Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche





Standort:


Inhaltsbereich

Kunst im Gewölbe, Teil 8

Der Gewölbekeller im Kulturzentrum am Münster wird zur Bühne für ungewöhnliche Arbeiten der Fotografin Iva Jauss. Vernissage ist am Freitag, 18.10.2013, 19.30 Uhr, die Laudatio hält Rebecca Koellner.


 
Boten heißt ihre Ausstellung, die auf Einladung des Kulturbüros Konstanz vom 19.10. bis 17.11. zu sehen ist.
Iva Jauss fotografiert hauptsächlich analog. Ihre künstlerischen Werke sind teilweise digital bearbeitet und gefertigt. Portraits sind der Schwerpunkt ihrer Arbeit. Die Art und Weise, wie sie die Menschen durch das Objektiv betrachtet, ist durch die Theorie der Archetypen und des Kollektiven Unbewussten von C.G.Jung geprägt. Soweit die Archetypen universale Gestalten uralter Zeiten in der menschlichen Psyche sind, benutzt die Fotografin diese Symbole als Methode zur Selbsterforschung, gleichzeitig soll ihre eigene Welt wie ein Spiegel innerer Bewegungen für den Betrachter ihrer Werke sein.
 
Iva Jauss über ihre Ausstellung Boten:
"Fotografieren bedeutet, mehr sehen zu können. Jedoch ist alles, an was ich glaube und was mein Leben bewegt, unsichtbar. Und ich bin immer auf der Suche nach dem Unsichtbaren gewesen, auch mit meiner Kamera. So ist auch die Ausstellung Boten geboren - Impressionen und Portraits, die jenseits der bloßen Sehkraft flüstern können. Und das ist eine Sprache, die neue Kenntnisse für das Gesehene um mich offenbart und tief zu meinen eigenen inneren Welten führt. Ich liebe die Fehler und Mängel, die während des kreativen Prozesses passieren: unter- oder überbelichtetes Bild, die Bewegung einer Hand, die Unschärfe, überlappte Filmbelichtung (was meine alte Kamera, Pentacon six, ständig macht), Kratzer aller Art auf dem Film, und besonders wenn ein Model unvorbereitet fotografiert wird. Alle diese zufälligen Mängel machen das Bild menschlich. Und schließlich verzaubern sie mich wegen der Unperfektheit. Die Form (Körper, Gesicht) ist nur Kontur - eine Orientierung für die Grenzen. Das was mein Blick sucht ist jenseits dieser Konturen. Ich glaube, dass jeder von uns einen beständigen Kern in sich trägt, der ein Stück Ewigkeit ist. Er ist nicht beeinflussbar in der Linearität der Zeit. Eher ist es eine vertikale Achse, die die Quelle und die Offenbarungen verbindet. Durch die dünne Haut der Kunst können wir manchmal diesen Kontakt wahrnehmen."
 

Iva Petkova-Jauß: Boten

Fotografie
19.10. - 17.11.2013, Vernissage 18.10.2013, 19.30 Uhr
 
Kulturzentrum am Münster, Gewölbekeller, Wessenbergstraße 43, D-78462 Konstanz
Öffnungszeiten Di. - Fr. 10 - 18 Uhr, Sa. + So. 10 - 17 Uhr
Eintritt 3 € / 2 €
veranstaltet vom Kulturbüro Konstanz, Tel. 0049 (0)7531 900 900, www.konstanz.de
 


Zuletzt aktualisiert am: 14.10.2013

Ende Inhaltsbereich