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Litzelstetten: BürgerInnen sammeln Ideen für Ortsmitte

Die Litzelstetter „Spurgruppe", die aus acht Bürgern zusammengesetzt den Dialog- und Beteiligungsprozess über die Litzelstetter Ortsmitte organisieren wird, hat zum zweiten Mal getagt. Im Mittelpunkt stand dabei nochmals der Spielraum, den die Bevölkerung im Rahmen der Entwicklungen haben wird.


Neben dem frei werdenden Areal an der Martin-Schleyer-Straße sollen sich die Menschen auch Gedanken über eine weitergehenden Dorfkern machen: Wie schon vom Litzelstetter Unternehmer- und Gastgeberkreis (LUGa) ins Gespräch gebracht, könnte dieser vom katholischen Gemeindezentrum bis zum „Milchhäusle" gehen, möglicherweise aber auch die Großherzog-Friedrich-Straße berücksichtigen.

 

Das gemeinsame Etappenziel wird sein, von den Bürgerinnen und Bürgern Bedürfnisse, Wünsche und Identifizierungspunkte zu erfahren, die in  der neuen Ortsmitte repräsentiert werden sollen. Diese fließen dann in den Ausschreibungstext für einen bevorstehenden Ideenwettbewerb ein, der sich in einen Realisierungs- und Ideenteil gliedert. Ersterer bezieht sich explizit auf die Bebauung und Nutzung des besagten Grundstücks und anliegender Flächen, im zweiten werden längerfristige Perspektiven für ein Gesamtbild des räumlichen Umkreises aufgegriffen. Beide Teile sind wechselseitig miteinander verbunden, wodurch eine Einpassung des Neubaus in das gestalterische Umfeld gewährleistet ist.

 

Aus dem Wettbewerbsergebnis wird die Wohnungsbaugesellschaft Konstanz GmbH (WOBAK) den Sieger auswählen, dessen Konzept als Grundlage für einen Bauantrag dient. Sollte dieses außerhalb des bestehenden Rahmens liegen, wäre zunächst die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes nötig. Der städteplanerische Aspekt wird in den politischen Fachgremien der Stadt erörtert. Da jeder Sieger des Wettbewerbs die Voraussetzungen aus dem Auslobungstext erfüllt haben muss, werden die Wünsche der Bürger klar berücksichtigt.

 

Unter der Leitfrage nach der Funktion eines Dorfkerns sollen nun die Bürger im Gesamten eingezogen werden: Hierfür wird es am 01. Dezember 2012 von 10 bis 15 Uhr einen Workshop für alle Interessierten aus Litzelstetten geben. Die Spurgruppe plant diesen Tag im Vorfeld und wird der Bevölkerung zeitnah weitere Einzelheiten bekannt geben. Aus den abstrakten Wünschen und Bedürfnissen der Einwohner für ihren Wohnort werden letztlich in verschiedenen Themenbereichen wie Infrastruktur, Tourismus oder Soziales die Ergebnisse verdichtet, um sie sachgerecht in den Wettbewerbstext einfließen lassen zu können.

 

Schon jetzt gibt es aus den Reihen der Bevölkerung zahlreiche Vorstellungen, was eine Dorfmitte charakterisieren soll: Von konkreten und teils auch unrealistischen bis hin zu überaus bedenkenswerten Ansätzen ist viel dabei, erfasste das Gremium nach einer Bestandsaufnahme. Von elementarer Bedeutung sei auch, alle Bürgerschichten einzubeziehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den jungen Menschen: Auch sie sollen motiviert werden, ihre Interessen zu äußern und Anliegen zu „ihrer" Dorfmitte kundzutun.

 

Bis zum Aktionstag sollen Bilder und Logos die Menschen auf die anstehende Veranstaltung und den Partizipationsvorgang aufmerksam machen. Die Bewohner sind angehalten, mit den Mitgliedern der Spurgruppe (Regina Wesner, Regina Armbruster, Katja Romer, Dennis Riehle, Wolfgang Flick, Bernfried Treude, Brigitte Wind)  ins Gespräch zu kommen und sich rege an der Diskussion zu beteiligen.   



Zuletzt aktualisiert am: 31.10.2012

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