Die Theaterleute sind aus der Sommerpause zurück, die Spielzeit 2012/13 hat begonnen, und da die »Heimat« des Theater Konstanz, das Stadttheater, noch bis November renoviert wird, wird es mobil. Gestartet wird in der Schweiz, in der Dreispitzhalle in Kreuzlingen:
Am Freitag, 5. Oktober eröffnet Moritz Leuenberger gemeinsam mit Intendant Prof. Dr. Christoph Nix offiziell die neue Spielzeit. Beginn ist um 18.15 Uhr in der Dreispitzhalle Kreuzlingen.
Im Anschluss folgt die Premiere von »DIE STUNDE DA WIR NICHTS VONEINANDER WUSSTEN« von Peter Handke, in der Fassung von Schrewe/Stempler/Stiefermann.
Die Premiere ist am Freitag, 5. Oktober 2012 um 20 Uhr im Dreispitz Kreuzlingen. Ausgehend von Handkes sprachlosem Stück haben acht Tänzer und Schauspieler, gemeinsam mit 14 Statisten, unter der Regie und Choreografie von Martin Stiefermann in einem intensiven Probenprozess das Material für eine bildreiche Szenencollage entwickelt. Ohne gesprochenen Text werden die Körper zum Ausdrucksmittel für Gemeinsamkeit und Ausgrenzung, menschliche und kulturelle Grenzen werden untersucht.
Im Zentrum für Psychiatrie Reichenau startet am Samstag, 6. Oktober um 20 Uhr »LAMETTA« von Fitzgerald Kusz, und zieht danach jedes Wochenende in eine andere Spielstätte: in die Hofhalde in der Altstadt, den Gemeindesaal St. Martin in Wollmatingen, ins Alte Rathaus Allmannsdorf, ins Restaurant Seerhein, um schließlich am 23. November ins renovierte Stadttheater einzuziehen. In seiner aktuellsten Komödie wendet sich Fitzgerald Kusz wieder seinem Lieblingsthema zu, der deutschen Familie, diesmal in der Form der Patchwork-Familie am schönsten und schlimmsten aller Feste - Weihnachten. Inszeniert wird das Stück von Christian Lugerth, Regisseur und Schauspieler, der in Konstanz aufgewachsen ist - und dies zeigt sich in seiner Bearbeitung mit zahlreichen Referenzen und Pointen zu und über Konstanz.
In der Spiegelhalle feiert am Sonntag, 7. Oktober um 20 Uhr »TSCHICK« Premiere. Wolfgang Herrndorfs Roman »Tschick« wurde mit dem Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet und von Robert Koall für die Bühne bearbeitet. Es ist die Geschichte zweier Jungs auf einer Reise quer durch Deutschland, die nach Freiheit und Abenteuer schmeckt und doch nicht ewig dauern kann. Wulf Twiehaus führt erneut in Konstanz Regie und eröffnet mit diesem Stück die Spielzeit in der Spiegelhalle.
Umrahmt wird das Auftaktwochenende von zwei Veranstaltungen mit hochkarätigen Gästen:
die ERÖFFNUNG am Freitag, 5. Oktober um 18.15 Uhr im Dreispitz Kreuzlingen übernehmen Moritz Leuenberger und Prof. Dr. Christoph Nix.
Am Samstag, 6. Oktober findet eine PODIUMS-DISKUSSION statt: eine Runde von Experten aus Theater, Publizistik, Seelsorge und Sport untersucht die komplizierte Beziehung zwischen Schweizern und Deutschen, unter dem Titel »GARTENZWERG ODER GOLDBARREN? - vom Missverstehen zwischen Schweizern und Deutschen«. Zu Gast auf dem Podium sind Jürg Altwegg (Redakteur FAZ), Urs Altermatt (Nationalismusforscher), Martina Voss-Tecklenburg (Trainerin Schweizer Frauen-Fußballnationalteam), Andreas Köhler-Andereggen (Pfarrer Zürich-Saatlen), Prof. Dr. Christoph Nix (Intendant Theater Konstanz).
Es moderiert Wolfgang Koydl (Süddeutsche Zeitung). Beginn ist um 17 Uhr im Dreispitz Kreuzlingen.
Zuletzt aktualisiert am: 25.09.2012
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