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„Litzelstetten tut Konstanz gut!"

Über 70 geladene Gäste waren der Einladung der Ortsverwaltung Litzelstetten und des Ortschaftsrates gefolgt und haben in einem Festakt am 8. Dezember 2011 an das 40jährige Jubiläum der Eingemeindung des Teilortes zur Stadt Konstanz erinnert.


Im Lesesaal des Litzelstetter Rathauses begrüßte Ortsvorsteher Rudolf Riedle unter anderem Oberbürgermeister Horst Frank als Festredner. Ebenso erschienen war Graf Björn Bernadotte von der Insel Mainau, die bis heute zur Gemarkung Litzelstetten zählt. Auch Vertreter des Litzelstetter Ortschaftsrates, aus den Nachbardörfern Dingelsdorf und Dettingen-Wallhausen und zahlreiche Repräsentanten der Konstanzer Stadtverwaltung wohnten der etwa einstündigen Veranstaltung bei.

 

Umrahmt wurde die Feierstunde von vier jungen Bläsern des Musikvereins Wollmatingen, dem bis heute viele Mitglieder aus Litzelstetten angehören. In seiner Rede betonte der Oberbürgermeister, dass die Kernstadt von der Eingemeindung profitiert habe - und umgekehrt: „Litzelstetten tut Konstanz gut!". Auch wenn es langwierige Verhandlungen gegeben habe, die Bürgerinnen und Bürger des Teilortes hätten ihre Entscheidung, sich freiwillig der Stadt anzuschließen, bis heute nicht bereut. Mit Stolz blicke Konstanz auch darauf, durch die Eingemeindung ebenso die Insel Mainau als „wichtigsten Tourismusmagnet am See" gewonnen zu haben.

 

OB Frank machte darauf aufmerksam, dass Litzelstetten eine beeindrucke Wandlung hinter sich gebracht habe: Vom ehemaligen „Bauerndorf" zum „Professorendorf" sei der Teilort großen Veränderungen ausgesetzt gewesen, die viel von den Bewohnern abverlangt hätten. Mit seinen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern habe Litzelstetten immer ein „glückliches Händchen" gehabt. Mit Charme und Raffinesse habe man Forderungen gestellt, aber immer auch selbst zur Umsetzung beigetragen. Bis heute sei das bürgerschaftliche Engagement im Ort ein beachtlicher Hinweis für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Als Geschenk überreichte der Oberbürgermeister eine Buttercreme-Torte mit einem Marzipan-Luftbild versehen. Ein loses Fähnchen mit dem Litzelstetter Wappen, das nach Belieben auf dem Kuchen umgesteckt werden könne, kennzeichne die derzeit laufende Diskussion um die wirkliche Ortsmitte Litzelstettens.  

 

Ortsvorsteher Rudolf Riedle erinnerte in seinen Worten daran, dass neben den schriftlich festgehaltenen Regularien wie Ortschaftsverfassung, Gemeindeordnung oder Eingemeindungsvertrag - der am 24.11.1971 unterzeichnet wurde - viel Fleiß und Disziplin notwendig gewesen seien, um den Zusammenschluss mit der Stadt „mit Leben zu füllen". Er dankte für die Dienste, die alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Konstanz für die Bewohner von Litzelstetten leisteten. Als symbolischen Akt überreichte der Ortsvorsteher die damalige Amtskette des Litzelstetter Bürgermeisters an Horst Frank, die als Leihgabe des Rosgartenmuseums zum Festakt bereitgestellt wurde. „Heute trennen uns keine Begrenzungslinien mehr!" - so Riedle.

 

Als Ehrengäste waren die ehemaligen Ortsvorsteherinnen Dr. Hermine Preisendanz und Dr. Helga Jauss-Meyer anwesend. Preisendanz ergriff abschließend spontan das Wort und würdigte den ehemaligen Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Konstanz, Hubert Meyer, der maßgeblich die Eingemeindung vorangetrieben hätte. Jeder einzelne Punkt des Zusammengehens sei „hart erkämpft worden", manches Mal auch mit „den Waffen einer Frau", so Preisendanz. Heute hätten sich aber alle Schwierigkeiten in Wohlgefallen aufgelöst.

 



Zuletzt aktualisiert am: 09.12.2011

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