Ökonomische Situation stabil
Entgegen dem Trend in kulturellen Einrichtungen, in der Bundesrepublik, kann das Theater Konstanz bereits zu Beginn der Spielzeit mit jetzt schon 56 mehr Abonnenten rechnen. Christoph Nix betonte „das ist wirklich antizyklisch! Es zeigt, welch guten Platz das Theater in der Stadt einnimmt".
Angesprochen auf die Frage eines möglichen Defizits erklärte er, „das Theater Konstanz ist stabil, ökonomisch und kulturpolitisch. Wir werden dieses Jahr nach der aktuellen Hochrechnung um eine Summe von ca. 0,5% des Gesamtbudgets überziehen, das macht rund 40.000 Euro. Wenn sich die Einnahmen zum Jahresende gut entwickeln, kann sich diese Summe noch verringern." Da das Theater budgetiert ist, wird jeder Überschuss oder Fehlbetrag in das kommende Jahr übertragen. In diesem Jahr war in die Belastung besonders hoch. Trotz der fünfmonatigen sanierungsbedingten Schließung des Stadttheaters - der größten Spielstätte - erhielt das Theater Konstanz keinerlei Extramittel. Ausgewichen wurde unter anderem auf den Münsterplatz, wo die Konstanzer Freilichtspiele mit dem „Glöckner von Notre Dame" ein großer Erfolg waren, mit erheblichen Einnahmen, die aber die Kosten der Infrastruktur für Freilichtbühne und Elektronik nicht ganz ausgleichen konnten.
Gleichzeitig wies Nix darauf hin, dass er bedaure, dass die neue Grüne Landesregierung, die jetzt immerhin den Bereich Wissenschaft und Kultur stelle, keinerlei Verteilungsveränderung in der Theaterlandschaft vornehme. Die kleinen Theater in Baden-Württemberg haben wieder einmal das Nachsehen, betonte Nix. Er stellt heraus, dass insbesondere das Theater Konstanz eine unterdurchschnittliche Landesförderung von 31% erhalte. Das Theater strebt hier gemeinsam mit Oberbürgermeister und Kulturbürgermeister eine Mittelerhöhung an.
Zuletzt aktualisiert am: 15.10.2012
Ende Inhaltsbereich