Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche







Inhaltsbereich

Amtskette, Goldenes Buch und ganz viele Fragen

Grundschüler der Säntisschule Konstanz besuchen den Oberbürgermeister und löchern Uli Burchardt in einer munteren Gesprächsrunde über Amt und Aufgaben


Wenn Grundschulkinder Oberbürgermeister Uli Burchardt besuchen, dann kann sich daraus ein lebhaftes Treffen entwickeln. Für reichlich Gesprächsstoff ist an diesem Vormittag im Rathaus jedenfalls gesorgt: die zwölf Grundschüler der Sändtisschule sind mit Fragen bestens präpariert, als sie putzmunter das Büro von  Uli Burchardt betreten. Nach mehreren Briefen der SchülerInnen an Uli Burchardt („Da hab ich mich echt drüber gefreut"), war es dem OB eine Herzenssache, die SchülerInnen persönlich zu empfangen.

 

„Was glaubt ihr,  was ich mache?", eröffnet  OB Burchardt die Fragerunde mit den  jungen Gästen.  „Du bist du der Chef von Konstanz", schallt es da dem OB schon wie aus der Pistole geschossen entgegen. Und schon ist die heitere Gesprächsrunde eröffnet, zumal jeder auch mal die Amtskette („Wieviel wiegt die und wieviel ist die wert?") anfassen und einen Blick ins Goldene Buch („Ist im Rathaus alles aus Gold?") werfen darf.

 

Mit einer kleinen Einführung in das Einmaleins der Demokratie erläutert Burchardt, was ein OB so alles tut, wer ihm dabei hilft und für was er alles verantwortlich ist: „In erster Linie sind das drei Dinge: der OB ist der Chef der Verwaltung und der Vorsitzende des Gemeinderates sowie oberster Repräsentant der Stadt - dazu gehört auch, dass er zum Beispiel Schulklassen empfängt".  

 

Drei Sachen an einem Tag

Dass man mit lediglich drei Sachen den ganzen langen Tag verbringen kann, will den Schülern jedoch  nicht auf Anhieb einleuchten: „Haben  Sie nicht noch etwas anderes zu tun, als nur drei Dinge?", fragt ein Steppke deshalb ungläubig. OB Burchardt nimmt in dem munteren Gespräch den Ball gerne auf und erläutert, „dass die drei Dinge manchmal ganz schön viel Arbeit machen, und ich häufig abends erst ziemlich spät und müde nach Hause komme - und dann einfach mal schlafen muss ". Besonders bei gemeinderätlichen Sitzungen müsse man ganz schön viel Ausdauer haben: „Wir sitzen dann im Ratssaal, reden meistens ganz lange und  streiten dabei auch manchmal. Und am Ende  stimmen wir dann darüber ab, wer dafür oder dagegen ist".

 

Neben ganz vielen Fragen zum OB-Amt („Wieviele Oberbürgermeister auf der  Welt gibt es?, Was ist der Unterschied zwischen einem Oberbürgermeister und einem Bürgermeister?, Was für ein Auto fährst du? Und: Hast du ein Flugzeug?") tragen die Kinder dem OB neben den großen Wünschen („Nie mehr Krieg auf der Welt") auch die kleineren Anliegen vor.

 

Dazu zählen kostenloses Bus fahren „nur für Kinder", noch mehr Kindertheater,  ein Billiardtisch an der Schule, ein Indoor-Spielplatz in Konstanz.  Eine Idee, die der OB gerne aufnimmt.

 

Auch ein Oberbürgermeister ist kein König

Eine Schülerin steckt dem OB Burchardt einen Brief ihrer Mutter entgegen, in dem es um die Ausweisung einer Wohn- in eine Spielstraße geht. OB Burchardt nimmt sämtliche Anregungen gerne mit. Gleichzeitig macht er den SchülerInnen gegenüber deutlich,  dass auch ein Oberbürgermeister kein König ist: „Über alles was entschieden wird, wird ausgiebig beraten. Danach stimmt der Gemeinderat ab, der Oberbürgermeister hat da nur eine von 41 Stimmen". Doch bei der Verwirklichung von vielen kleineren Dingen brauche man man nicht einmal den Gemeinderat, rät der OB: „Manchmal ist es besser, wenn ihr  zusammen mit euren Eltern Dinge selbst in die Hand nehmt" - und verspricht: „Dafür kümmert sich die Stadt dann um die größeren Sachen".



Zuletzt aktualisiert am: 25.01.2013

Ende Inhaltsbereich