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Drei Konstanzer Ideen für die größte Konstanzer Schule

Drei Konstanzer Architekturbüros siegen beim Planungswettbewerb zur Erweiterung der Geschwister-Scholl-Schule


Das Preisgericht hat entschieden und sorgt für ein Novum bei einem europaweit ausgeschriebenen Planungswettbewerb der Stadt Konstanz. Aus 24 zugelassenen Arbeiten wählte das unabhängige Jury, bestehend aus Fachexperten wie Architekten und Vertretern der Stadt und des Gemeinderates, in einem anonymen Auswahlverfahren drei Konstanzer Entwürfe auf die ersten drei Plätze. „Das ist außergewöhnlich und das habe ich in meiner siebenjährigen Amtszeit bislang noch nicht erlebt. Manchmal liegt das Gute eben doch ganz nah", lobte Bürgermeister Kurt Werner bei der Ausstellungseröffnung in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule die gelungenen Entwürfe und baulichen Konzepte der eingereichten Arbeiten. Die Erweiterung der Geschwister-Scholl-Schule sieht u.a. sieben neue Klassenräume, einen neuen Computerraum und neue Sanitärräume vor.

Der Siegerentwurf als Modell.

Insgesamt hatten sich 89 Büros beworben, 32 Arbeiten wurden ausgewählt und zugelassen und 24 Arbeiten gingen am 4.Oktober 2012 fristgerecht und anonym bei der Stadt Konstanz ein. Die Preisgerichtssitzung zum Wettbewerb fand am 9. November 2012 an der Geschwister-Scholl-Schule statt. Insgesamt wurden sechs Arbeiten prämiert.

 

Der Siegerentwurf des Büros Lanz + Schwager in Zusammenarbeit mit der Freiburger Landschaftsarchitektin Gisela Stötzer sieht den Bau eines freistehenden Holzpavillons im Westen des Geländes mit deutlichem Abstand zum bestehenden Schulgebäude vor. Ausdrücklich gewürdigt wird von der Jury die vollständig barrierefreie Erschließung des Gebäudes und der Außenanlagen. Mit dem zweiten Platz wurde der Entwurf des Büros Dury D'Aloisio zusammen mit dem Büro 365° Freiraum + Umwelt Garten- und Landschaftsarchitekten (Illmensee), der einen Neubaus als „Haus im Wald" vorsieht, ausgezeichnet. Die Architekten Linie 4 entwarfen zusammen mit den Münchner Landschaftsarchitekten Lohrer Hochrein (dritter Preis) ein Solitärgebäude in freier Form mit einer der Glasfassade vorlagerten Konstruktion aus Rundholzstäben zur Verschattung und sensiblen Integration in die umgebende Waldstruktur. Das Verhandlungsverfahren mit den drei Siegerentwürfen beginnt im neuen Jahr, die von einer unabhängigen Kostenplanerin ermittelten Bauwerkskosten betragen je nach Entwurf zwischen 3,1 und 3,7 Millionen Euro.

 

Der Siegerentwurf ist mit 10.000 Euro, der zweite Preis mit 6.000 Euro und der dritte Preis mit 4.500 Euro dotiert. Anerkennungen zu je 1.500 Euro gab es für drei weitere Büros. Die Ausstellung der prämierten Arbeiten ist noch diese Woche von 7.30 Uhr bis 20 Uhr in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule, Schwaketenstraße 112 in Konstanz zu sehen.

Die Geschwister-Scholl-Schule Konstanz ist eine 1976 gegründete kooperative Gesamtschule, die seit 1986 als Schulverbund fortgeführt wird und sich aus den drei Schularten Gymnasium, Realschule und Werkrealschule zusammensetzt. Weiterhin sind alle Schularten durch eine Orientierungsstufe, die die Klassen 5 und 6 umfasst, miteinander verbunden. Die Schüler können zwischen den Schwerpunkten Naturwissenschaften, Sprache, Musik oder Sport wählen.

Mit ca. 1.570 Schülern ist sie die größte Konstanzer Schule. Unterrichtet wird in 3,9 Zügen Gymnasium, 3,7 Zügen Realschule und 1,8 Zügen Werkrealschule.

Im Zuge der städtischen Schulentwicklungsplanung 2008-2010 wurde die zukünftige Zügigkeit der Geschwister-Scholl-Schule vom Gemeinderat der Stadt Konstanz auf vier Züge Gymnasium, 2,7 Züge Realschule und zwei Züge Werkrealschule festgelegt.



Zuletzt aktualisiert am: 21.11.2012

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