Die Sanierung der Oberen Laube ist seit Jahren schon ein Thema. Mit einer bloßen Asphaltdecke ist es dabei leider nicht getan. Der Südkurier schrieb am 10.05.12 anlässlich des Projektbeschlusses: „Die Sanierung ist dringend nötig, Anwohner berichten von starken Erschütterungen der Häuser durch den Verkehr, da die Straße in so schlechtem Zustand ist."
Den einstimmigen Beschlüssen im Technischen und Umweltausschuss am 10.05.12 und im Gemeinderat am 28.06.12 zum Ausbau der Oberen Laube ging eine fundierte Information und Diskussion voraus. Niemand fällt leichtfertig Bäume, im Gegenteil. Jährlich pflanzen die Technischen Betriebe rund 200 neue Bäume im Stadtgebiet. Innerhalb von 10 Jahren mussten 850 Bäume entfernt werden, aber 2000 - also mehr als doppelt so viel - wurden neu gepflanzt.
In der Sitzungsvorlage für den Technischen und Umweltausschuss vom 11.05.2012 wird darauf hingewiesen, dass die Verbreiterung des Gehwegs auf der Altstadtseite eine Verschiebung des Fahrbahnrandes erforderlich macht. Aufgrund des verbreiterten Gehweges müssen alle auf der Altstadtseite stehenden Linden entfernt werden. Alle diese Linden sind allerdings so stark geschädigt und in einem Zustand, der eine Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleisten kann. Bereits zwei Mal sind größere Äste abgebrochen und haben Sachschaden verursacht. Die Fällung der Linden wurde seit Jahren hinausgezögert. Stattdessen wurden sie stark zurückgeschnitten, bis im Rahmen des Neubaus der Oberen Laube Nachpflanzungen an entsprechend vorbereiteten Standorten möglich sind.
Die ursprüngliche Planungsvariante zur Oberen Laube ist ausdrücklich nochmals unter dem Aspekt „Bäume" überarbeitet worden. Zum heutigen Bestand fallen 11 Stellplätze weg, damit auf der Altstadtseite eine durchgängige neue Baumreihe nachgepflanzt werden kann. In der Sitzungsvorlage heißt es dazu: „Im Bereich des Mittelstreifens werden insgesamt 64 Pkw- und 13 Motorradstellplätze angeboten. Dies sind 11 Stellplätze weniger als im Bestand, dies sollte aber in Anbetracht der jetzt schon auf die spätere Gestaltung ausgerichteten Baumstandorte hingenommen werden."
Um möglichst viele Bäume erhalten zu können wurde die Fahrbahn auf der Seite zum Paradies um einen Meter verschoben, wie der Sachverständiger Herrmann Schall in seinem Gutachten feststellte: „Die westliche Fahrbahn wird um ca. 1 Meter nach Westen verschoben, so dass hier - sorgfältige Bauausführung vorausgesetzt - eine Schädigung der statisch wichtigen Wurzeln der sieben Platanen in unmittelbarer Nähe zum Stamm - weitgehend vermieden werden kann. Zudem ist davon auszugehen, dass die Bäume unter der Fahrbahn nur geringe Teile ihres physiologisch wirksamen Wurzelwerks angelegt haben, so dass die dort erforderlichen Eingriffe (frostsicherer und tragfähiger Straßenaufbau) zu keiner irreversible Schädigung der Bäume führen dürften."
Alle Bäume wurden nicht nur von ASU und TBK sondern zusätzlich von einem anerkannten externen Baumsachverständigen untersucht und begutachtet. Jeder Baum wurde diskutiert.
Der Sitzungsvorlage für den Technischen- und Umweltausschuss am 10.05.12 und den Gemeinderat am 28.06.12 wurde auch ein Plan beigefügt, in dem jeder Baum markiert ist, der entfernt werden muss, der bestehen bleibt und der neu gepflanzt wird. Der Projektbeschluss zum Ausbau der Oberen Laube wurde sowohl im Technischen Ausschuss wie auch im Gemeinderat einstimmig gefasst.
Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2012
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