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Konstanz auf dem Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft

Konstanz wird als eine von 16 Städten im Rahmen der Initiative „ZukunftsWerkStadt" gefördert - Wichtiger Impuls für eine nachhaltige Stadt


Die Expertenjury hat entschieden: Konstanz ist eine von 16 Städten und Landkreisen, die im Rahmen der Initiative ZukunftsWerkStadt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. Konstanz überzeugte die Jury mit der Idee einer ressourceneffizienten Stadt mit dem Titel „Mit Konstanz auf dem Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft".

In dem von der Stadt vorgelegten Konzept geht es darum, dass Konstanz gemeinsam mit seinen Bürgern und durch Unterstützung der Wissenschaft die „2.000-Watt-Gesellschaft" anstrebt. Nach dieser Vision sollte der Energiebedarf jedes Erdenbewohners einer durchschnittlichen Leistung von 2000 Watt entsprechen. Wesentliches  Element ist dabei die BürgerInnen-Beteiligung: Die Konstanzer BürgerInnen sollen mit ihren individuellen Bedürfnissen, Kompetenzen und Anliegen als Co-Innovatoren beteiligt werden. So soll zum Beispiel ein Selbstversuch zeigen, wie ein nachhaltiger Lebensstil machbar ist. „Das Konstanzer Projekt setzt einen wichtigen Impuls für die Entwicklung einer ressourcenschonenden und nachhaltige Stadt", sagte Oberbürgermeister Horst Frank, der sich über das positive Echo aus Berlin freut.

Überzeugt ist OB Frank von der Idee, die BürgerInnen so früh wie möglich zu beteiligen: „Eine nachhaltige Entwicklung muss von der gesamten Gesellschaft - und damit auch von möglichst vielen Bürger und Bürgerinnen - ausgehen".

 

Neben dem Konstanzer Projekt wurden Konzepte aus Bonn, Bottrop, Freiburg (Breisgau), Göttingen, der Landkreis Harz, Leipzig, Leutkirch (Allgäu), Lübeck, Ludwigsburg, Lüneburg, Münster, Norderstedt, der Rhein-Hunsrück-Kreis, Stuttgart und der Kreis Unna ausgewählt. Dabei haben alle 16 Projekten der Zukunftswerkstadt eines gemein: Bürgerinnen und Bürger werden gemeinsam mit Politikern, Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern Konzepte und Maßnahmen entwerfen, um ihre Städte nachhaltig zu entwickeln. Das betrifft etwa die Bereiche Verkehr, Ernährung, Luftqualität, Bildung oder Energieversorgung. 25 Städte und Landkreise hatten sich beworben.

 

Projektphase hat begonen

„Die nachhaltige Stadtentwicklung ist ein wichtiges innovationspolitisches Feld der Hightech-Strategie 2020", sagte Bundesministerin Annette Schavan bei der Bekanntgabe der ausgewählten Projekte in Berlin.  Hervorzuheben sei der integrative Ansatz der Fördermaßnahme: „Bei der ZukunftsWerkStadt sind Bürgerinnen und Bürger von Beginn an mit eingebunden". Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2012 - Zukunftsprojekt ERDE 3,5 Millionen Euro bereit, um Städte und Landkreise mit jeweils bis zu 250.000 Euro bei der nachhaltigen kommunalen Entwicklung zu unterstützen. Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Landkreistag sind Partner der Fördermaßnahme. Universitäten und Forschungseinrichtungen begleiten die öffentlichen Diskussionen und unterstützen die Umsetzung der eingebrachten Beiträge.

Die Projektphase der ZukunftsWerkStadt hat im Mai 2012 begonnen. Erste Ergebnisse werden auf dem 9. FONA-Forum für Nachhaltigkeit im Herbst 2012 vorgestellt und mit der Wissenschaft diskutiert.


@ Weitere Informationen unter:



Zuletzt aktualisiert am: 18.04.2012

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