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Sanierung der Alten Rheinbrücke

Am 20. September 2012 gab das städtische Tiefbau- und Vermessungsamt einen ersten Zwischenbericht zur Instandsetzung der Alten Rheinbrücke. Die Arbeiten waren am Montag 13. August begonnen worden.


Innerhalb von zehn Wochen soll während des laufenden Betriebes der Unterbau saniert und der Überbau der Brücke neu versiegelt werden. Die Kosten betragen rund 130.000 Euro.

 

Die Ingenieure Dirk Meyer und Michele Lagrutta informierten über die notwendigen Arbeiten, die gegenwärtig an der Brücke durchgeführt werden. Die beweglichen Rolllager auf der Petershauser Seite gewährleisten ein „atmen" der Brücke bei Temperaturschwankungen. Hier wurde es erforderlich, die Übergangsspalten im Überbau neu zu verdichten, um weiteres Eindringen von Feuchtigkeit und somit Rost und Zerfall des Stahlbetons vorzubeugen.


Auf dem Granit-Sockel der Altstadtseite befindet sich das Festlager. Hier mussten doppelte Hilfskonstruktionen zum Lastenabfang, ähnlich wie Wagenheber angebracht werden, um das Gewicht der Brücke zu verteilen. Dadurch kann die Brücke auch während der Arbeiten problemlos befahren werden.
Neben jährlichen Kontrollen wird bei der Brücke alle sechs Jahre eine Hauptuntersuchung durchgeführt. Diese fand 2011 mit einem Brückenübersichtsgerät statt. Das Protokoll ergab nichts überraschendes, sondern wie erwartet normalen Verschleiß und Korrosion vor allem bei den Wiederlagern im Unterbau, was die jetzigen Arbeiten zur Folge hat.

 


Der Bauingenieur und badische Politiker Robert Gerwig ließ die multifunktionale Brücke im 19. Jahrhundert (1860-63) bauen. 1938 wurde die ursprüngliche Brücke aus verziertem Muschelkalk abgerissen und modernisiert. Um eine Leistungssteigerung des Übergangs zu erhalten, wurde Stahlbeton und eine Schweißkonstruktion anstatt Nieten verwendet. Ein zweites Gleis wurde nie realisiert, stattdessen wurde die Fahrbahn erweitert und die Fahrradspur Richtung Rhein angelegt. Bereits 1957 gab es erste Wasserschäden an der Brücke. 2001 wurde die Brücke vom Land Baden-Württemberg an die Stadt Konstanz übergeben, die Gleise gehören weiterhin zur Deutschen Bahn.

 


Die 27 Meter breite Brücke ist bis zu 40 Tonnen belastbar, aber für Gefahrgut gesperrt.



Zuletzt aktualisiert am: 21.09.2012

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