gibt und wollen daran arbeiten, ihm überall entgegen zu treten. Wir setzen uns dafür ein, dass in unseren Institutionen eine Kultur der Anerkennung gepflegt wird.

Wir erklären,

• dass wir aktiv für ein soziales Miteinander in Konstanz und für eine

humane Stadtgesellschaft eintreten,

• dass rassistisches Handeln und politisch oder religiös motivierte Gewalt von uns nicht akzeptiert werden.

• dass es keinen Bereich in unserer Stadt gibt, in dem unser Grundgesetz außer Kraft gesetzt werden darf.

 

Wir wollen in unserer Stadt in einer Atmosphäre des achtsamen Miteinanders leben, in der gegenseitige Achtung, Respekt und Solidarität, gegenseitige Rücksichtnahme und selbstbewusste, freie Entfaltung wachsen können.

 

Wir fühlen uns verantwortlich für das Gemeinwesen unserer Stadt. Wo immer die freiheitlichen Grundrechte und die Gemeinschaft bedroht sind, Ausgrenzungen und Bedrohungen von Minderheiten und Andersdenkenden geschehen, werden wir mit Zivilcourage für Menschlichkeit und die Wahrung der Grundrechte eintreten.

 

Wir achten darauf und sorgen dafür, dass in den Schulen, in der Jugendarbeit und im Gemeinwesen unserer Stadt Strukturen vorhanden sind, die das Zusammenleben und die freie Entfaltung vieler verschiedener Menschen, mit unterschiedlicher Herkunft, Heimat und Sprache, mit verschiedenem Glauben und unterschiedlichen politischen oder sonstigen Anschauungen fördern.

 

Eine an den Menschenrechten orientierte, soziale Gesellschaft ist eine Selbstverständlichkeit! Aber sie muss jeden Tag aufs Neue mit Leben gefüllt werden und gegen Angriffe von Nazis, Neonazis und anderen Extremisten verteidigt werden. 

 

Wir rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Konstanz auf,

 

NEIN zu sagen, wenn Menschen wegen ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, ihrer Sprache Religion

oder Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zughörigkeit zu einer nationalen Minderheit, der sozialen Situation, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung beleidigt oder ausgegrenzt werden. Das bedeutet,

 

NEIN zu sagen, wenn z. B. Wohnungslose, Menschen, die von Harz IV leben müssen, Behinderte, Kranke, alte Menschen, Kinder oder Jugendliche und alle, die vermeintlich „anders" sind, verspottet oder diskriminiert werden,

 

NEIN zu sagen, wenn Andersdenkende, Andersgläubige oder Menschen mit Migrationsgeschichte angefeindet werden oder scheinbar harmlose Witze über sie gemacht werden, und gerade auch in alltäglichen Gesprächssituationen seine Haltung deutlich zu zeigen!

 

Mischen Sie sich ein, wenn andere bedroht und angegriffen werden und setzen Sie sich dafür ein, dass Konflikte gewaltfrei ausgetragen werden.

 

Helfen Sie mit, dass in Konstanz weiterhin eine Atmosphäre des Miteinanders, der

Friedfertigkeit und Vielfalt gedeihen kann.

Gemeinsam können wir viel erreichen.

 

Konstanz im Juli 2012

Gemeinderat und Oberbürgermeister



Zuletzt aktualisiert am: 28.01.2015

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