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Offizielle Übergabe von Fördermitteln im Konzil

Baubürgermeister Kurt Werner empfängt ehrenamtliche Mitglieder der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und den Förderpartner Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg im Konstanzer Konzil zur Übergabe eines Fördervertrags.


Dr. Anita Auer, Ortskuratorin von Villingen-Schwenningen und ehrenamtliches Mitglied der privaten Stiftung DSD, überreichte am Donnerstag, den 6. September Bürgermeister Kurt Werner einen Fördervertrag über 35.000 Euro gemeinsam mit ihrem Kollegen Eckehard Achterberg und Frank Eisele, dem Geschäftsführer der Toto-Lotto Bezirksdirektion Bodensee GmbH. Mit der Förderung werden architektonische Elemente aus der Zeit des Stadtbaumeisters Paul Jordan von Anfang des 20. Jahrhunderts restauriert.

 

Gewinner auf allen Seiten

Die staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg engagiert sich mit Lotteriemitteln für den Erhalt kulturellen Erbes und ist daher auch als Fördermitglied der privaten Stiftung tätig. Bis 2011 flossen über 60 Millionen Euro aus der GlücksSpirale an die DSD, rund 200 Projekte profitierten davon allein in Baden-Württemberg.

Viel Denkmalschutz kann nur durch die Spendengelder von Stiftungen und Privatpersonen vorgenommen werden. Bürgermeister Werner erzählte von der großen Begeisterung der Stiftungsprüfer für das Projekt Konzilsanierung und erklärte die Maßnahmen, die Dank der Spendengelder möglich waren und noch vorgenommen werden.

 

Jedes Haus hat eine Entwicklung

Vor über 600 Jahren wurde der mittelalterliche Steinbau als Warenlager und Handelshalle am Konstanzer Hafen gebaut. 1417 fand während des Konzils die Papstwahl unter dem Walmdach statt, durch das das Gebäude seinen heutigen Namen bekam. Ab 1912 erhielt das Konzil durch die Jordanzeit seinen heutigen Veranstaltungscharakter. Der damalige Stadtbaumeister ließ ein steinernes Foyer und Treppenhaus gestalten, sowie einen Figurenfries mit mittelalterlichen Tanz- und Handelsszenen durch den Künstler August Grohe von 1917 bis 1922 kreieren. Diese Elemente wurden bei Umbauarbeiten in den 70er Jahren überputzt und nun wieder freigelegt und restauriert, um dem Foyer seinen

imposanten Charakter zurückzugeben, sowie dem Fries seine ikonografische Einheit.



Zuletzt aktualisiert am: 07.09.2012

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